• 28.08.2026, 12:21:02
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Mehr als 124.000 Gürtelrose-Impfungen in NÖ: Große Impfbereitschaft ist erfreuliches Signal

ÄKNÖ dankt impfenden Ärztinnen und Ärzten – Ordinationen als One-Stop-Shop stärken und Bestellsystem weiterentwickeln

Wien (OTS) - 

Die hohe Nachfrage nach der kostenlosen Gürtelrose-Impfung zeigt, dass Präventionsangebote von der Bevölkerung angenommen werden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden österreichweit seit Beginn des öffentlichen Impfprogramms fast 900.000 Dosen des Herpes-Zoster-Impfstoffs bereitgestellt. Mit Stand 25. August waren rund 633.250 Impfungen im e-Impfpass dokumentiert.

Auch in Niederösterreich ist die Impfbereitschaft groß: „Mehr als 124.000 durchgeführte Impfungen sind ein sehr erfreuliches Signal. Sie zeigen, wie gut das kostenlose Angebot angenommen wird und mit welchem Engagement unsere Ärztinnen und Ärzte es umsetzen“, betont Dr. Harald Schlögel, Präsident der Ärztinnen- und Ärztekammer für Niederösterreich (ÄKNÖ). „Gerade beim Impfen ist die ärztliche Ordination der ideale One-Stop-Shop: Hier können Impfstatus und individuelle gesundheitliche Situation beurteilt, offene Fragen geklärt und die Impfung unmittelbar durchgeführt werden.“

Hohe Nachfrage stellt Bestellsystem vor Herausforderungen
Die große Impfbereitschaft bringt allerdings auch organisatorische Herausforderungen mit sich. Zuletzt erreichten die ÄKNÖ Rückmeldungen von Ärztinnen und Ärzten, die bei der Bestellung von Shingrix im Impfshop der Bundesbeschaffungsgesellschaft (BBG) nicht oder nicht ausreichend zum Zug kamen. Dr. Michael Sokol, Leiter des Impfreferats der ÄKNÖ, sieht darin auch eine positive Botschaft: „Die momentane Verteilungsproblematik zeigt, wie sehr den Ärztinnen und Ärzten das Impfen der Menschen in Niederösterreich am Herzen liegt. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen setzen sie sich tagtäglich dafür ein, ihren Patientinnen und Patienten Impfungen anbieten zu können.“

Die ÄKNÖ nimmt die Rückmeldungen aus den Ordinationen ernst, leitet Beschwerden an das zuständige Impfreferat der Österreichischen Ärztekammer weiter und bringt konkrete Verbesserungsvorschläge ein. „Unser Ziel ist es, gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, die den tatsächlichen Gegebenheiten in den Ordinationen Rechnung tragen“, erklärt Sokol. Denkbar wäre etwa, verfügbare Impfstoffmengen nach transparenten Kriterien auf Bundesländer beziehungsweise Ordinationen aufzuteilen und Bestellfenster zeitlich zu staffeln. Damit könnten Zugriffsspitzen reduziert und eine planbarere regionale Verteilung erreicht werden.

Jetzt geht es für Schlögel vor allem darum, Angebot und Nachfrage möglichst unkompliziert zusammenzubringen und die in Niederösterreich verfügbaren Impfdosen rasch zu verimpfen: „Der Impfstoff ist da, die Impfbereitschaft ist da und unsere Ärztinnen und Ärzte wollen impfen. Jetzt müssen die Rahmenbedingungen so gestaltet sein, dass die vorhandenen Impfstoffe möglichst rasch und unkompliziert bei den Patientinnen und Patienten ankommen.“

Kostenlose Impfstoffe und ärztliche Beratung gehören zusammen
Die kostenlose Bereitstellung des Impfstoffs ist für Schlögel ein wichtiger Schritt, für eine erfolgreiche Impfstrategie brauche es aber mehr: „Eine Impfung beginnt nicht erst mit dem Stich. Ärztinnen und Ärzte kennen ihre Patientinnen und Patienten und ihre gesundheitliche Situation. Sie informieren über Nutzen und mögliche Risiken, beantworten Fragen und können Vorbehalte im persönlichen Gespräch ausräumen.“

Daher müsse neben dem kostenlosen Impfstoff auch die ärztliche Beratung entsprechend berücksichtigt werden. „Wer die Durchimpfungsrate nachhaltig erhöhen möchte, muss auch das ärztliche Beratungsgespräch entsprechend honorieren“, fordert Sokol.

Ordinationen als One-Stop-Shop stärken
Für Sokol bleibt die ärztliche Ordination daher die zentrale Anlaufstelle: „Beratung, medizinische Beurteilung und Impfung finden hier an einem Ort statt. Dieser One-Stop-Shop ist für unsere Patientinnen und Patienten die praxisnahe Lösung. Gerade die derzeitige Situation zeigt, welchen entscheidenden Beitrag die Ärztinnen und Ärzte zu einer funktionierenden Impfversorgung leisten.“ Abschließend dankt Sokol der Kollegenschaft: „Mein Dank gilt allen Ärztinnen und Ärzten, die sich trotz der Schwierigkeiten bei Bestellung und Verteilung weiterhin mit großem Engagement dafür einsetzen, dass möglichst viele Menschen geimpft werden können.“

Rückfragen & Kontakt

Ärztinnen- und Ärztekammer für Niederösterreich
Presse, PR & Kommunikation
Mag. Birgit Jung
Telefon: +43 1 53751 623, +43 676 848457 323
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.arztnoe.at

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