• 28.08.2026, 10:38:32
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Insektengiftallergie: Allergen-Immuntherapie kann Notfälle verhindern

Verabreichung Allergen-Immuntherapie - eine sehr wirksame
Behandlung, die zuverlässig und nachhaltig vor schweren allergischen
Reaktionen aufgrund eines Insektenstiches schützt
Linz (OTS) - 

Aktuell erschüttert ein Todesfall aufgrund einer allergischen Reaktion auf einen Hornissenstich das Land. Der Betroffene hatte zwar ein Notfallmedikament, nur war der Adrenalin-Pen im entscheidenden Moment tragischerweise nicht griffbereit. Doch wie häufig sind Insektengiftallergien überhaupt? Gibt es eine Therapie, die Betroffene vor schweren allergischen Reaktionen schützen kann? Wann kann ein Stich lebensbedrohlich werden und wer sollte mit einem Adrenalin-Präparat ausgestattet sein? Wichtig zu wissen: Mit der Allergen-Immuntherapie steht eine hochwirksame Behandlung zur Verfügung, die einen allergischen Ernstfall vorsorglich verhindern kann.

In Österreich sind rund drei Prozent der Bevölkerung gegen den Stich von Biene, Wespe, Hornisse oder Hummel allergisch.1 Das entspricht etwa 300.000 Menschen. Doch nicht jede allergische Reaktion ist potenziell lebensbedrohlich. „Nur ein Teil der Betroffenen reagiert mit schweren Symptomen wie Schwellungen am ganzen Körper, Übelkeit, Schwindel und Benommenheit bis hin zu einem Kreislaufschock, der im schlimmsten Fall tödlich enden kann“, informiert Assoz.-Prof. Dr. Gunter Sturm, Leiter des Allergieambulatoriums Reumannplatz in Wien und der Forschungsgruppe Klinische Allergologie an der Univ.-Hautklinik Graz. „Diese Menschen sollten unbedingt allergologisch abgeklärt, bei Vorliegen einer Allergie über die Möglichkeit einer vorbeugenden Behandlung informiert und für den Ernstfall entsprechend geschult werden.“

Sicherer Schutz durch Allergen-Immuntherapie

So gefährlich eine Insektengiftallergie sein kann, so gut lässt sie sich behandeln. „Die Allergen-Immuntherapie ist eine sehr wirksame Behandlung, die zuverlässig und nachhaltig vor schweren allergischen Reaktionen schützt“, erklärt Sturm. Dabei werden zunächst steigende und anschließend regelmäßige Erhaltungsdosen des entsprechenden Insektengifts kontrolliert verabreicht. Das Immunsystem lernt dadurch, den Allergie-Auslöser zu tolerieren und reagiert bei einem Stich nicht mehr über. „Die Therapie dauert insgesamt zwar drei bis fünf Jahre, der Schutz baut sich jedoch bereits innerhalb kurzer Zeit auf“, sagt der Experte. „Bei einer Behandlung im Krankenhaus ist man bereits nach wenigen Tagen geschützt, ambulant dauert es wenige Wochen.“

Voraussetzung für die Therapie ist eine gesicherte Diagnose durch den Facharzt. Der ideale Zeitpunkt dafür ist etwa vier Wochen nach dem Stichereignis. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt die vorbeugende Behandlung mit einer Allergen-Immuntherapie ausdrücklich. Die Kosten werden von der Krankenkasse zur Gänze übernommen und die Therapie ist auch für Kinder ab fünf Jahren zugelassen.

Notfall-Adrenalin

Das wichtigste Notfallmedikament ist Adrenalin, das rasch selbst verabreicht werden kann. Sturm: „Bleibt die Reaktion auf eine Rötung und Schwellung an der Einstichstelle begrenzt, handelt es sich in der Regel nicht um eine bedrohliche Reaktion. In diesem Fall ist auch kein Notfall-Adrenalin erforderlich und es reichen symptomlindernde Medikamente wie Antihistaminika und Kortisontabletten.“

Kausale Behandlung einer Insektengift-Immuntherapie:

Für wen: Eine Allergen-Immuntherapie sollten alle Menschen durchführen, bei denen eine gesicherte Diagnose einer „echten“ Allergie vorliegt. Die Therapie behandelt die Ursache der allergischen Erkrankung und bietet effektiven Schutz im Falle eines Stichs.

Abklärung: beim allergologisch tätigem Facharzt oder im Allergieambulatorium

Schutz: bereits nach wenigen Tagen oder Wochen erreicht
Dauer der Therapie: 3-5 Jahre

Kosten: Kosten werden von Krankenkasse übernommen

Erste Hilfe bei schwerer allergischer Reaktion:

Schwellung (v. a. Gesicht, Hals), Heiserkeit, Husten, Schnupfen, Kurzatmigkeit/Atemnot, Herzrasen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Stuhlabgang, Bewusstlosigkeit

1 Adrenalin verabreichen

2 Richtige Lagerung

  • Bei Atemnot: Hinsetzen, Oberkörper hochlagern
  • Bei Kreislaufschock: Auf den Rücken legen, Beine hoch
  • Bei Bewusstlosigkeit: Stabile Seitenlage

3 Bei Asthma: Beta-2-Mimetikum (Spray/Inhalator)

4 Notarzt/Rettung verständigen: 144 oder 112

5 Zusätzlich Antihistaminikum und Kortison geben

Linktipp: https://at.klarify.me/pages/insektengiftallergie (inkl. Expertensuche)

ALK – Allergy solutions for life

Seit über 100 Jahren steht ALK für klinisch geprüfte, hochwertige Allergenpräparate – zur Diagnostik und zur langfristigen Linderung allergischer Beschwerden. Unsere Produkte kommen als sublinguale Tabletten, Tropfen oder in Form der subkutanen Allergen-Immuntherapie zum Einsatz. Darüber hinaus bieten wir auch Präparate zur Notfallbehandlung von Anaphylaxie und leisten so einen wichtigen Beitrag zur schnellen Hilfe im Ernstfall. Mittlerweile vertrauen weltweit über 3,1 Millionen Menschen auf unsere Produkte. Wir werden auch weiterhin intensiv in die Forschung und Entwicklung von Therapien zur Bekämpfung von Allergien investieren. Mehr auf www.alk.net/at.

1 Bokanovic D et al. Allergy 2011; 66: 1395-6

Link-Tipp

Info rund um Insektengiftallergien (inkl. Expertensuche)

Rückfragen & Kontakt

Mag. Klaudia Wondraschek

Director Marketing & Communications

ALK-Abelló Allergie-Service GmbH

T: 0732/38 53 72-100

E: [email protected]

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