- 27.08.2026, 10:44:32
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Aktueller Geschäftsbericht präsentiert - 2025 war Meilenstein für NÖGUS
LR Antauer/NÖGUS-GF Knestel: „NÖGUS liefert am Puls der Zeit“
„Das Jahr 2025 darf getrost als Meilenstein für den NÖGUS bezeichnet werden: Es wurde nämlich der Grundstein für die Umsetzung des Gesundheitsplans 2040+ und die regionale Planung im niederösterreichischen Gesundheitssystem gelegt. Der Gesundheitsplan bildet den Rahmen für die zukunftssichere Gesundheitsversorgung 2040 plus und aufbauend darauf wurde mit dem RSG (Regionaler Strukturplan Gesundheit) ein Werkzeug geschaffen, das diese Planung konsequent und zielgerichtet auf die niederösterreichischen Regionen herunterbricht. Das gab es – mit dieser Rechtsverbindlichkeit – bisher noch nie in Niederösterreich“, stellte Landesrat Martin Antauer heute, Donnerstag, im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit NÖGUS-Geschäftsführer Volker Knestel klar.
Der NÖGUS habe eine ganz zentrale Rolle in der Gesundheitsversorgung in Niederösterreich: „Der NÖGUS finanziert Spitalsaufenthalte und entlastet Krankenhäuser, indem er Prävention und Vorsorge vorantreibt, der NÖGUS bildet aus, sichert Qualität sowie niederschwellige, medizinische Versorgung, er fördert aktiv die Gesundheit und schafft damit Lebensqualität für die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher“, erläuterte Antauer und gab eine kurze Leistungsschau 2025 zum Besten: 2,25 Millionen ambulante Hauptdiagnosen, über 300.000 stationäre Diagnosen, knapp 258.000 Operationen, 266.360 durchgeführte MRT und CT-Untersuchungen und 176.805 behandelte Frakturen oder multiple Knochenbrüche.
„Wir hatten im Vorjahr 2,26 Millionen ambulante Besuche, also 6.200 Ambulanzbesuche pro Tag und 305.063 stationäre Aufenthalte mit einer durchschnittlichen Verweildauer von 5,8 Tagen im Krankenhaus. Und damit bin ich beim ersten Punkt: die durchschnittliche Verweildauer in den Spitälern soll so kurz als möglich gehalten werden. Weil es eine Win-Win-Situation ist. Jeder Patient möchte so rasch wie möglich wieder in häusliche Obhut und die Ressource Mensch ist knapp“, so der Landesrat.
Für eine wohnortnahe, effiziente Gesundheitsversorgung im niedergelassenen Bereich setzt Niederösterreich deshalb auf Primärversorgungszentren bzw. -einheiten (PVE), von denen es mittlerweile 16 (mit Ende 2025 waren es noch 14) an der Zahl im ganzen Bundesland gibt. Vorteile: Neben guter Erreichbarkeit in der Region und gebündelter Expertise unter einem Dach, punkten die PVE mit ausgedehnten Öffnungszeiten und entlasten damit Berufstätige.
Antauer erläuterte zwei weitere Kernprojekte: Herz-Mobil NÖ und das Demenz Service NÖ. „Herzinsuffizienz ist eine der häufigsten Ursachen für Spitalsaufenthalte. Das Ziel von Herz-Mobil NÖ ist eine moderne, telemedizinische Betreuung zur Verbesserung der Lebensqualität und Reduktion von Spitalsaufenthalten“, so der Landesrat über Herz-Mobil, dessen Startschuss 2024 in Wr. Neustadt gefallen war. Das Ziel im fünften Jahr, also 2028: 1.650 betreute Patienten pro Jahr.
Das Demenz-Service NÖ wiederum ist die Drehscheibe für die Vernetzung verschiedener Angebote. „Von der Demenzhotline, über die persönliche Beratung, den Demenz-Info-Points, bis zu den Info-Veranstaltungen. Dies alles trägt zur Sensibilisierung für das wichtige Thema Demenz bei, bietet hochqualifizierte Betreuung für Betroffene und Angehörige und stellt Expertise zur Verfügung“, führte er aus. Die starken Zahlen für das Jahr 2025: knapp 1.000 Beratungen, 257 Info-Point-Sprechstunden, 129 Vorträge mit rund 4.000 Besuchern. „Man sieht: Der Bedarf und die Nachfrage sind hoch und wachsen weiter“, so Antauer über das Demenzservice, dessen Kosten sich der NÖGUS und die Sozialversicherung teilen (60-40, Anm.).
Auch NÖGUS-Geschäftsführer Volker Knestel hob den NÖ Gesundheitsplan 2040+ und die erstmalige rechtsverbindliche Erstellung des RSG hervor. „Neben der Finanzierung der NÖ Landeskliniken ist die Qualitätssicherung ein NÖGUS-Kernelement. Durch ausgewählte Indikatoren messen wir die Ergebnisqualität und verbessern die gesamte Behandlungskette. Dabei arbeiten wir eng mit Wissenschaft und Forschung zusammen und kooperieren eng mit den universitären Einrichtungen in Niederösterreich“, unterstrich er und verwies dabei auch auf die Rolle des NÖGUS in der Ausbildung von nicht ärztlichen Gesundheitsberufen. „Mit unserer Praktikumsdatenbank erleichtern wir den jungen Studierenden die Suche und Absolvierung des notwendigen Ausbildungspraktikums.“
Knestel unterstrich drei weitere Aufgabenaspekte des NÖGUS: Die Koordination, Abwicklung und teilweise Mitfinanzierung sämtlicher Zielsteuerungsprojekte (Projekte zwischen Land und Sozialversicherung), die Planung und teilweise Mitfinanzierung von krankenhausentlastenden Maßnahmen sowie die Umsetzung von Projekten der Prävention und Gesundheitsförderung.
„Der Geschäftsbericht dokumentiert den Startschuss zur langfristigen Absicherung der Gesundheitsversorgung in Niederösterreich – der Ausbau der Primärversorgungszentren, die qualitätsgesicherte Erweiterung und Stabilisierung der flächendeckenden ambulanten Versorgung unter Berücksichtigung der stationären Notwendigkeiten, die Entwicklung von digitalen und telemedizinischen Unterstützungswerkzeugen sowie die anhaltende Qualifikation und Ausbildung der medizinischen Fachkräfte bilden den Grundstock unserer täglichen Arbeit“, skizzierte Knestel.
Weiters sprach der NÖGUS-Geschäftsführer einige ambulante Projekte wie etwa die assistierte Peritonealdialyse, die spezialisierten Diabeteszentren oder die Arthrosetherapie 2.0 an. „Es geht hier um eine Entlastung der Kliniken und um mehr Lebensqualität für unsere Patienten“, erklärte Knestel. „Unser Partner ‚Notruf NÖ‘ konnte 2025 rund 65.000 Gesundheitsberatungen via 1450 abwickeln. Die Anruferzahlen wachsen kontinuierlich.“
Er meinte zudem: „Der Ausbau auf zehn Acute Community Nurse-Standorte wird gerade vorbereitet. Der Haupteinsatzbereich der ACN liegt dabei im pflegerischen Bereich. Krankenhausaufenthalte können dadurch deutlich reduziert werden.“
Abschließend betonte Knestel: „Im Rahmen des NÖ Gesundheitsplans 2040+ wurde beschlossen, dass eine Niederösterreich-spezifische Strategie zur Gesundheitsförderung ausgearbeitet werden soll, an der wir gerade intensiv arbeiten und die wir später vorstellen dürfen. Ich möchte mich an dieser Stelle auch herzlich beim gesamten NÖGUS-Team für die starken Leistungen bedanken, wir machen uns mit Zuversicht, Respekt und Tatendrang an die zukünftigen Aufgaben.“
Nähere Informationen: Büro LR Martin Antauer, Robert Lugar, Telefon 0676/3517734, E-Mail [email protected]
Rückfragen & Kontakt
Amt der NÖ Landesregierung
Landesamtsdirektion/Öffentlichkeitsarbeit
Doris Zöger
Telefon: 02742/9005-13314
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