• 27.08.2026, 09:30:32
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AIT-Forschung entwickelt Lösungen für das Recycling hochwertiger Aluminiumlegierungen

AIT Impact Stories: Forschung, die wirkt – für eine nachhaltige Industrie

Forscher:innen arbeiten in den Labors am LKR an neuen
Materialzusammensetzungen und Verarbeitungsmethoden.
Wien/Ranshofen (OTS) - 

Aluminium ist in der Herstellung sehr ressourcen- und energieintensiv. Daher ist bei diesem in der Technik allgegenwärtigen Leichtmetall Recycling noch wichtiger als in anderen Bereichen. Das Recycling von Aluminium aus bestehenden End-of-Life (EoL)- und Produktionsabfällen benötigt lediglich fünf Prozent der Energie, die für die Herstellung von Primärmaterial erforderlich ist. Als Problem erweist sich jedoch, dass das Metall mit einer Vielzahl anderer Elemente legiert ist, die sich praktisch nicht wieder voneinander trennen lassen. Die derzeitige Praxis, verschiedene EoL-Legierungen zu mischen, führt zwangsläufig zu Downcycling und einer Reduktion der verfügbaren Ausgangswertstoffe.

In dem vom AIT-Tochterunternehmen LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen geleiteten EU-Forschungsprojekt RecAL (Recycling technologies for circular ALuminium) wird – gemeinsam mit 19 Partnerorganisationen aus neun europäischen Ländern – ein neuartiger Ansatz verfolgt, der durch innovative Recyclingtechnologien, digitale Vernetzung und neue Legierungsstrategien auf eine Transformation der europäischen Aluminiumwirtschaft in Richtung Kreislaufwirtschaft abzielt. Dabei wird jeder Schritt des Produktions- und Wiederverwendungskreislaufs entlang der gesamten Wertschöpfungskette strategisch betrachtet.

Das Ziel: Recyclat-Ströme mit erheblich verbesserten Reinheiten

Eine zentrale Stoßrichtung von RecAL sind Lösungen, die eine höhere Toleranz für Recycling-Material im Legierungsdesign ermöglichen und zugleich die Materialeigenschaften bewahren. Entwickelt werden weiters digital gesteuerte Sortierprozesse. Ergänzt wird dieser Ansatz durch den Aufbau eines digitalen „RecAL Hub“, einer Plattform, die Recyclat-Ströme, innovative Recyclingtechnologien sowie Produzenten und Abnehmer intelligent miteinander verknüpft – ein entscheidender Schritt, um den linearen Materialfluss zu einem geschlossenen Kreislauf weiterzuentwickeln.

Neben der Materialforschung stehen Robotik, Sensorik und digitale Zwillinge im Mittelpunkt, um Aluminiumströme über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg transparent und effizient zu steuern. Dadurch sollen Recyclat-Ströme mit erheblich verbesserten Reinheiten geschaffen werden.

Das Ziel ist es, die Akteure europaweit zu vernetzen, um den Anteil von Sekundäraluminium signifikant zu erhöhen, Ressourcen zu schonen und die CO2-Bilanz der Branche nachhaltig zu verbessern.

Ökologie, Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz

„Mit RecAL wollen wir zeigen, dass High-tech und Kreislaufwirtschaft kein Widerspruch sind“, betont Gerald Prantl, Projektleiter am LKR. Ein europaweites Aluminium-Kreislaufsystem schafft die Basis für eine industrielle Zukunft, die Ökologie und Wettbewerbsfähigkeit vereint und auch die Resilienz Europas in Hinblick auf diesen wertvollen Rohstoff stärkt.

Das noch bis 2028 laufende ReCal-Projekt stößt angesichts seines hohen Innovationsgrads und des großen Impacts auf die europäische Industrie in der Öffentlichkeit auf größtes Interesse – so wurde es beispielsweise 2025 mit dem ÖGUT-Umweltpreis in der Kategorie „Mit Forschung & Innovation zur Kreislaufwirtschaft“ ausgezeichnet.

AIT ist Brücke zwischen Wissenschaft und Innovation

Die Fähigkeit, neue Erkenntnisse rasch in marktfähige Technologien und anwendbare Lösungen zu überführen, wird zunehmend zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor für Europa. An dieser Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Technologie und Anwendung kommt der angewandten Forschung am AIT Austrian Institute of Technology eine zentrale Rolle zu. Österreichs größte Research and Technology Organisation orientiert sich bei seiner Forschung eng an den Bedürfnissen der Industrie und an aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen. Forschung des AIT wirkt und schafft Lösungen – für Unternehmen, die Gesellschaft und letztlich für uns alle.

AIT Impact Report

Der AIT Impact Report 2026 zeigt anhand von rund 30 Beispielen, wie das AIT gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand Forschung in konkrete Lösungen übersetzt. Die vorgestellten Projekte reichen von der Digitalisierung industrieller Prozesse über resiliente Infrastruktur und nachhaltige Energie- und Industriesysteme bis hin zu Gesundheit, Mobilität, Sicherheit und Kreislaufwirtschaft.

Der AIT Impact Report 2026 steht online zur Verfügung: www.ait.ac.at/impact-report

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Telefon: (0)50550-4015
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.ait.ac.at

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