- 26.08.2026, 12:53:02
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IV: ‚Made in Europe‘ kann Standort stärken – Wettbewerbsfähigkeit bleibt der entscheidende Hebel
Europäische Wertschöpfung sichern, ohne offene Märkte und international vernetzte Branchen zu benachteiligen
Wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen, infrage gestellte Partnerschaften und offen zutage tretende Abhängigkeiten setzen Europas Souveränität und Sicherheit zunehmend unter Druck. Europas strategische Handlungsfähigkeit beginnt bei seiner wirtschaftlichen Stärke: Ohne wettbewerbsfähige Industrie gibt es weder Souveränität noch Sicherheit.
„Das Ziel, europäische Produzenten zu skalieren und Wertschöpfung in Europa zu halten, teilen wir. ‚Made in Europe‘ kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten – entscheidend ist jedoch die konkrete Ausgestaltung. Europa darf nicht in eine Spirale protektionistischer Maßnahmen geraten. Es gilt, vor allem für exportorientierte Branchen, praxistaugliche Lösungen zu finden“, betont Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV). Österreich ist auf verlässliche Marktzugänge in Drittstaaten und auf ausländische Direktinvestitionen angewiesen. Tief in internationale Wertschöpfungsketten integrierte Sektoren dürfen nicht benachteiligt werden: Wo europäische Verfügbarkeit fehlt, müssen Vorgaben praxistauglich bleiben.
Wer Wertschöpfung in Europa halten will, muss zuerst die Standortbedingungen verbessern. ‚Made in Europe‘ kann ein Baustein sein – die Fundamente heißen: Stärkung des europäischen Binnenmarkts, Bürokratieabbau und wettbewerbsfähige Energiekosten. Die Kapitalmarktunion harrt der Umsetzung, Europas Stärke war und ist der offene Handel mit der Welt.
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