• 25.08.2026, 14:28:02
  • /
  • OTS0089

arbeit plus: Europäische Mittel erweitern den Handlungsspielraum am österreichischen Arbeitsmarkt

Im Ringen um das nächste EU-Mehrjahresbudget stehen Kompetenzen im Bereich der Sozialpolitik zur Debatte

Wien (OTS) - 

Im Ringen um das nächste EU-Mehrjahresbudget stehen Kompetenzen der EU im Bereich der Sozialpolitik zur Debatte. Aus Sicht von arbeit plus, dem Netzwerk von rund 150 Sozialen Unternehmen in Österreich, ist die europäische Ebene ein wichtiger Baustein der heimischen Arbeitsmarktpolitik.

„Der Europäische Sozialfonds ist ein zusätzlicher Baustein in der österreichischen Arbeitsmarktpolitik. Über ESF-Mittel konnten Modelle entwickelt werden, die sich bewährt haben und heute Teil der Regelförderung sind. Angesichts steigender Langzeitbeschäftigungslosigkeit brauchen wir diese Mittel für Innovation weiterhin."
Sabine Rehbichler, Geschäftsführin arbeit plus Österreich


Sozialpolitik ist eine geteilte Zuständigkeit zwischen der EU und den Mitgliedsstaaten. Für die Kompetenzen der Europäischen Säule Sozialer Rechte, unter die auch Beschäftigung und der Europäische Sozialfonds fallen, sind europäische Initiativen zentral. Für innovative Arbeitsmarktpolitik war und bleibt diese Ebene entscheidend.

In der Förderperiode 2021 bis 2027 stehen für Österreich rund 409 Millionen Euro an ESF+ Mitteln zur Verfügung, ergänzt um nationale Kofinanzierung. Sie fließen in den Zugang zu lebenslangem Lernen, in aktive Inklusion und berufliche Teilhabe, in Angebote für Jugendliche am Übergang von der Schule in den Beruf, in aktives und gesundes Altern sowie in Vereinbarkeit und Gleichstellung. Ein Teil der Mittel wird über die Bundesländer umgesetzt.

Ergänzend zur nationalen Förderung wurden über ESF-Mittel Modelle entwickelt, die sich bewährt haben und später in die Regelförderung übergegangen sind. Darin liegt der Handlungsspielraum, den diese Ebene eröffnet: Sie ermöglicht Ansätze für Fragen, auf die es noch keine eingespielten Antworten gibt.

Der Bedarf bleibt. Im Juli 2026 waren in Österreich 102.103 Menschen langzeitbeschäftigungslos arbeitslos, um 12,9 Prozent mehr als ein Jahr davor. Das entspricht 34 Prozent aller arbeitslos vorgemerkten Personen. Mit dem Alter steigt dieser Anteil deutlich: Bei den arbeitslos vorgemerkten Personen ab 50 liegt er bei 46 Prozent, ab 60 bei 55 Prozent.

Investitionen in die aktive Arbeitsmarktpolitik kommen mehrfach zurück, für die Menschen, für die Wirtschaft und für die Gesellschaft. Sie rechnen sich volkswirtschaftlich, gesellschaftlich und demokratisch. Der Europäische Sozialfonds ist Teil dieser Rechnung, weil er Beschäftigung ermöglicht, Qualifizierung finanziert und Armut vorbeugt.

Für die berufliche Teilhabe von Menschen, die lange keine Anstellung gefunden haben, für Qualifizierung entlang des gesamten Erwerbslebens und für eine gerechtere Aufteilung von Care-Arbeit bleibt die europäische Ebene damit ein wirksames zusätzliches Instrument.

Rückfragen & Kontakt

arbeit plus - Soziale Unternehmen Österreich
Eva Winterer
Presse
Telefon: 0043 664 4313590
E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BDV

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel