- 24.08.2026, 14:28:02
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Sima/Reinagl: Strecke frei für die Linie 18: Ab 5. September fährt der 18er bis U2 Stadion
Endspurt bei der Verlängerung der Linie 18: Ab 5. September verbindet der 18er die U6-Station Burggasse-Stadthalle direkt mit der U2-Station Stadion. Gleichzeitig bringt die 3,1 Kilometer lange Neubaustrecke Verkehrsberuhigung im Prater, neue Radwege, zusätzliche Begrünung und noch mehr Lebensqualität für den 2. und 3. Bezirk.
Pünktlich zu Schulbeginn nimmt die verlängerte Linie 18 den Betrieb auf. Ab 5. September ist der 18er auf der 3,1 Kilometer langen Neubaustrecke durch den Prater bis zur U2-Station Stadion unterwegs. Öffi-Stadträtin Ulli Sima, Monika Unterholzner, stellvertretende Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke, Alexandra Reinagl, Vorsitzende der Geschäftsführung der Wiener Linien, Vertreter der Bezirke, Josef Taucher, SPÖ-Klubvorsitzender sowie NEOS-Wien-Klubobfrau Selma Arapović testeten heute erstmals die neue Strecke.
„Die Verlängerung der Linie 18 bis zur U2-Station Stadion ist auf der Zielgeraden. Ab 5. September, also pünktlich zu Schulbeginn, schaffen wir eine neue direkte Öffi-Verbindung zwischen dem 2. und 3. Bezirk und binden Stadtentwicklungsgebiete und beliebte Freizeitziele wie den Prater noch besser an das Öffi-Netz an. Gleichzeitig entstanden entlang der Strecke mehr als zwei Kilometer neue Radwege. Wir haben damit u. a. eine nun über vier Kilometer durchgängige Radverbindung vom Landstraßer Gürtel durch St. Marx über den Donaukanal und durch den grünen Prater bis zur Donau am Handelskai geschaffen, mit dem Herzstück des neuen Zwei-Richtungs-Radwegs in der Meiereistraße. Wir haben entlang der Route der Linie 18 rund 200 neue Bäume gepflanzt und den Prater verkehrsberuhigt. So verbinden wir leistungsfähige Öffis mit mehr Lebensqualität und gelebtem Klimaschutz in der Stadt“, sagt Öffi-Stadträtin Ulli Sima, die sich bei den vielen am Projekt Beteiligten für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit bedankt.
Ab 5. September: Öffi-Achse für sechs Millionen Fahrgäste jährlich
Die Linie 18 fährt künftig von der U6 Burggasse-Stadthalle über Westbahnhof, Hauptbahnhof, St. Marx und U3 Schlachthausgasse weiter durch den Prater bis zur U2-Station Stadion. Auf der Neubaustrecke zwischen Schlachthausgasse und Stadion entstehen sieben neue Haltestellen. Damit wird die Straßenbahnlinie 18 zu einer starken Ost-West-Tangente mit Umsteigemöglichkeiten zu fünf U-Bahn-Linien, acht S-Bahn-Linien sowie zum Nah- und Fernverkehr. Sie bindet Stadtentwicklungsgebiete wie das Viertel Zwei und Village im Dritten, den Prater, Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie den künftigen Fernbusterminal besser an das Öffi-Netz an und ermöglicht Umstiege auf fast alle U-Bahn-Linien. „Moderne Öffi-Infrastruktur ist ein zentraler Teil für die Mobilität in einer wachsenden Stadt. Mit Projekten wie der Verlängerung der Linie 18 schaffen die Wiener Stadtwerke gemeinsam mit den Wiener Linien die Basis dafür, dass diese für noch mehr Menschen einfach und verlässlich nutzbar wird“, sagt Monika Unterholzner, stellvertretende Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke.
Alexandra Reinagl, Vorsitzende der Geschäftsführung der Wiener Linien, ergänzt: „Die Linie 18 ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir das Wiener Öffi-Netz gezielt weiterentwickeln: mit neuen Verbindungen, wo die Stadt wächst, und mit konsequenter Modernisierung dort, wo täglich viele Fahrgäste unterwegs sind. Mit dem 18er schaffen wir eine starke Öffi-Tangente, von der auf der gesamten Linie ab 5. September sechs Millionen Fahrgäste profitieren.“ Nun geht es in den Endspurt: In den letzten Wochen wurde die neue Strecke im Rahmen der Probefahrten umfassend getestet – von den Haltestellen über die Weichen bis zur Oberleitung. So wird sichergestellt, dass der 18er ab September sicher und zuverlässig zwischen Westen und Osten unterwegs ist und den Hauptbahnhof künftig in rund 25 Minuten direkt mit der U2-Station Stadion verbindet.
Mehr Öffis, mehr Grün, weniger Verkehr im Prater
Mit der verlängerten Straßenbahnstrecke wird auch die Durchfahrt durch den Prater neu geordnet. Die Verbindung über Stadionallee und Meiereistraße wird zwischen Lusthausstraße und Stadionbad künftig an allen Wochentagen für den allgemeinen Kfz-Verkehr gesperrt. Zufahrten zu Siedlungen, Sportanlagen und Parkplätzen bleiben möglich, ebenso die Durchfahrt für Einsatzfahrzeuge. Dadurch kann die Linie 18 zügig und zuverlässig durch den Prater fahren. Gleichzeitig entstehen weniger Autoverkehr, mehr Sicherheit für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen sowie zusätzlicher Platz für Bäume und Grünflächen. Die Verlängerung des 18ers ist damit deutlich mehr als ein Straßenbahnprojekt: Sie verbindet den Ausbau des öffentlichen Verkehrs mit einer klimafreundlichen Aufwertung des öffentlichen Raums.
70 Meter Grüngleis und 2.150 Meter neue Radwege
Der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel wird, wo immer möglich, mit neuer Radinfrastruktur und Begrünung verbunden. Ein 70 Meter langes Grüngleis im Bereich Ernst-Happel-Stadion, mehr als 10.300 m2 Begrünung, rund 200 neue Bäume und 14 Mikrofreiräume entlang der Neubaustrecke tragen zu einer spürbaren Verbesserung des Stadtklimas bei. Entlang der Neubaustrecke entstehen außerdem 2.150 Meter neue Radwege – darunter ein baulich getrennter Zwei-Richtungs-Radweg in der Meiereistraße sowie neue Verbindungen über Stadionbrücke, Dr.-Natterer-Gasse und Würtzlerstraße. Gemeinsam mit der Verkehrsberuhigung im Prater stärken diese Maßnahmen die klimafreundliche Mobilität in Wien. Durch die Verlagerung vom Auto auf die Öffis können außerdem bis zu 1.300 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart werden.
Auch im 3. Bezirk sorgt der 18er für eine bessere Radverbindung: Zwischen Markhofgasse und Erdbergstraße ermöglicht ein neuer Zwei-Richtungs-Radweg eine durchgehende Verbindung vom Gürtel über den Donaukanal bis in den Prater und weiter über die Meiereistraße und Dr.-Natterer-Gasse bis zur Donau. Neue Radwege am Rennweg und in der Viehmarktgasse binden unter anderem das Vienna BioCenter und das Media Quarter St. Marx besser an.
„Mit der Verlängerung der Linie 18 machen wir einen wichtigen Schritt für eine moderne und lebenswerte Stadt. Der 18er bringt die Menschen künftig direkt vom Westen über Hauptbahnhof und St. Marx bis zur U2 Stadion und verbindet damit wichtige Knotenpunkte und Stadtentwicklungsgebiete. Gleichzeitig zeigen wir, dass Verkehrspolitik mehr sein kann als neue Straßenbahngleise: Mit der Verkehrsberuhigung im Prater, neuen Radwegen und rund 200 zusätzlichen Bäumen schaffen wir mehr Platz für Menschen und Grün. Das ist eine Investition in eine gute öffentliche Mobilität und in die Lebensqualität der Wiener*innen“, betont SPÖ-Klubvorsitzender Josef Taucher, Vorsitzender des Unterausschusses Wiener Stadtwerke.
„Mit der verlängerten Linie 18, die künftig rund sechs Millionen Fahrgäste pro Jahr nutzen werden, verbinden wir erstmals fünf U-Bahn-Linien, Haupt- und Westbahnhof, die S-Bahn, das Ernst-Happel-Stadion und den künftigen Fernbusterminal. Gleichzeitig beruhigen wir den Durchzugsverkehr im Prater und gewinnen wertvollen Platz für neue Bäume, sichere Fuß- und Radwege“, so Selma Arapović, Klubobfrau der NEOS Wien.
„Mit der erfolgreichen Probefahrt wird sichtbar, dass die neue Linie 18 Schritt für Schritt Realität wird. Für die Leopoldstadt bedeutet das eine deutliche Verbesserung der öffentlichen Anbindung: Unsere Bewohnerinnen und Bewohner erhalten künftig eine schnelle Direktverbindung in den 3. Bezirk und darüber hinaus. Besonders freut mich, dass dieses Projekt nicht nur die Mobilität verbessert, sondern auch mehr Begrünung und eine hochwertige Gestaltung des öffentlichen Raums in unseren Bezirk bringt“, so Alexander Nikolai, Bezirksvorsteher des 2. Bezirks.
„Mit der Verlängerung der Linie 18 gewinnt die Landstraße eine leistungsfähige neue Verbindung, die den Alltag vieler Menschen spürbar erleichtern wird. Ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder in der Freizeit – zahlreiche Ziele sind künftig einfacher und schneller erreichbar. Besonders freut mich, dass dieses Projekt weit über den Ausbau der Straßenbahn hinausgeht: Neue Radwege, zusätzliche Begrünung und die Aufwertung des öffentlichen Raums schaffen einen nachhaltigen Mehrwert für die Landstraße und erhöhen die Lebensqualität für alle“, ergänzt der Bezirksvorsteher des 3. Bezirks Erich Hohenberger.
Wichtige Alternative während der S-Bahn-Stammstreckensperre der ÖBB
Ein weiterer positiver Nebeneffekt der Linie 18: Während der S-Bahn-Stammstreckensperre der ÖBB ab 7. September bietet sie eine großräumige Ausweichmöglichkeit im Osten Wiens.
Fahrgäste können vom Hauptbahnhof oder von St. Marx über die U3 Schlachthausgasse direkt bis zur U2-Station Stadion weiterfahren. Gleichzeitig wird der Osten Wiens besser an die S7 in St. Marx angebunden. Die neue Öffi-Tangente trägt damit zur Entlastung und gleichmäßigeren Auslastung des Öffi-Netzes bei.
Ab 5. September: Neues Buskonzept rund um die neue Linie 18
Ab der Inbetriebnahme der Linie 18 wird auch das Busangebot rund um Stadion, Schlachthausgasse und Neu Marx neu geordnet. Die Linie 18 übernimmt die bisherige Strecke des 77A bis zur U2-Station Stadion. Der 77A fährt dann vom Rennweg über die Schlachthausgasse bis nach Neu Marx und übernimmt ab der Schlachthausgasse die bisherige Strecke des 80A. Öffi-Fahrgäste können sich auf längere Betriebszeiten freuen: Die Strecke Rennweg–Neu Marx wird dann sieben Tage die Woche von ca. 05:00 bis 00:30 Uhr vom 77A angefahren. Zwischen Lusthaus und Stadion ist die neue Buslinie 78A unterwegs. Auch beim 80A gibt es Anpassungen: Dieser fährt ab 5. September im dichteren Intervall zwischen Praterstern und Schlachthausgasse.
Die neue Strecke im Detail
Die Verlängerung der Linie 18 zwischen U3 Schlachthausgasse und U2 Stadion umfasst sieben neue Haltestellen:
- Die neue Strecke führt von der U3 Schlachthausgasse im 3. Bezirk Richtung Prater zur ersten neuen Haltestelle Ludwig-Koeßler-Platz.
- Weiter geht es über die Stadionbrücke in den Prater – mit der neuen Haltestelle Wasserwiese, welche die Kleingartenanlage besser erschließt.
- Im Prater quert die Linie 18 die Hauptallee und bietet Fahrgästen mit der neuen Haltestelle Stadionbad künftig eine komfortable Anreise zum Stadionbad.
- Mit der Haltestelle Ernst-Happel-Stadion können Fahrgäste künftig bequem mit der Straßenbahn bis zum Stadion fahren. Eine eigene Schleife ermöglicht bei Großveranstaltungen einen flexiblen Betrieb und zusätzliche Entlastung.
- Die Umkehrschleife im 2. Bezirk verläuft über den Handelskai und die Dr.-Natterer-Gasse mit den neuen Haltestellen Stadion U–Handelskai und Stadion U.
Weitere Informationen zur Linie 18 unter: wienerlinien.at/neubau/linie-18-verlaengerung.
Über die Wiener Linien
Mit U-Bahn, Straßenbahn, Bus, Fahrrad- und Carsharing verbinden die Wiener Linien Menschen und Mobilitätsangebote und leisten einen wesentlichen Beitrag zur hohen Lebensqualität in der Hauptstadt. Mehr als 900 Millionen Fahrgäste jährlich und eine Rekordzahl von mehr als 1,3 Millionen Stammkund*innen unterstreichen den Stellenwert der Wiener Linien als Rückgrat nachhaltiger Mobilität in Wien. Die Wiener Linien sind ein Unternehmen der Wiener Stadtwerke-Gruppe, dem größten Infrastrukturdienstleister im Großraum Wien.
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