• 24.08.2026, 08:34:32
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68 Tonnen Blei für Strahlenschutz: Oststeirer steuern Trockenbau für Millionenprojekt bei

Lieb Bau Weiz verantwortet den technisch anspruchsvollen Trockenbau für den 173-Millionen-Euro-Neubau der Radiologie am LKH Graz.

WEIZ (OTS) - 

(hier zu den Fotos, Fotos: Markus Kaiser). Mit dem Neubau der Universitätsklinik für Radiologie schafft das LKH-Universitätsklinikum Graz die infrastrukturellen Voraussetzungen für eine der modernsten radiologischen Einrichtungen Österreichs. Auf rund 20.000 Quadratmetern Nettogeschoßfläche entstehen sämtliche Einheiten der bildgebenden Diagnostik und Nuklearmedizin – von MRT- und CT-Systemen über interventionelle Radiologie bis hin zu hochspezialisierten Forschungsbereichen und Laboren. Dementsprechend gelten auch für die Bauausführung außergewöhnliche Anforderungen. Insbesondere der Trockenbau übernimmt dabei eine zentrale Funktion: Er ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass Strahlung innerhalb des Gebäudes kontrolliert bleibt und sensible Bereiche zuverlässig abgeschirmt werden.

Dafür zeichnet mit Lieb Bau Weiz ein heimischer Bauspezialist verantwortlich: „Der Radiologie-Neubau in Graz ist für uns ein Leuchtturmprojekt – nicht nur aufgrund seiner Größe, sondern insbesondere wegen der technischen Tiefe. Denn Trockenbau wird hier zur sicherheitsrelevanten Disziplin: Es geht um präzise Abschirmung unter höchsten medizinischen Anforderungen. Projekte dieser Art zeigen, dass wir nicht nur ausführen, sondern komplexe Anforderungen in funktionierende Systeme übersetzen können“, erklären Josef Gasser und Doris Enzensberger-Gasser, geschäftsführende Gesellschafter von Lieb Bau Weiz, unisono.

68 Tonnen Blei, null Fehlertoleranz

Die Dimensionen beeindrucken: Insgesamt wurden rund 18.000 Quadratmeter Wände und 14.000 Quadratmeter Vorwandkonstruktionen errichtet – ein erheblicher Teil davon mit integrierten Bleieinlagen von bis zu 16 Millimetern Stärke. „Wir sprechen hier von einem Gebäude, in dem Strahlung aktiv eingesetzt wird – und entsprechend vollständig kontrolliert werden muss. Das bedeutet: Jede Wand, jede Durchführung, jeder Anschluss ist sicherheitsrelevant. Wir haben rund 68 Tonnen Blei verarbeitet und jeden einzelnen Raum messtechnisch überprüft. Dass wir am Ende ohne Nachbesserungen ausgekommen sind, zeigt, auf welchem Niveau hier gearbeitet wurde“, erklärt Lieb-Projektleiter Stefan Luisser. Die Umsetzung erfolgt dabei in wesentlichen Teilen in Handarbeit: Jede Wanddurchführung, jede Öffnung, jede Installationsebene muss gesondert abgeschottet werden, um selbst kleinste Strahlungsleckagen auszuschließen. Ergänzt wird das System durch verstärkte Stahlzargen, Bleiglasfenster mit bis zu 300 Kilogramm Gewicht sowie komplexe Abschottungen im Deckenbereich.

In Spitzenzeiten waren bis zu 30 Lieb-Monteure gleichzeitig in mehreren Bauabschnitten im Einsatz. Aufgrund minimaler Lagerflächen musste das Material just-in-time angeliefert werden. Teilweise mit bis zu drei Lkw-Zügen pro Tag, abgestimmt auf sämtliche parallel laufenden Gewerke. Hinzu kommt die hohe Dichte an technischer Gebäudeausrüstung: Allein im Deckenbereich wurden rund 8.000 Quadratmeter abgehängte Konstruktionen realisiert, ergänzt durch mehr als drei Kilometer an Weitspannträgern, um Installationen und Raumhöhen von bis zu neun Metern abzubilden. Gleichzeitig mussten rund 850 Revisionsöffnungen integriert werden, um die Wartung der Systeme dauerhaft sicherzustellen.

In derart komplexen Vorhaben konnte Lieb Bau Weiz bereits mehrfach das unternehmenseigene Know-how unter Beweis stellen: So sind die Oststeirer aktuell unter anderem am Bau des Center of Physics in Zusammenarbeit mit der Universität Graz und TU-Graz beteiligt und realisierten zuletzt umfangreiche Ausbauarbeiten für eine Grazer Forschungseinrichtung – darunter die Verlegung von Fliesen auf einer Fläche von rund einem Hektar.

Rückfragen & Kontakt

Lieb Bau Weiz
Ing. Christoph Sammer, MBA BA
Telefon: 0664 2330908
E-Mail: [email protected]

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