- 21.08.2026, 17:16:02
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Bauernbund: Totschnig setzt umfassendes Dürrehilfepaket durch
Strasser: „Dieses Dürrehilfepaket sichert dringend notwendige Liquidität und schafft rasche Entlastung für unsere Bäuerinnen und Bauern.“
Nach intensiven Verhandlungen ist der Weg für ein umfassendes Dürrehilfepaket frei. Das Paket umfasst ein Entlastungsvolumen von 240 Mio. Euro. Größter Baustein ist die Entlastung in der Sozialversicherung in der Höhe von 140 Mio. Euro, das entspricht zwei Monatsbeiträgen. Zinsenzuschüsse für Betriebsmittelkredite und die Stundung von Agrarinvestitionskrediten schaffen dringend benötigte Liquidität auf den Höfen. Damit können betroffene Bauernfamilien Futter kaufen, ihre Tiere versorgen, laufende Verpflichtungen erfüllen und ihre Betriebe weiterführen. Die Hagelversicherung bleibt auch in Zukunft die wichtigste Vorsorge gegen Wetterrisiken in der Landwirtschaft. Daher werden zusätzliche 50 Mio. Euro für eine Aufstockung der Prämienzuschüsse im Jahr 2027 auf 65 % bereitgestellt.
„Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig hat angesichts der historischen Dürrekatastrophe vom ersten Tag an mit ganzer Kraft für unsere Bäuerinnen und Bauern gekämpft. Mit Fachwissen, Ausdauer und großem Verhandlungsgeschick hat er unterschiedliche Interessen zusammengeführt und eine wirksame und praxistaugliche Lösung erreicht. Dafür gebührt ihm unser ausdrücklicher Dank. Unser Dank gilt auch Bundeskanzler Christian Stocker für seinen Einsatz in den Verhandlungen“, betont Bauernbund-Präsident Abg.z.NR DI Georg Strasser.
Konkrete Entlastung auf den Höfen
Die Entlastung bei den Sozialversicherungsbeiträgen im vierten Quartal 2026 senkt die laufenden Kosten der Betriebe spürbar. Durch die Zinsenzuschüsse in der Höhe von 25 Mio. Euro für Betriebsmittelkredite können dringend benötigte Futtermittel sowie Saatgut und Düngemittel für den Herbstanbau finanziert werden. Die Stundung von Agrarinvestitionskrediten verschafft zusätzlichen finanziellen Spielraum, dafür werden nochmals 25 Mio. Euro Budget zur Verfügung gestellt. Damit setzt das Paket genau dort an, wo der Druck infolge der Dürre derzeit am größten ist.
Die historische Trockenheit hat in allen Bundesländern massive Schäden verursacht. Ernten sind ausgefallen, Wiesen verdorrt und auf zahlreichen tierhaltenden Betrieben fehlt das Futter für die kommenden Monate. Gleichzeitig laufen Kreditraten und andere betriebliche Kosten weiter. Die beschlossenen Maßnahmen helfen den Bauernfamilien dabei, diese außergewöhnliche Situation zu bewältigen und ihre Produktion aufrechtzuerhalten.
„Hinter den noch nie dagewesenen Schadenszahlen stehen Familien, die um die Zukunft ihrer Höfe kämpfen. Das Dürrehilfepaket leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, dass diese Betriebe weiterhin hochwertige Lebensmittel für die Menschen in Österreich produzieren können. Es geht somit nicht nur um die Existenz unserer Familienbetriebe, sondern auch darum, die heimische Lebensmittelversorgung langfristig abzusichern“, erklärt Strasser.
Rasche Umsetzung und Planbarkeit
Nun kommt es darauf an, dass die vereinbarten Maßnahmen schnell, unbürokratisch und treffsicher umgesetzt werden. Die betroffenen Betriebe müssen rasch Klarheit darüber erhalten, wann und wie die Entlastung wirksam wird.
„Das Paket schafft die dringend notwendige Grundlage. Jetzt zählt eine rasche und unbürokratische Umsetzung, damit die Unterstützung direkt auf den Höfen ankommt. Nur so erhalten die Betriebe die notwendige Planbarkeit für die kommenden Monate“, so Strasser abschließend.
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