- 20.08.2026, 10:02:03
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Klimaschutz ist Wirtschaftsschutz: Österreich darf seine Lebensgrundlagen nicht verspielen
Protect Our Winters warnt vor einem Klimagesetz, das kurzfristige Interessen über langfristige wirtschaftliche Vernunft stellt:
Österreich ist keine große Industrienation. Österreich ist das Land der Äcker und Berge. Wir sind führend in der biologischen Landwirtschaft in Europa und zählen zu den ambitioniertesten Ländern, wenn es um nachhaltigen und ressourcenschonenden Tourismus geht. Das hat auch die kürzlich veröffentlichte Tourismusstrategie unterstrichen.
Ressourcenschutz muss daher unser oberstes Gebot sein. Schon allein, um die beiden für Österreich besonders wichtigen Branchen Landwirtschaft und Tourismus sowie unsere generelle Wirtschafts- und Lebensgrundlage zu schützen.
Der Wirtschaftsbund hat offenbar andere Pläne. Mit einer ewig gestrigen Denkweise, die zahlreichen nationalen und internationalen Studien widerspricht, etwa der OECD-Studie 2025 oder den Analysen von Kontext aus 2024, will man sich offenbar alle Türen offenhalten: Schlupflöcher bei zu geringem Wirtschaftswachstum, möglichst wenig verbindliche Vorgaben und natürlich keine Sanktionen, wenn Klimaziele verfehlt werden.
Dabei ist die Faktenlage deutlich: Ambitionierter Klimaschutz und wirtschaftliche Entwicklung sind kein Widerspruch. Studien prognostizieren bei konsequenter Einhaltung von Klimazielen langfristig sogar ein deutlich höheres globales Wirtschaftswachstum von rund 0,2% bis 2040, bis zu 3% bis 2050 und bis hin zu 13% bis 2100. Voraussetzung dafür ist eine langfristige, verlässliche Planung. Genau das ist es, was Unternehmen seit Jahren fordern.
Die aktuelle Belastung vieler Unternehmen ist aber real. Sie ist aber zu einem wesentlichen Teil Folge fossiler Energiekrisen und der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und nicht der Energiewende. Wer diese Zusammenhänge ignoriert, verwechselt Ursache und Wirkung.
Obwohl gerade die Industrie von einer ambitionierten Klimapolitik profitieren kann, setzt der Wirtschaftsbund mit seinem kurzfristigen und faktenfernen Denken die Grundlagen von Landwirtschaft, Tourismus und damit letztlich die Ressourcen und Lebensgrundlage von uns allen aufs Spiel.
Was es neben verbindlichen Zielen braucht, sind klare und ambitionierte Maßnahmen, die nachhaltiges Wirtschaften belohnen und unsere Ressourcen schützen.
- Klimaschädliche Subventionen müssen endlich abgebaut werden. Freiwerdende Mittel müssen gezielt in die klimaneutrale Transformation investiert werden.
- Öffentliche Förderungen für die Industrie müssen stärker an verbindliche und überprüfbare Klimaziele geknüpft werden.
- Der CO₂-Preis sollte schrittweise auf 150 bis 200 Euro pro Tonne steigen, damit die tatsächlichen Folgekosten fossiler Energien besser berücksichtigt werden. Die daraus entstehenden Einnahmen können beispielsweise durch Entlastungen an Haushalte zurückgegeben werden.
- Investitionen in Klimaschutz müssen dort priorisiert werden, wo sie gleichzeitig wirtschaftlich sinnvoll sind. Zb. bei Gebäudesanierung, erneuerbaren Energien, Netzen und Speichern, öffentlicher Mobilität oder der Dekarbonisierung der Industrie.
Denn die Schäden für die Landwirtschaft sind nur ein Teil der Rechnung. Hinzu kommen steigende Kosten für das Gesundheitssystem, mehr Hitzetote, höhere Lebensmittelpreise infolge von Ernteausfällen und eine sinkende Leistungsfähigkeit durch zunehmende Hitze. Was heute noch als „Ausnahmejahr“ bezeichnet wird, wird künftig immer häufiger Realität werden. Extremwetterereignisse nehmen zu und mit ihnen die wirtschaftlichen Schäden.
Prävention ist kein Luxus. Prävention ist die wirtschaftlich vernünftigere Antwort auf eine Krise, deren Kosten jedes Jahr größer werden.
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Moritz Nachtschatt | Geschäftsführer POW.AT | +436769431485 | moritz@
protectourwinters.at
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