• 19.08.2026, 12:03:08
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FPÖ-Fiedler: „Unsere Kinder brauchen Deutsch, keine sprachlichen Parallelwelten“

26 Mio. Euro für Erstsprachenunterricht - FPÖ NÖ fordert Umschichtung in Deutschförderung

Sankt Pölten (OTS) - 

„Die Antwort des Bildungsministers auf eine parlamentarische Anfrage zeigt: Österreich gibt jährlich rund 26 Millionen Euro für den Erstsprachenunterricht aus. Gleichzeitig erreicht rund ein Viertel der 15-Jährigen nicht einmal die grundlegende Lesekompetenz. Das ist eine völlig falsche Prioritätensetzung“, erklärt FPÖ Niederösterreich Bildungssprecher LAbg. Helmut Fiedler.

Österreich gehöre bei den Bildungsausgaben pro Schüler zu den Spitzenreitern der OECD. „Wir geben viel Geld aus, schaffen es aber trotzdem nicht, allen Kindern die wichtigste Grundlage für ihren Bildungsweg mitzugeben: Deutsch lesen, schreiben und verstehen zu können“, so Fiedler weiter.

Der Erstsprachenunterricht stamme aus einer Zeit völlig anderer Voraussetzungen. „Er war ursprünglich ein Zugeständnis an die damaligen Gastarbeiterfamilien, um deren Kindern bei einer späteren Rückkehr in ihr Herkunftsland die Reintegration zu erleichtern. Dieses klassische Gastarbeitermodell gibt es heute nicht mehr. Damit muss auch der Sinn eines staatlich finanzierten Erstsprachenunterrichts neu bewertet werden“, erläutert Fiedler.

Die frei werdenden Millionen müssten stattdessen konsequent in kleinere Deutschfördergruppen, zusätzliche Förderstunden und gezielte Sprachprogramme fließen. Besonders problematisch sei, dass selbst in Österreich geborene Kinder teilweise mit unzureichenden Deutschkenntnissen in das Bildungssystem eintreten.

„Integration beginnt nicht erst am Schultor. Wer dauerhaft mit seiner Familie in Österreich lebt, hat die Verantwortung, dafür zu sorgen, dass seine Kinder rechtzeitig und ausreichend Deutsch lernen. Deshalb muss Deutsch auch im familiären Alltag aktiv gefördert und Eltern in die Pflicht genommen werden“, sagt Fiedler.

Die Pflege der Herkunftssprache im privaten Umfeld stehe jeder Familie frei. „Die Schule aber hat die Aufgabe, Kinder über eine gemeinsame Sprache zusammenzuführen. Und diese gemeinsame Sprache ist Deutsch.“

Fiedler fordert daher eine klare Kurskorrektur: „Der staatlich finanzierte Erstsprachenunterricht gehört aus dem Regelschulsystem gestrichen. Die rund 26 Millionen Euro müssen in Deutschförderung und kleinere Lerngruppen investiert werden. Unsere Kinder brauchen Deutsch, keine sprachlichen Parallelwelten.“

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