- 19.08.2026, 10:37:32
- /
- OTS0052
FCG-ÖAAB-AK-Fraktion: Mehr arbeiten ist kein Zukunftsprogramm
Klare Absage an die Fantasien der Industriellenvereinigung
Die Forderung der Industriellenvereinigung Niederösterreich nach einer 41-Stunden-Woche und der Streichung gesetzlicher Feiertage ist entschieden abzulehnen. Österreichs Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer brauchen keine weitere Ausdehnung der Arbeitszeit. Sie brauchen faire Arbeitsbedingungen, sichere Arbeitsplätze und eine Wirtschaftspolitik, die auf Innovation, Investitionen und Produktivität setzt. Fritz Pöltl, FCG-ÖAAB-Fraktionsführer in der Arbeiterkammer Wien, betont: „Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben ihren Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg Österreichs längst geleistet. Jetzt pauschal eine 41-Stunden-Woche und die Streichung von Feiertagen zu verlangen, ist der falsche Weg. Angesichts dieser Forderung könnte man meinen, die anhaltende Hitze habe auch bei der IV Spuren hinterlassen.“ Eine generelle Verlängerung der Arbeitszeit würde vor allem jene treffen, die bereits heute hohe Belastungen tragen. Für Eltern, pflegende Angehörige, Pendlerinnen und Pendler sowie Beschäftigte in körperlich und psychisch belastenden Berufen bedeutet jede zusätzliche Arbeitsstunde eine weitere Einschränkung ihrer Lebensqualität. Auch die Forderung nach der Streichung von Feiertagen ist abzulehnen. „Freizeit und Erholung sind keine Geschenke der Wirtschaft, sondern wichtige Voraussetzungen dafür, dass Menschen dauerhaft gesund und leistungsfähig bleiben“, stellt Pöltl klar.
Beschäftigte dürfen nicht für Versäumnisse der Wirtschaft bezahlen
„Wir dürfen nicht zulassen, dass die Beschäftigten zum Lückenbüßer für wirtschaftspolitische Versäumnisse gemacht werden. Mehr Arbeitsstunden auf dem Papier schaffen noch keine höhere Wettbewerbsfähigkeit. Wir brauchen Investitionen in die Menschen, in Ausbildung und Qualifikation sowie in moderne Arbeitsplätze“, bekräftigt Peter Gattinger, FCG/GPA Wien-Vorsitzender, die Position der FCG-ÖAAB-AK Fraktion. Gerade der technische Fortschritt eröffnet die Möglichkeit, Arbeit produktiver zu gestalten. Digitalisierung und Automatisierung sollten dazu beitragen, die Menschen zu entlasten – und nicht dazu führen, dass die gewonnene Produktivität dann in noch längere Arbeitszeiten umgewandelt wird. „Eine 41-Stunden-Woche ist kein Zukunftsmodell. Österreich braucht keine Rückkehr zur Logik >mehr Stunden = mehr Wohlstand<, so Pöltl und Gattinger.
„Daher gilt für uns klar: keine 41-Stunden-Woche. Keine Streichung von Feiertagen. Kein Sozialabbau durch die Hintertür“, so die beiden Christgewerkschafter abschließend.
Rückfragen & Kontakt
FCG-ÖAAB-AK Fraktion Wien
Fritz Pöltl
Telefon: 01-53444 79481
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.besserewienerarbeit.at/
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FWI






