• 19.08.2026, 10:26:03
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Grüne Wien/Prack ad Nevrivy: Wer 100.000 Gemeindewohnungen verkaufen will, verspielt endgültig das Erbe des Roten Wien

Wenn ranghoher SPÖ-Politiker von Gemeindebauverkauf spricht, ist Feuer am Dach – Grüne bringen Antrag im Gemeinderat ein & fordern Anti-Privatisierungsgesetz für sozialen Wohnbau

Wien (OTS) - 

„Leistbarer Wohnraum ist eine der zentralen Säulen für soziale Gerechtigkeit. Dass ein ranghoher SPÖ-Funktionär, enger Bürgermeister-Vertrauter und Bezirksvorsteher offensichtlich am liebsten 100.000 Gemeindewohnungen verkaufen würde, ist hochgradig fahrlässig. Wenn die Tür zum Weinkeller ins Schloss fällt, fällt offensichtlich auch das Bekenntnis zum sozialen Wohnbau, einem Grundpfeiler der sozialen Gerechtigkeit in Wien“, so Georg Prack, Klubobmann und Wohnsprecher der Wiener Grünen, angesichts der heute in „profil“ bekanntgewordenen Aussagen Nevrivys, und weiter: „Die Mieten in Wien gehen durch die Decke und die SPÖ ist weiterhin dabei, das Erbe des Roten Wien zu verspielen.“

Grüne fordern Anti-Privatisierungsgesetz für Gemeindebau

„Es ist unbegreiflich, wie man so verantwortungslos sein kann, die schwerwiegenden Fehler aus anderen Großstädten wie Berlin und London, tatsächlich in Wien wiederholen zu wollen“, kritisiert Prack. Für die erste Gemeinderatssitzung nach dem Sommer bringen die Wiener Grünen einen Antrag ein, mit dem sichergestellt werden soll, dass kein einziger Gemeindebau verkauft werden kann. „Es braucht ein Bekenntnis, das ein für alle Mal klarstellt, dass der Gemeindebau in öffentlicher Hand bleibt. Wir fordern zusätzlich ein Anti-Privatisierungsgesetz für den sozialen Wohnbau. Denn, wenn ein ranghoher SPÖ-Funktionär vom Gemeindebauverkauf spricht, ist Feuer am Dach“, hält Prack fest.

Mächtige Immo-Lobby in der SPÖ

„Dass sich der Machtzirkel der Wiener SPÖ inklusive Bürgermeister überhaupt gemeinsam mit der Immobilienbranche an einen Tisch setzt und offensichtlich über eine Privatisierung von Gemeindebauten gesprochen wird, lässt alle Alarmglocken schrillen. Hier besteht dringender Aufklärungsbedarf seitens der SPÖ und des Bürgermeisters. Wie gewichtig die Immo-Lobby innerhalb der SPÖ ist, zeigt, wie wenig es der SPÖ um leistbaren Wohnraum geht, und wie sehr es nur noch um Männerbünde und gegenseitige Interessen geht. Es ist allerhöchste Zeit, dass die Wiener SPÖ endlich Schluss macht mit dieser Hinterzimmer-Politik", so Prack abschließend.

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