• 18.08.2026, 12:38:02
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Austropapier: Klimaziele dürfen nicht zum Wettbewerbsnachteil für Österreichs Industrie werden

Papierindustrie warnt vor zusätzlichen Belastungen für den Industriestandort durch österreichischen Alleingang bei Klimazielen

Wien (OTS) - 

Austropapier fordert europäischen Gleichklang bei den Klimazielen. Eine rechtliche Festlegung der Klimaneutralität Österreichs bereits 2040 würde den Standort und die heimischen Unternehmen zusätzlich belasten, während auf europäischer Ebene weiterhin Klimaneutralität bis 2050 vorgesehen ist. Laut einer aktuellen EcoAustria-Studie könnte ein österreichischer Alleingang durch das über die EU-Vorgaben hinausgehende Vorziehen der Klimaneutralität je nach Szenario volkswirtschaftliche Kosten von 1,7 bis 2,6 Prozent des BIP verursachen.

„Unsere Industrie steht in einem intensiven globalen Wettbewerb – umso wichtiger ist es, nicht zusätzlich Wettbewerbsunterschiede innerhalb Europas zu schaffen. Wenn Österreich Klimaneutralität bereits 2040 verbindlich erreichen muss, während auf EU-Ebene weiterhin 2050 gilt, steigt der Anpassungs- und Investitionsdruck für heimische Unternehmen deutlich. Dem Klima ist nicht geholfen, wenn Produktion und Investitionen dadurch in Mitgliedstaaten verlagert werden, die länger unter weniger ambitionierten Vorgaben produzieren können. Klimaschutz muss daher europäisch abgestimmt sein und industrielle Wertschöpfung am Standort sichern“, betont Austropapier-Präsident Martin Zahlbruckner.

Die österreichische Papier- und Zellstoffindustrie hat sich selbst klare Klimaziele gesetzt: Bis 2030 sollen die fossilen Scope 1 und 2 CO₂-Emissionen um 43,5 Prozent gegenüber 2021 sinken. Langfristig verfolgt die Branche mit ihrer „Road to Net Zero“ das Ziel der Klimaneutralität bis 2050. Entscheidend ist, dass dieser Transformationspfad unter verlässlichen und wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen umgesetzt werden kann.

„Die österreichische Papierindustrie exportiert rund 90 Prozent ihrer Produktion. Unsere Unternehmen stehen damit unmittelbar im europäischen Wettbewerb. Wenn Österreich Klimaneutralität bereits 2040 verbindlich erreichen muss, während auf EU-Ebene weiterhin 2050 als gemeinsames Ziel gilt, entsteht für heimische Unternehmen zusätzlicher Kosten- und Investitionsdruck, der sich im internationalen Wettbewerb nicht einfach weitergeben lässt. Entscheidend ist daher, dass zusätzliche nationale Vorgaben nicht zu einem Kostennachteil für exportorientierte Unternehmen am Standort Österreich werden“, betont Zahlbruckner.

Austropapier spricht sich daher dafür aus, die österreichische Klima- und Industriepolitik an jener der Europäischen Union zu orientieren und zusätzliche nationale Wettbewerbsnachteile zu vermeiden.

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Austropapier
Martin Pepiciello, MA
E-Mail: [email protected]

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