• 18.08.2026, 10:00:12
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FSG-younion: Gleichstellung im Sport ist keine Verhandlungsmasse

Solidarität mit Österreichs Eishockeyspielerinnen – Verband muss endlich seiner Verantwortung nachkommen

Wien (OTS) - 

Die FSG-younion, Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter:innen in der younion _ Die Daseinsgewerkschaft, stellt sich mit Nachdruck hinter die österreichischen Eishockey-Nationalspielerinnen und deren berechtigte Forderungen nach Gleichbehandlung, Respekt und fairen Rahmenbedingungen. Die aktuelle Eskalation im Konflikt mit dem Österreichischen Eishockeyverband (ÖEHV) ist aus Sicht der FSG-younion ein deutliches Zeichen dafür, dass die Anliegen der Athletinnen über einen viel zu langen Zeitraum ignoriert wurden. Grundlage unseres Handelns sind die sozialdemokratischen Werte von Solidarität, Gleichstellung und sozialer Gerechtigkeit, die auch in den Grundwerten der FSG-younion fest verankert sind. Öffentliche und gesellschaftliche Institutionen tragen Verantwortung dafür, Diskriminierung abzubauen und gleiche Chancen für Frauen und Männer sicherzustellen.

„Wer Höchstleistungen für Österreich erbringt, verdient Respekt, Anerkennung und faire Bedingungen. Es kann nicht sein, dass Frauen im Spitzensport noch immer um Rechte kämpfen müssen, die andernorts längst selbstverständlich sind. Die Forderungen der Spielerinnen sind legitim und nachvollziehbar. Gleichstellung darf kein Lippenbekenntnis sein, sondern muss sich auch in den Entscheidungen eines Sportverbandes widerspiegeln“, betont Vorsitzender der FSG-younion, Christian Meidlinger.

Besonders bemerkenswert ist, dass die betroffenen Spielerinnen trotz ihres historischen sportlichen Erfolges den schwierigen Schritt gewählt haben, öffentlich auf Missstände aufmerksam zu machen. Der erstmalige Aufstieg des Frauen-Nationalteams in die Top Division des internationalen Eishockeys hätte eigentlich Anlass sein müssen, den Frauen im österreichischen Eishockey den Rücken zu stärken. Stattdessen sehen sich die Athletinnen weiterhin mit Benachteiligungen, mangelnder Wertschätzung und unzureichenden Rahmenbedingungen konfrontiert.

„Gleichstellung ist keine Bitte, sie ist ein Recht! Frauen im Sport sind Leistungsträgerinnen, dennoch kämpfen sie nach wie vor mit strukturellen Hürden. Es ist inakzeptabel, dass Spielerinnen unter anderem Urlaubstage, Freizeit und eigenes Geld investieren müssen, während die Leistungen der Männer längst abgegolten werden.
Trotz unzureichender Rahmenbedingungen und systematischer Benachteiligung erbringen Athletinnen Höchstleistungen. Den Spielerinnen des österreichischen Eishockey Frauen-Nationalteams gebührt höchster Respekt und volle Solidarität – der Verband muss im Sinne der Athletinnen agieren. Gerechtigkeit bedeutet, gleiche Leistung gleich zu behandeln. Gleichstellung ist kein Privileg, sondern ein grundlegendes Recht“, stellt geschäftsführende Bundesfrauenvorsitzende der FSG-younion, Sabine Slimar-Weißmann, klar.

Die FSG-younion spricht in diesem Zusammenhang auch der younion-Sportgewerkschaft und insbesondere ihrem langjährigen Engagement für die betroffenen Athletinnen Anerkennung aus. Über Monate hinweg wurden Gespräche gesucht, Verbesserungsvorschläge eingebracht und Lösungen angestrebt. Dass es dennoch zu dieser Eskalation kommen musste, zeigt aus Sicht der FSG-younion den dringenden Handlungsbedarf innerhalb des Verbandes.

„Die Spielerinnen haben unglaubliche Geduld bewiesen und immer wieder konstruktiv nach Lösungen gesucht. Niemand verweigert aus Jux und Tollerei die Teilnahme an einem Nationalteam-Camp. Wenn Leistungsträgerinnen diesen Schritt gehen, dann deshalb, weil sie sich über lange Zeit nicht ernst genommen gefühlt haben. Ich danke jeder einzelnen Spielerin für ihren Mut und ihre Haltung. Ebenso braucht es jetzt die Bereitschaft des Verbandes, endlich auf Augenhöhe zu handeln und echte Verbesserungen umzusetzen“, so der Vorsitzender der Eishockeyspieler:innen UNION innerhalb der younion-Sportgewerkschaft, Sascha Tomanek abschließend.

Für die FSG-younion ist klar: Gleichbehandlung, Respekt und faire Arbeits- und Leistungsbedingungen dürfen weder im Berufsleben noch im Sport von Geschlecht oder Machtverhältnissen abhängig sein. Die Verantwortlichen im ÖEHV sind nun gefordert, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen und konkrete Schritte für eine gerechte Zukunft des Frauen-Eishockeys in Österreich zu setzen. Solidarität bedeutet, an der Seite jener zu stehen, die für Fairness kämpfen – und genau das tun die Spielerinnen heute mit bemerkenswerter Courage.

Rückfragen & Kontakt

FSG-younion - Sozialdemokratische Gewerkschafter:innen in der younion
_ Die Daseinsgewerkschaft
Hans Adrian Dorfmeister-Pölzer
Telefon: +436646145300
E-Mail: [email protected]
Website: http://www.younion-fsg.at

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