• 18.08.2026, 09:56:33
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Freiwilliges Umweltjahr: Engagement für Umwelt und Klima darf nicht geschwächt werden

Die Jugend-Umwelt-Plattform JUMP warnt vor Abschaffung der Anrechenbarkeit des Freiwilligen Umweltjahres FUJ als Zivildienstersatz!

Wien (OTS) - 

Angesichts der laufenden Debatte über die Reform von Wehr- und Zivildienst warnt die Jugend-Umwelt-Plattform JUMP davor, das Freiwillige Umweltjahr FUJ künftig nicht mehr als Ersatz für den Zivildienst anzuerkennen. Eine solche Entscheidung würde eine bewährte Form des freiwilligen Engagements junger Menschen schwächen und mehr als 80 gemeinnützige Organisationen im Umwelt-, Natur- und Klimaschutz unmittelbar treffen.

„Wer Österreich krisenfester machen will, darf Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz nicht aus der zivilen Landesverteidigung ausklammern. Gerade angesichts zunehmender Extremwetterereignisse und der aktuellen Dürre brauchen wir junge Menschen, die bereit sind, Verantwortung für unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu übernehmen“, betont JUMP.

Derzeit nehmen rund 100 junge Menschen pro Jahr am Freiwilligen Umweltjahr FUJ teil, etwa 70 davon sind junge Männer. Sie engagieren sich unter anderem in Nationalparks, Umweltorganisationen und Bildungseinrichtungen sowie im Natur- und Biodiversitätsschutz und in der nachhaltigen Landwirtschaft. Gemeinsam leisten FUJ-Teilnehmende rund 133.000 Stunden gemeinnützige Arbeit pro Jahr.

Kleines Programm mit großer Wirkung

Im Verhältnis zum regulären Zivildienst ist die Zahl jener, die das FUJ als Zivildienstersatz absolvieren, äußerst gering: Rund 70 jungen Männern pro Jahr wird dieser Weg ermöglicht. Für die mehr als 80 beteiligten Organisationen ist ihre Arbeit dennoch von großer Bedeutung – insbesondere für kleinere gemeinnützige Einrichtungen und Organisationen im ländlichen Raum.

„Es geht um ein kleines und klar begrenztes Programm, das sich seit Jahren bewährt hat und einen hohen gesellschaftlichen Mehrwert schafft. Dieses Angebot ersatzlos zu streichen, würde funktionierende Strukturen schwächen, ohne die Sicherheit Österreichs zu erhöhen.“

Umwelt- und Klimaschutz sind Teil moderner Sicherheitspolitik

Die aktuelle Dürre und zunehmende Extremwetterereignisse zeigen, dass Klimafolgen auch Fragen der Versorgungs- und Ernährungssicherheit sowie der regionalen Resilienz sind. Eine zeitgemäße Definition ziviler Landesverteidigung muss daher Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz mitdenken.

Das FUJ unterstützt maßgeblich dabei. Freiwillige engagieren sich in nachhaltiger Landwirtschaft, Biodiversitäts- und Ressourcenschutz, Umweltbildung und erneuerbaren Energien. Gleichzeitig bietet das Programm jungen Menschen Orientierung und Qualifizierung; viele entscheiden sich anschließend für eine Ausbildung oder berufliche Laufbahn im Umwelt-, Klima- oder Landwirtschaftsbereich.

Weiterentwicklung statt Abschaffung

JUMP fordert daher den Erhalt der gesetzlichen Möglichkeit, das Freiwillige Umweltjahr als Zivildienstersatz anzuerkennen. Gleichzeitig ist JUMP bereit, das bestehende Modell gemeinsam mit der Politik weiterzuentwickeln.

„Eine zukunftsorientierte Landesverteidigung braucht nicht weniger Engagement für Umwelt und Klima, sondern mehr. Junge Menschen, die bereit sind, ein Jahr ihrer Zeit für unsere Gesellschaft und unsere natürlichen Lebensgrundlagen einzusetzen, verdienen Unterstützung – keine zusätzlichen Hürden.“

Rückfragen & Kontakt

Jugend-Umwelt-Plattform JUMP
Vanessa Geismayr, BSc., Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0676852429-106
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.fuj.at

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