• 17.08.2026, 13:06:02
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Dänischer Migrationsminister zu Arbeitsgespräch in Wien

Österreich und Dänemark seit Jahren Vorreiter für Asylverfahren und Errichtung von Rückkehrzentren außerhalb Europas

Wien (OTS) - 

Innenminister Gerhard Karner traf am 17. August 2026 den dänischen Migrationsminister Morten Bødskov zum Arbeitsgespräch in Wien. Im Mittelpunkt der Beratungen standen die Umsetzung von Asylverfahren sowie von Rückkehrzentren in Staaten außerhalb der Europäischen Union.

Österreich und Dänemark zählen gemeinsam mit den Niederlanden, Deutschland und Griechenland zur Gruppe jener europäischen Staaten, die konsequent an der Realisierung dieser Modelle arbeiten. Das Ziel ist klar: die Durchführung von Asylverfahren und die Einrichtung von Rückkehrzentren in Staaten außerhalb Europas.

Asylanträge sollen künftig auch außerhalb der EU abgewickelt werden, Migrantinnen und Migranten im jeweiligen Nicht-EU-Land aufgenommen oder von jenem Land zurückgeführt werden.

Beide Maßnahmen sind eine Signalwirkung und können bei der Bekämpfung der Schlepperkriminalität mitwirken.

Österreich und Dänemark – Vorreiter in Europa

Österreich und Dänemark setzen sich bereits seit Jahren gemeinsam für Asylverfahren und Rückkehrzentren in Staaten außerhalb Europas ein. Seit 2023 haben beide Länder auch in den Verhandlungen auf EU-Ebene die Möglichkeit zur Umsetzung von Asylverfahren und Rückkehrzentren außerhalb Europas eingefordert.

Mit dem europäischen Asylpakt und der neuen Rückkehr-Verordnung wurden inzwischen auf EU-Ebene die rechtlichen Grundlagen für entsprechende Maßnahmen geschaffen. „Österreich und Dänemark sind seit rund vier Jahren enge Partner und damit auch Antreiber für Asylverfahren und Rückkehrzentren in Staaten außerhalb Europas“, sagte Innenminister Gerhard Karner. „Nun arbeiten wir gemeinsam – konkret und konsequent – an deren Umsetzung.“

Der dänische Migrationsminister Bødskov betonte: “We need to be more focused on our borders, including that we have to be able to send people to return hubs. Fair to say that when we started, we tried to fight alone, but the legal ground is clear now and more and more countries have the vision of return hubs. Now we can take the next step to come closer to concrete the project.”

Ziel bis Ende des Jahres sei es, mindestens ein Partnerland zur Umsetzung eines Return Hubs zu fixieren, um nächstes Jahr mit einem ersten Projekt starten zu können. Damit soll ein wesentlicher Beitrag geleistet werden, um in Europa wieder „Herr im eigenen Haus zu werden“, betonte Karner. Der Status der aktuellen Gespräche soll im Rahmen eines Treffens der Gruppe der Umsetzer am 4. September in Kopenhagen evaluiert und weitere Schritte gesetzt werden.

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