• 13.08.2026, 12:21:02
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Grüne Wien/Götze, Fallmann: U-Bahnausbau Rothneusiedl weiter am Wartegleis – SPÖ lässt Menschen in Favoriten im Stich

Anfragebeantwortung durch Hanke zeigt einmal mehr die falschen Prioritäten der SPÖ auf: Milliarden für Lobautunnel, kein Geld für den U-Bahnausbau

Wien (OTS) - 

„Für die U-Bahn gibt's kein Geld während für den Lobautunnel Milliarden locker gemacht werden. Das ist ungerecht gegenüber den Menschen, die auf die Öffis angewiesen sind und außerdem völlig verantwortungslos angesichts der immer weiter fortschreitenden Klimakrise. Minister Hanke setzt weiterhin verlässlich die falschen Prioritäten“, so Elisabeth Götze, Abgeordnete zum Nationalrat und Mobilitätssprecherin der Grünen, zur heutigen Beantwortung ihrer Anfrage durch Verkehrsminister Hanke (SPÖ). Nachdem im Herbst 2025 massive Verspätungen beim U-Bahnausbau in Wien bekannt wurden, hat es von Seiten der SPÖ mehrfach geheißen, dass die noch ausstehende Finanzierungsvereinbarung für die U-Bahnverlängerung nach Rothneusiedl zeitnah erfolgen solle. Die Grünen wollten in ihrer Anfrage daher von Hanke wissen, wo die Finanzierungsvereinbarung bleibt, mit welchen Kosten gerechnet wird und wann der Bau erfolgen soll. Die Anfragebeantwortung durch Hanke zeichnet ein desaströses Bild – Hanke fühlt sich offenbar nicht zuständig. Die Frage, warum die Finanzierungsvereinbarung, die im März 2025 angekündigt wurde, nicht abgeschlossen wurde, lässt Hanke unbeantwortet. Es dürfte derzeit noch nicht einmal konkrete Gespräche über eine Finanzierungsvereinbarung geben.
Das ewige Hinhalten und Verschieben der dringend benötigten Verbesserungen im Öffi-Netz sei den Menschen in Wien und speziell Favoriten nicht zumutbar, so die Grünen. „Ob bei der fehlenden U-Bahnverlängerung Wienerberg, der verzögerten U1-Verlängerung Rothneusiedl oder der schlecht gemanagten Stammstreckensperre – die Menschen in Favoriten werden von der SPÖ gleich mehrfach im Stich gelassen“, kritisiert Katrin Fallmann, Klubobfrau Grüne Favoriten.

U-Bahnanbindung zentral für autofreies Konzept

Das Bauprojekt Rothneusiedl basiert auf einem weitgehend autofreien Konzept – umso wichtiger ist die U-Bahnanbindung. Von den 21.000 Bewohner:innen sollen die ersten bereits Mitte der 2030er einziehen. Die Verlängerung wird aber frühestens 2040 fertig gestellt. „Wenn die Menschen mit Bussen zur U-Bahn gebracht werden sollen, wird das nur noch mehr Stau im Morgenverkehr auf der Himbergerstraße verursachen“, so Fallmann. „Das Bauprojekt Rothneusiedl wird von der SPÖ als ‚Klimamusterstadt‘ verkauft, gleichzeitig wird klimafreundliche Mobilität dabei aber bestenfalls nachranging behandelt. Stattdessen werden die Bewohner:innen wieder in die Abhängigkeit vom Auto gedrängt und mehr Verkehrsbelastung verursacht“, so Fallmann.
„Besonders absurd ist, dass es die Wiener SPÖ und ihre Genoss:innen im Bund nicht schaffen, sich abzustimmen und die Mobilität im Sinne der Menschen voranzutreiben. Sowohl im Rathaus als auch auf Bundesebene ist die SPÖ in der Verantwortung, aber es gelingt ihnen einfach keine Lösung. Die Wiener:innen haben sich etwas Besseres verdient“, so Götze abschließend.

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