- 11.08.2026, 09:28:32
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Grüne Wien/Wirnsberger zu Dürreschäden: "Klimakrise ist längst auf unseren Feldern angekommen"
Zwei Millionen Euro Dürreschaden in Wiener Landwirtschaft – Grüne fordern Schutz wertvoller Agrarflächen und Wasserentnahmeregister.
Die gestern bekannt gewordenen Dürreschäden zeigen erneut, wie unmittelbar die Klimakrise die Landwirtschaft und damit unsere Lebensmittelversorgung trifft. "In Wien beläuft sich der Schaden auf rund zwei Millionen Euro. Die Klimakrise ist schon längst auf unseren Feldern angekommen", sagt Tina Wirnsberger, Landwirtschafts- und Umweltsprecherin der Grünen Wien.
Aufgrund der Struktur der Wiener Landwirtschaft fallen die Schäden zwar geringer aus als in anderen Regionen Österreichs: Gemüsebau spielt eine wichtigere Rolle als der besonders stark von der heurigen Dürre betroffene Getreideanbau. Dennoch gibt es dringenden Handlungsbedarf, so Wirnsberger: „Die Wiener Landwirt:innen versorgen hunderttausende Menschen mit frischen Lebensmitteln direkt aus der Region. Gerade in Zeiten zunehmender Hitze und Dürre sehen wir, wie wertvoll eine vielfältige und kleinstrukturierte Landwirtschaft für unsere Ernährungssouveränität ist. Wer regionale Lebensmittelproduktion erhalten will, muss deshalb ihre wichtigste Grundlage schützen: ein stabiles Klima, fruchtbare Böden und ausreichend Wasser."
Für Wirnsberger folgt daraus ein klarer politischer Auftrag: „Wir können es uns nicht leisten, weiter wertvolle Böden zu verbauen. Die Lobauautobahn ist ein Betonprojekt auf den Esslinger Feldern. Sie muss umgehend von Verkehrsminister Hanke und Bürgermeister Ludwig endgültig abgesagt und der Erhalt weiterer wertvoller Ackerflächen wie im Donaufeld ebenfalls gesichert werden. Jeder Hektar fruchtbarer Boden, der heute zubetoniert wird, fehlt uns morgen für regionale Lebensmittelproduktion, Wasserspeicherung und Kühlung.“
Auch beim Umgang mit der knapper werdenden Ressource Wasser brauche es mehr Transparenz. Die Grünen erneuern daher ihre Forderung nach einem Wasserentnahmeregister. „Angesichts zunehmender Dürre müssen wir wissen, wo, wie viel und wofür Wasser entnommen wird. Nur mit einer verlässlichen Datengrundlage können wir unsere Wasserressourcen langfristig schützen und gerecht nutzen“, so Wirnsberger abschließend.
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