- 10.08.2026, 16:44:02
- /
- OTS0068
Bauernbund: SPÖ muss Blockadehaltung bei Dürrehilfe aufgeben
Strasser: „Totschnig legt Tempo vor. Das SPÖ-geführte Finanzministerium muss jetzt den notwendigen Spielraum schaffen.“
Die Schadensbilanz der Österreichischen Hagelversicherung bestätigt die historische Dimension der Dürrekatastrophe. Der bisherige Gesamtschaden in der heimischen Landwirtschaft wird auf eine Milliarde Euro geschätzt. Betroffen sind sämtliche Bundesländer und nahezu alle Kulturen. Gleichzeitig verschärft sich die Futterknappheit in der Tierhaltung. Im Grünland wird der Ertragsausfall bereits auf 45 Prozent geschätzt, bei Kulturen wie Mais auf rund 25 Prozent und beim Getreide auf 14 Prozent. Regional liegen die Einbußen noch deutlich höher.
„Die notwendige Hilfe für unsere Bäuerinnen und Bauern ist kein Wunsch der ÖVP, sondern Aufgabe der gesamten Bundesregierung. Ein Dürreschaden von einer Milliarde Euro ist bittere Realität auf unseren Höfen. Dahinter stehen vernichtete Ernten, fehlendes Futter und Bauernfamilien, die um die Zukunft ihrer Betriebe kämpfen. Das SPÖ-geführte Finanzministerium muss seine Blockadehaltung aufgeben und den notwendigen finanziellen Spielraum schaffen“, betont Bauernbund-Präsident Abg.z.NR DI Georg Strasser.
Umschichtungen im Landwirtschaftsbudget reichen nicht aus
Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig hat nach Bekanntwerden der Schadenszahlen umgehend Gespräche mit dem Finanzminister aufgenommen und Vertreter aus Landwirtschaft, Wissenschaft und Versicherungswirtschaft zu einem Runden Tisch zusammengebracht. In den nächsten Tagen soll ein Unterstützungspaket vorgelegt werden.
„Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig legt Tempo vor und arbeitet an konkreten Lösungen. Er hat zugleich unmissverständlich klargestellt, dass Umschichtungen innerhalb des Landwirtschaftsbudgets nicht ausreichen. Die Landwirtschaft kann sich die Hilfe in einer historischen Katastrophe nicht selbst finanzieren. Das SPÖ-geführte Finanzministerium muss jetzt den notwendigen zusätzlichen Spielraum schaffen“, fordert Strasser.
Klimaschutz und Akuthilfe gehören zusammen
Der Bauernbund bekennt sich klar zum Klimaschutz und zu einem wirksamen Klimagesetz. Gleichzeitig braucht es rasche, unbürokratische und treffsichere Hilfe für die besonders betroffenen Betriebe.
„Klimaschutz und Akuthilfe sind kein Widerspruch. Wer unsere heimische Lebensmittelversorgung sichern will, muss den Bauernfamilien jetzt konkret helfen. Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen“, so Strasser abschließend.
Rückfragen & Kontakt
Bauernbund Österreich
Martin Grob, MA
Telefon: +43 664 8850 9559
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.bauernbund.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AIM






