- 09.08.2026, 14:37:02
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FPÖ-Nepp: Mit Broschüren schützt man keine Mädchen vor ihren Peinigern!
Ministerin von Kinderbetreuungsskeptiker-Partei nun bei Zwangsehen am falschen Dampfer.
„Die Partei, die Kinderbetreuung nicht als Arbeit sieht, setzt sich erneut die Krone der Naivität auf“, kommentiert der Wiener FPÖ-Landesparteiobmann Dominik Nepp die Aussagen von Familien- und Integrationsministerin Claudia Bauer zu Zwangsehen in Österreich.
„Wenn Experten von bis zu 200 Zwangsehen pro Jahr ausgehen und gleichzeitig nur ein Bruchteil der Fälle überhaupt bei den Behörden landet, dann haben wir es mit einem massiven Problem zu tun. Und Frau Bauer antwortet darauf mit Broschüren, Wertekursen und guten Ratschlägen an die bedrohten Mädchen. Damit zeigt die Familienministerin, dass sie das Konzept der Zwangsehe offenbar nicht verstanden hat“, so Nepp.
Denn wer als junges Mädchen von der eigenen Familie unter Druck gesetzt, bedroht und gegen seinen Willen verheiratet werde, habe jedenfalls kein Informationsproblem: „Diese Mädchen müssen nicht darüber aufgeklärt werden, dass diese Art der Ehe schlecht ist. Sie brauchen einen Staat, der sie konsequent schützt und mit aller Härte gegen jene vorgeht, die ihnen ihre Freiheit und ihre Zukunft rauben“, betont Nepp.
Für den Wiener FPÖ-Chef brauche es daher einen grundlegenden Kurswechsel: „Zwangsehen bekämpft man nicht mit Hochglanzbroschüren und dem hundertsten Wertekurs. Wer Mädchen zur Ehe zwingt, muss die volle Härte des Rechtsstaates zu spüren bekommen. Es braucht strenge Strafen und bei ausländischen Tätern konsequente Abschiebungen. Wer unsere Gesetze und die Freiheit junger Frauen derart mit Füßen tritt, hat kein Recht, hier zu sein. So einfach ist das“, schließt Nepp.
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