- 08.08.2026, 08:51:32
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Karner: Bereitschaftseinheit steht für flexible und effiziente Polizeiarbeit im öffentlichen Raum
Bereitschaftseinheit Wien seit 2012 im Einsatz – 200 Polizistinnen und Polizisten rund um die Uhr verfügbar – 940 Festnahmen, mehr als 29.000 Identitätsfeststellungen im Jahr 2025

Seit ihrer Gründung im Jahr 2012 ist die Bereitschaftseinheit (BE) Wien ein wichtiger Bestandteil der Wiener Polizei. Als stehende Einheit ist sie rund um die Uhr verfügbar und unterstützt die Regeldienstkräfte insbesondere bei Schwerpunktaktionen sowie bei Einsätzen im Kleinen und Großen Sicherheits- und Ordnungsdienst. Darüber hinaus sorgt die Bereitschaftseinheit an polizeilichen Hotspots für eine erhöhte Präsenz und stellt bei plötzlich auftretenden Einsatzlagen rasch verfügbare Kräfte bereit.
"Mit der Bereitschaftseinheit haben wir eine starke und flexible Einheit, die rund um die Uhr zur Verfügung steht und dort zum Einsatz kommt, wo rasch zusätzliche Polizeikräfte gebraucht werden. Sie erhöht die Präsenz im öffentlichen Raum, unterstützt die Kolleginnen und Kollegen im Regeldienst und sorgt damit für mehr Sicherheit und ein stärkeres Sicherheitsgefühl bei den Menschen", sagt Innenminister Gerhard Karner.
200 Polizistinnen und Polizisten in Wien
Die Bereitschaftseinheit Wien ist als Fachbereich 5 in der Einsatzabteilung der Landespolizeidirektion Wien eingerichtet und trägt den Funkrufnamen "TOSCA". Sie umfasst acht Züge, die in zwei Kompanien gegliedert sind.
Derzeit verfügt die BE Wien über eine Gesamtstärke von 200 Exekutivbediensteten. Davon gehören 120 dem Stammpersonal an, weitere 80 Bedienstete rotieren im Rahmen eines sechsmonatigen Turnus in die Einheit.
Die Bereitschaftseinheit unterstützt insbesondere bei Schwerpunktaktionen, bei Einsätzen des Kleinen und Großen Sicherheits- und Ordnungsdienstes sowie bei besonderen Einsatzlagen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Präsenz an definierten polizeilichen Hotspots, um Ruhe, Ordnung und Sicherheit herzustellen und die objektive Sicherheit sowie das subjektive Sicherheitsgefühl zu stärken.
Mehr als 940 Festnahmen im Jahr 2025
Die Einsatzbilanz unterstreicht die Bedeutung der Bereitschaftseinheit. Im Jahr 2025 wurden durch die BE Wien 5.749 Verwaltungsanzeigen erstattet und 940 Festnahmen durchgeführt. Darüber hinaus erfolgten 29.234 Identitätsfeststellungen, 1.789 Organmandate sowie 642 Anzeigen wegen Verbrechen und Vergehen.
Auch im ersten Halbjahr 2026 war die BE Wien stark gefordert. Bis Ende Juni wurden 3.646 Verwaltungsanzeigen erstattet, 574 Festnahmen durchgeführt und 12.602 Identitätsfeststellungen vorgenommen. Hinzu kamen 839 Organmandate sowie 407 Anzeigen wegen Verbrechen und Vergehen.
"Die Zahlen zeigen eindrucksvoll, wie breit das Einsatzspektrum der Bereitschaftseinheit ist. Von der sichtbaren Präsenz an Hotspots über Schwerpunktaktionen bis hin zu Festnahmen und der Unterstützung bei größeren Einsatzlagen leisten diese Polizistinnen und Polizisten einen wichtigen Beitrag zur täglichen Sicherheit. Gleichzeitig können wir mit der stehenden Einheit bei plötzlich auftretenden Lagen besonders schnell reagieren", sagt Karner.
Von der Streife zur modernen Unterstützungseinheit
Bei ihrer Gründung am 1. November 2012 bestand die Bereitschaftseinheit Wien aus rund 100 Exekutivbediensteten. Zu den ursprünglichen Schwerpunkten gehörten insbesondere Überwachungs- und Streifendienste in öffentlichen Verkehrsmitteln und an polizeilichen Hotspots. Aufgaben im Großen Sicherheits- und Ordnungsdienst waren zunächst nicht Teil des Einsatzspektrums.
Seit 2019 wurde die Einheit schrittweise für den Großen Sicherheits- und Ordnungsdienst ausgebildet. Damit wurde die Bereitschaftseinheit auch zu einem wichtigen Faktor bei der Bewältigung größerer Demonstrationen und anderer ordnungsdienstlicher Einsatzlagen.
Die Ausstattung wurde ebenfalls laufend weiterentwickelt. 2018 erfolgte die Einführung des TASER X2, 2020 folgten Body-Worn-Cameras (BWC) sowie die BESI-Komponente.
Erfolgsmodell Bereitschaftseinheit Wien auch auf die Bundesländer ausgerollt
Das Konzept der Bereitschaftseinheit wurde im Herbst 2021 auch auf die Bundesländer ausgerollt. Die Bereitschaftseinheiten stehen auch in den für ordnungsdienstliche Aufgaben und besondere Lagen zur Verfügung.
Durch die bundesweite Struktur kann insbesondere in einsatzkritischen Zeiten eine kurze Reaktionszeit gewährleistet werden.
Damit stehen der Polizei österreichweit rasch verfügbare Kräfte zur Verfügung, die bei Schwerpunktaktionen, besonderen Lagen sowie bei Einsätzen im Sicherheits- und Ordnungsdienst eingesetzt werden können.
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Ministerialrat Markus Haindl, BA MA
Pressesprecher des Bundesministers
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