• 07.08.2026, 08:50:34
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Grüne Wien/Wirnsberger, Kickert: Wien braucht Hitzeschutzplan für Wild- und Stadttiere

Wien (OTS) - 

Ehrenamtliche Tierschutzorganisationen schlagen Alarm: Sie kommen diesen Sommer an die Grenzen ihrer Kapazitäten, da zahlreiche dehydrierte Tiere zu ihnen gebracht werden. Besonders betroffen seien etwa Jungvögel, Eichhörnchen und Igel. So sind beispielsweise junge Mauersegler aus Verzweiflung zu früh aus den Nestern gesprungen, da diese zu tödlichen Hitzefallen wurden. „Wien braucht endlich einen Hitzeschutzplan – nicht nur für die Menschen, die von der Stadtregierung während der immer extremer und länger werdenden Hitzewellen im Stich gelassen werden, sondern auch für die Wild- und Stadttiere“, fordern die Grüne Tierschutzsprecherin Jennifer Kickert und Umweltsprecherin Tina Wirnsberger gemeinsam mit dem Grünen Tierschutzforum.

Hitzefrei für Fiakerpferde und Schutz für Wildtiere

Einmal mehr bekräftigen die Wiener Grünen, dass „Hitzefrei ab 30 Grad“ für Fiakerpferde sofort umgesetzt werden müsse. „In New York befasst sich der Stadtsenat mit einem Gesetztesentwurf zur Abschaffung von Pferdekutschen. Auch Rom treibt entsprechende Regelungen gegen diese Tierquälerei voran. Wien darf anderen Metropolen nicht weiter hinterherhinken“, so Kickert.

Außerdem brauche es umfassende Maßnahmen, um Wildtieren das Überleben mit der Hitze in der Stadt zu ermöglichen. Langfristig solle Stadtrat Jürgen Czernohorsky die zuständigen Abteilungen veranlassen, in Zusammenarbeit mit Naturschutzorganisationen, Tier-Auffangstationen und wichtigen Stellen wie der Umweltanwaltschaft einen Hitzeschutzplan für Wild- und Stadttiere zu erstellen. „Vieles kann die Stadt jedoch sofort einfach und unbürokratisch umsetzen, etwa kleine flache Wasserstellen für Wildtiere in allen Wiener Parks in Ergänzung zu den Trinkschalen an den Brunnen“, so Wirnsberger. Außerdem schlagen die Grünen mehr geschützte Nistkästen für Mauerbrüter und bessere Regelungen bei Dachausbauten vor, um seit Jahren bestehende kühle Nistplätze zu erhalten. „Wenn Vögel ihre bewährten Niststellen verlieren, weichen sie gezwungenermaßen zunehmend auf ungeeignete Orte aus. Das kann man aktiv verhindern“, so Wirnsberger.

Mehr Bäume und Blühwiesen

Abschließend verweisen die Grünen auf die Bedeutung von Rückzugsmöglichkeiten und unberührten Lebensräumen in der Stadt: „Mehr Bäume und Blühwiesen, die nicht ständig kurz gemäht werden, bieten nicht nur Insekten, Vögeln und kleinen Säugetieren eine wichtige Lebensgrundlage, sondern sie sorgen auch für Kühlung und bessere Böden, die das Wasser speichern können“, erklären Wirnsberger und Kickert, und abschließend: „Auch Benjeshecken und andere Totholz-Strukturen in den Wiener Parks wären insgesamt ein wesentlicher Beitrag zur Artenvielfalt – ganz besonders während Hitzewellen wie wir sie jetzt erleben.“

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