• 05.08.2026, 09:50:03
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Bundesregierung plan- und tatenlos: Wassermangel, Hitzerekorde, Ernteausfälle

Trotz seit Jahren bestehender Alarmzeichen setzt Regierung weder Sofortmaßnahmen, noch gibt es strategische Planungen für zukünftige Sommer – Klimaschutzgesetz, jetzt!

Wien (OTS) - 

Die aktuellen klimatischen Entwicklungen und die Temperaturextreme in Österreich kommen nicht überraschend. Vor den Folgen solcher Wetter-Ereignisse warnen Expert:innen seit Jahrzehnten, seit vielen Jahren ist klar, welche Ziele erreicht und welche Maßnahmen gesetzt werden müssen.

„Was gegen die Klimakrise hilft, ist kein Geheimnis: Konsequenter Klimaschutz und massive Emissionsreduktion auf der einen Seite, Investitionen in Katastrophenschutz und Anpassungsmaßnahmen auf der anderen Seite“, so Hannah Keller, Klima- und Energiesprecherin bei GLOBAL 2000. „Doch statt Klimaschutzgesetz und Maßnahmenbudget schaut die Bundesregierung tatenlos zu, während Österreich unter Rekordhitze leidet.“

Trinkwasserknappheit

In vielen Gemeinden Österreichs wurden Einwohner:innen in den letzten Tagen und Wochen dazu aufgerufen, Trinkwasser zu sparen. Pools sollen nicht befüllt, Autos nicht gewaschen und Gärten nur sparsam gegossen werden. Die Stadt Wien musste einige Gemeinden, die an der Wiener Hochquellleitung hängen, von der Wasserzufuhr nehmen, um den eigenen Bedarf sicher decken zu können. Gleichzeitig sinkt auch die Qualität der heimischen Gewässer, wo immer öfter vor Blaualgen, kippendem Wasser und anderen hitzebedingten Qualitätsmängeln gewarnt und dringend vom Baden abgeraten wird.

„Die Klimakrise ist auch in Österreich kein Komfortproblem mehr! Kein etwas wärmerer Sommer, sondern eine tatsächliche Gefahr für die Gesundheit. Die letzte Hitzewelle brachte mehrere hundert Hitzetote mit sich. Durch Wasserknappheit werden auch Möglichkeiten zum Abkühlen weniger. Darunter leiden besonders Menschen, die im mehrgeschossigen Wohnbau ohne Garten, Balkon oder Klimaanlage auskommen müssen“, so Keller. „Gleichzeitig sollen bei Rechenzentren-Projekten wie in Kronstorf tausende Liter Wasser die Sekunde in Kühlsysteme fließen. Es wird Zeit, dass die Regierung hier klar das Wohlergehen der Bevölkerung priorisiert und Wasserversorgung sicherstellt, nicht die Profite von Milliardenkonzernen – und dafür braucht es mehr als einen Trinkwassergipfel ohne konkrete Ergebnisse.“

Wirtschaftliche Katastrophe

Nicht nur Bürger:innen leiden unter der Hitze. Der heimischen Landwirtschaft machen Tempertur und Trockenheit massiv zu schaffen. Manche Landwirte berichten von bis zu 100% Ernteausfällen. Futtermangel lässt Viehzüchter ihre Tiere vorzeitig zur Schlachtung bringen. „Oft werden wir mit der Erzählung konfrontiert, dass Klimaschutz schlecht für die Wirtschaft sei, doch was Expert:innen seit Jahren sagen, wird jetzt sichtbar: Die größte Bedrohung für die Wirtschaft ist die Klimakrise“, erklärt Keller. „Wetterextreme wie wir sie im Moment sehen sind für viele Landwirt:innen existenzbedrohend und werden mit jedem Zehntel Grad globalem Temperaturanstieg häufiger.“

Tatenlosigkeit nicht mehr tragbar

Während Wasserknappheit, Ernteausfälle und Trockenheit die Bürger:innen Österreichs vor immense Herausforderungen stellen, fehlen die Antworten der Bundesregierung. „Tatenlos zusehen darf keine Option mehr sein. Die Bundesregierung muss schnellstmöglich ein effektives Klimaschutzgesetz auf den Weg bringen. Vor allem muss sie jetzt handeln und Budget und Ressourcen zur Verfügung stellen um betroffene Menschen zu unterstützen. Milliardenbudgets für Autobahnprojekte und klimaschädliche Subventionen einzuplanen, Konzerne und Superreiche nicht fair zu besteuern und gleichzeitig bei der dringend nötigen Hilfe für Betroffene zu sparen, zeugt von absoluter Verantwortungslosigkeit“, so Keller abschließend.

Rückfragen & Kontakt

Hannah Keller, Klima- und Energiesprecherin GLOBAL 2000, +43 699
142000 64, [email protected]

Marcel Ludwig, Pressesprecher GLOBAL 2000, +43 699 142000 20,
[email protected]

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