• 05.08.2026, 09:40:32
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Steinegger: Futtervermittlung läuft auf Hochtouren

Erste Grundfutterlieferungen auf Betrieben angekommen. Dürre-Maßnahmenpaket unabdingbar.

Graz (OTS) - 

Steinegger: Situation ist sehr ernst. Die noch nie dagewesene Trockenheit und langandauernde Hitze bringt die heimischen Rinderbauern in eine dramatische Situation. Wiesen und Weiden sind zu einem erheblichen Teil verdorrt, die Ernteeinbußen bei Futter wie Heu und Silagen liegen je nach Standort bei bis zu 80 Prozent. Viele Rinderbetriebe sowie Höfe, die Pferde, Schafe, Ziegen und andere raufutterverzehrende Tiere halten, müssen jetzt schon ihre Wintervorräte verfüttern. „Die Situation ist sehr ernst. Es geht nicht nur um Ertragseinbußen, sondern um die Existenz der bäuerlichen Familienbetriebe und um die Versorgungssicherheit des Landes“, unterstreicht Landwirtschaftskammer-Steiermark-Präsident Andreas Steinegger.

Futtervermittlung läuft auf Hochtouren. Seit Wochen laufen in der Landwirtschaftskammer gemeinsam mit den Partnern Maschinenring Steiermark, Obersteirischer Maschinenring und Bio Austria Steiermark die Vorbereitungen für die Futtervermittlung. „Die ersten Grundfutterlieferungen sind bereits auf den Betrieben mit Futtermangel angekommen – sie laufen seit einigen Tagen“, unterstreicht Landwirtschaftskammer-Steiermark-Präsident Andreas Steinegger, Initiator dieser Futtermitteloffensive, die mittlerweile österreichweit läuft. Und weiter: „Wir unternehmen alles und loten alle Möglichkeiten aus, um den Futterbedarf so gut wie möglich zu decken.“ Besonders bedankt sich Steinegger bei jenen bäuerlichen Futtervermittlern, die in Nachbarschaftshilfe den Berufskolleginnen und Berufkollegen unkompliziert bei der Futterbeschaffung helfen.

Weiteres Maßnahmenpaket unabdingbar. „Neben der Sicherung der Futterversorgung und der Absicherung der Dürreschäden durch die Österreichische Hagelversicherung sind weitere treffsichere Entlastungen unabdingbar“, unterstreichen Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer und Präsident Andreas Steinegger und betonen: „Wir setzen uns in Gesprächen mit dem Bund für ein Dürre-Maßnahmenpaket ein, das die bäuerlichen Betriebe entlastet.“ Schmiedtbauer ist etwa bereits im Austausch mit dem Bund über eine mögliche Freigabe von weiteren Flächen zur Futtermittelgewinnung. „Neben den dringend notwendigen Sofortmaßnahmen braucht es aber langfristige Schritte zur Klimawandelanpassung. Beispielhaft sind hier das Wassernetzwerk Steiermark 2050 mit einem Investitionsvolumen von 150 Millionen Euro, die österreichweit höchste Förderung von Bewässerungsanlagen oder die zahlreichen Versuche zu klimaresistenten Sorten und Anbauweisen an den landeseigenen Versuchsstationen zu nennen“, sagt Schmiedtbauer.

Die Verantwortlichen von Maschinenring Steiermark, Obersteirischer Maschinenring und Bio Austria Steiermark zur Futtervermittlung:

Sepp Wumbauer, Obmann Maschinenring Steiermark: „Als Maschinenring-Organisation nutzen wir bereits seit Mai unser flächendeckendes Netzwerk bei der Grundfutter-Vermittlung – hier haben wir jahrzehntelange Erfahrung. Ein besonderer Schwerpunkt ist derzeit die Vermittlung von Silomais als Futterersatz für viele steirische Rinderbetriebe und Betriebe, die Pferde, Schafe, Ziegen und andere raufutterverzehrende Tiere halten. Wir gehen davon aus, dass wir aufgrund der dramatischen Situation heuer die bis zu fünffache Futtermenge im Vergleich zum Vorjahr zu Betrieben mit Futtermangel bringen.“

Thomas Gschier, Obmann Bio Austria Steiermark: „Wir haben bereits mehrere hundert Heu- und Silageballen an Biobetriebe mit Futtermangel vermittelt. Aktuell akquirieren wir benötigte Maissilage von Bioackerbauern für unsere Biomilchbetriebe, damit sie in dieser schwierigen Zeit ausreichend Grundfutter für ihre Milchkühe zur Verfügung haben“, betont Thomas Gschier, Obmann von Bio Austria Steiermark.

Martin Siebenhofer, Obmann Obersteirischer Maschinenring und Obmann Bezirkskammer Murau: „Die ersten Grundfuttertranchen im Großraum Murau-Murtal sind bereits bei den Betrieben angekommen, die Futter brauchen. Wir hoffen den Großteil des Futterbedarfs mit Silomais aus dem Südosten und Süden der Steiermark abdecken zu können. Die Ernte startet dort in den nächsten Wochen.“

Beratung Landwirtschaftskammer. Bereits im April hat die Landwirtschaftskammer eine Task Force Trockenheit eingerichtet, um spezielles Fachwissen im Umgang mit der Trockenheit und Hitze gebündelt zu den Betrieben zu bringen. Dabei geht es in erster Linie um spezifische Fütterungsfragen, Fragen der klimafitten Grünlandbewirtschaftung bei Trockenheit und Hitze, bessere Wasserspeicherung im Boden sowie um nachhaltige und wassersparende Bewirtschaftung.

Rückfragen & Kontakt

Mag. Rosemarie Wilhelm
Telefon: 0316/8050-1280
Mobil: 0664/1836360
E-Mail: [email protected]

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