- 03.08.2026, 08:31:32
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Schumann: Arbeitsmarktlage Ende Juli zeigt Notwendigkeit für gezielte Maßnahmen zur Erhöhung des Fachkräftepotentials
Mehr Beschäftigungsverhältnisse bei gleichzeitig steigender Arbeitslosigkeit
Die Arbeitslosigkeit liegt Ende Juli weiterhin um rund +8.900 (+3,1% auf rund 298.900) über dem Wert von 2025. Die Register-Arbeitslosenquote beträgt 6,9 % (+0,2%-Punkte gegenüber Juli 2025). Die Beschäftigung steigt gegenüber dem Vorjahr leicht (geschätzt +9.000 Beschäftigungsverhältnisse).
Der Zuwachs an Arbeitslosen und AMS Schulungsteilnehmenden gegenüber dem Vorjahr blieb über die letzten Monate annähernd stabil. Die Zahl der Arbeitslosen und AMS-Schulungsteilnehmenden erreicht im Juli 2026 den Gesamtwert 364.202 (+4.828 oder +1,3% gegenüber dem Vorjahr).
Die Arbeitslosigkeit von Frauen erhöht sich im Juli mit +6,0%, während die Arbeitslosigkeit der Männer stagniert (+0,6%).
Die Jugendarbeitslosigkeit stagniert Ende Juli 2026 wieder (-10 oder -0,0%).
Die Zahl der beim AMS gemeldeten sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden steigt deutlich (+6,5% oder +655), während die Zahl der beim AMS gemeldeten offenen Lehrstellen (-654) gegenüber dem Vorjahr sinkt. Die Lehrstellenlücke beträgt somit -4.582 Stellen.
Die Arbeitslosigkeit von Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft steigt leicht um +1,5% an, während sich die Arbeitslosigkeit von Inländer:innen mit +4,1% erhöht.
Da die Zahl der Arbeitssuchenden schon über viele Monate im Steigen begriffen ist, wächst auch die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen mit Status Arbeitslos und mindestens einem Jahr AMS-Vormerkung auf 102.103 (+11.629 oder +12,9%).
Der Anteil der Langzeitbeschäftigungslosen an allen arbeitslos vorgemerkten Personen liegt bereits bei 34%.
Die Bestandszahl der beim AMS gemeldeten sofort verfügbaren offenen Stellen sinkt Ende Juli 2026 gegenüber dem Vorjahr um -3,0% auf 79.770.
Der Zugang an offenen Stellen beim Arbeitsmarktservice ist im Juli mit +2,4% jedoch bereits gegenüber dem Vorjahr etwas ansteigend (+1.116).
Fachkräfte weiterhin nachgefragt
Trotz der steigenden Arbeitslosigkeit besteht in Österreich in zahlreichen Bereichen weiterhin ein hoher Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Das Fachkräftebarometer des Sozialministeriums und des AMS gibt vierteljährlich einen Überblick darüber, in welchen Berufsfeldern aktuell Fachkräfteengpässe bestehen. Im zweiten Quartal 2026 wurden österreichweit 51 Engpassberufe identifiziert. Die mittelfristige Entwicklung seit 2022 zeigt, dass insbesondere technische Berufe sowie Berufe im Gesundheitswesen von Fachkräfteengpässen betroffen sind. Dazu zählen unter anderem Krankenpfleger:innen, Ärzt:innen, KFZ-Mechaniker:innen, Schlosser:innen und Spengler:innen. Das aktuelle Fachkräftebarometer ist unter www.sozialministerium.gv.at/Themen/Arbeit/Arbeitsmarkt/Arbeitsmarktdaten/Fachkraeftebarometer.html abrufbar.
„Der österreichische Arbeitsmarkt steht damit vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits steigt die Arbeitslosigkeit, andererseits fehlen in wichtigen Bereichen weiterhin qualifizierte Fachkräfte. Genau hier müssen wir ansetzen. Wir wollen vorhandene Potenziale besser nutzen, Menschen gezielt qualifizieren und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen verbessern.“, erläutert Arbeits- und Sozialministerin Korinna Schumann.
„Die Bundesregierung unter Federführung des Sozialministeriums hat sich daher zum Ziel gesetzt, noch in diesem Jahr eine zukunftsorientierte Fachkräftestrategie zu erarbeiten. Diese soll die aktuellen und künftigen Herausforderungen am österreichischen Arbeitsmarkt umfassend adressieren und langfristig ein ausreichendes Fachkräfteangebot in allen Wirtschaftsbereichen sichern“, so Schumann.
Rückfragen & Kontakt
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und
Konsumentenschutz (BMASGPK)
E-Mail: [email protected]
Website: https://sozialministerium.gv.at
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