• 31.07.2026, 07:03:02
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OMV erzielt im zweiten Quartal 2026 ein starkes CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 1,7 Mrd

Wien (OTS) - 

  • Cashflow aus der Betriebstätigkeit von EUR 1.315 Mio; Cashflow exkl. Net-Working-Capital-Positionen von EUR 1.158 Mio
  • Starke Bilanz mit niedrigem Leverage-Grad von 19 %
  • Ergebnis im Geschäftsbereich Energy beeinflusst durch deutlich höheren Beitrag im Bereich Exploration & Production
  • Ergebnis im Geschäftsbereich Fuels einerseits positiv beeinflusst durch höhere Auslastung der Raffinerien, andererseits beeinträchtigt durch temporäre regulatorische Maßnahmen
  • Chemicals mit deutlichem Zuwachs im Ergebnis, insbesondere aufgrund erheblicher Preisanstiege bei Olefinen und Polyolefinen, sowie einem starken Beitrag von Borouge International
  • Operative Stärke kompensiert die Auswirkungen geopolitischer Spannungen im Nahen Osten

OMV hat heute die Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 bekannt gegeben.[1] Das Unternehmen erzielte ein CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 1.706 Millionen und einen den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnenden CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten von EUR 929 Millionen. Die Umsatzerlöse aus fortgeführten Geschäften beliefen sich auf EUR 8.059 Millionen. Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit lag bei EUR 1.315 Millionen. Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit exkl. Net-Working-Capital-Positionen lag bei EUR 1.158 Millionen, was einem Zuwachs von 39 Prozent entspricht.

Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten des Geschäftsbereichs Energy stieg auf EUR 885 Millionen. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten des Geschäftsbereiches Fuels stieg auf EUR 446 Millionen. Auch im Bereich Chemicals stieg das Operative Ergebnis vor Sondereffekten deutlich auf EUR 429 Millionen. Das CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten betrug EUR 3,85. Mit einer Nettoverschuldung von EUR 4.992 Millionen und einem niedrigen Leverage-Grad von 19 Prozent per Ende des zweiten Quartals 2026 ist die Bilanz von OMV weiterhin solide.

Alfred Stern, OMV Vorstandsvorsitzender und CEO: „OMV hat trotz eines stark volatilen Marktumfelds und trotz regulatorischer Markteingriffe im zweiten Quartal 2026 ein starkes Ergebnis geliefert. Alle Geschäftsbereiche trugen positiv zu unserem Ergebnis bei und stellten erneut die Resilienz unseres integrierten Portfolios eindrucksvoll unter Beweis. Die Versorgungssicherheit unserer Kundinnen und Kunden konnte trotz Marktverwerfungen jederzeit sichergestellt werden. Wichtige Meilensteine in diesem zweiten Quartal waren der Produktionsbeginn unseres Gasvorkommens in Wittau, dem größten Gasfund in Österreich seit Jahrzehnten, die Dachgleichenfeier unseres hochmodernen Innovations- und Einwicklungszentrums in Schwechat sowie weitere konkrete Projektfortschritte bei Neptun Deep, einem Offshore-Erdgasentwicklungsprojekt unseres Tochterunternehmens OMV Petrom. Damit befindet sich OMV mit sichtbaren Meilensteinen erfolgreich auf Transformationskurs. Ich übergebe mit vollem Stolz den Staffelstab an meine Nachfolgerin Emma Delaney und wünsche ihr alles erdenklich Gute.“

Dividende 2025

Am 27. Mai 2026 hat die Hauptversammlung die Zahlung einer Gesamtdividende von EUR 4,40 pro Aktie für 2025 genehmigt, davon EUR 3,15 je Aktie als reguläre Dividende und EUR 1,25 je Aktie als zusätzliche Dividende. Dies führte zu einer Dividendenzahlung von insgesamt EUR 1.435 Millionen an die Aktionärinnen und Aktionäre der OMV Aktiengesellschaft.

Energy

Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten stieg deutlich um 50 Prozent auf EUR 885 Millionen, und wurde maßgeblich von einem signifikant verbesserten Ergebnis im Bereich Exploration & Production getragen. Ausschlaggebend waren vor allem positive Markteffekte, die den infolge des Nahostkonflikts verursachten Rückgang der Verkaufsmengen mehr als kompensierten.

Die Kohlenwasserstoffproduktion ging um 4 Prozent auf 291 kboe/d zurück, was vorwiegend auf die durch den Konflikt im Nahen Osten bedingte geringere Produktion zurückzuführen war. Deutlich höhere Fördermengen in Libyen ermöglichten es, dem natürlichen Förderrückgang in Ländern wie Norwegen und Neuseeland entgegenzuwirken. Das Ergebnis von Gas Marketing & Power stieg auf EUR 6 Millionen (Q2/25: EUR –5 Millionen). Dies ist vor allem auf einen verbesserten Beitrag von Gas Marketing West zurückzuführen.

Fuels

Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten stieg im zweiten Quartal 2026 deutlich auf EUR 446 Millionen (Q2/25: EUR 242 Millionen). Maßgeblich dazu beigetragen haben signifikant höhere Raffinerie-Referenzmargen, ein verbesserter Produktionsmix, eine höhere Auslastung der Raffinerien sowie ein verbessertes Trading-Ergebnis. Dies wurde teilweise durch die Auswirkungen erhöhter Rohöl-Aufschläge und temporärer regulatorischer Maßnahmen, insbesondere in Rumänien und Österreich, gedämpft.

Die OMV Raffinerie-Referenzmarge für Europa hat sich auf USD 20,3/bbl mehr als verdoppelt (Q2/25: USD 8,1/bbl). Ausschlaggebend waren hierfür insbesondere höhere Crackspreads für Mitteldestillate infolge einer angespannten Versorgungslage bei Raffinerieprodukten. Im zweiten Quartal 2026 stieg der Auslastungsgrad der europäischen Raffinerien auf 90 Prozent (Q2/25: 83 Prozent), nachdem das Vergleichsquartal durch geplante Wartungsstillstände in Burghausen und Petrobrazi beeinträchtigt gewesen war.

Die Kraftstoff- und sonstigen Verkaufsmengen in Europa gingen leicht um 1 Prozent auf 4,14 Millionen Tonnen zurück (Q2/25: 4,20 Millionen Tonnen). Die gestiegenen Kraftstoffverkaufsmengen im Retail-Geschäft unterstreichen die solide Nachfrage in den OMV Kernmärkten. Der Beitrag des Retail-Geschäfts verringerte sich im Vergleich zu Q2/25, was vor allem auf niedrigere Kraftstoffmargen infolge regulatorischer Preismaßnahmen in mehreren Ländern zurückzuführen war.

Der Beitrag von ADNOC Refining & ADNOC Global Trading, ausgewiesen als der OMV Anteil am CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten der At-Equity konsolidierten Unternehmen, reduzierte sich leicht aufgrund der Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten auf minus EUR 5 Millionen (Q2/25: EUR 0 Millionen).

Chemicals

Am 30. März 2026 schlossen OMV und XRG, die internationale Investmentgesellschaft von ADNOC, die Borouge International Transaktion erfolgreich ab. Diese umfasst den Zusammenschluss von Borouge und Borealis sowie die nachfolgende Akquisition von NOVA Chemicals. Borouge International wird nun als gleichberechtigte Partnerschaft zwischen OMV und XRG gemeinsam kontrolliert, wobei beide Unternehmen jeweils einen Anteil von 50 Prozent halten.

Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten hat sich im zweiten Quartal 2026 mit EUR 429 Millionen gegenüber EUR 200 Millionen im Vorjahresquartal mehr als verdoppelt. Maßgeblich für diese positive Entwicklung waren deutliche Preissteigerungen bei Olefinen und Polyolefinen sowie der starke Beitrag von Borouge International nach dem erfolgreichen Abschluss der Transaktion. Borouge International wird im zweiten Quartal 2026 erstmals im OMV Ergebnis als Anteil am bereinigten Periodenüberschuss des nach der At-Equity-Methode bilanzierten Unternehmens erfasst.

Das Ergebnis des OMV Basischemikaliengeschäfts verzeichnete im zweiten Quartal 2026 einen deutlichen Anstieg. Wesentliche Impulse kamen dabei von den signifikant gestiegenen Olefin-Referenzmargen sowie der verbesserten Auslastung der Steamcracker. Das erhöhte Preisniveau führte zu höheren absoluten Abschlägen, die den Gesamtanstieg teilweise ausglichen.

Der Auslastungsgrad der von OMV betriebenen Steamcracker stieg im zweiten Quartal 2026 auf 77 Prozent und lag damit um 11 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert (Q2/25: 65 Prozent). Wesentlicher Treiber dieser positiven Entwicklung war die deutlich höhere Auslastung des Steamcrackers in Burghausen. Im Vergleichsquartal des Vorjahres hatten der Stillstand der Rohöldestillationsanlage in der Raffinerie Burghausen sowie Wartungsarbeiten bei Kunden die Auslastung beeinträchtigt. Der niedrigere Auslastungsgrad des Steamcrackers in Schwechat wirkte dem Anstieg teilweise entgegen.

Kennzahlen zweites Quartal 2025 vs. zweites Quartal 2026

Konzern

  • Umsatzerlöse aus fortgeführten Geschäften in Höhe von EUR 8.059 Mio, Anstieg um 39 %
  • CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 1.706 Mio, Anstieg um 65 %
  • Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten von EUR 929 Mio, Anstieg um 141 %
  • CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten von EUR 2,85, Anstieg um 142 %
  • Cashflow aus der Betriebstätigkeit exkl. Net-Working-Capital-Positionen von EUR 1,158 Mio, Anstieg um 39 %
  • Cashflow aus der Betriebstätigkeit von EUR 1.315 Mio, Anstieg um 21 %

Energy

  • Durchschnittlicher Brent-Preis von USD 103,85/bbl, Anstieg um 53 %
  • Durchschnittlich realisierter Erdgaspreis von EUR 37,83/MWh, Anstieg um 30 %
  • Kohlenwasserstoffproduktion von 291 kboe/d, Rückgang um 4 %
  • Produktionskosten von USD 11,21/boe, Anstieg um 3 %
  • Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 885 Mio, Anstieg um 50 %

Fuels

  • OMV Raffinerie-Referenzmarge Europa von USD 20,33/bbl, Anstieg um 152 %
  • OMV Raffinerieauslastungsgrad Europa von 90 %, Anstieg um 7 Prozentpunkte
  • Kraftstoff- und sonstige Verkaufsmengen Europa von 4,14 Mio t, Rückgang um 1 %
  • CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 446 Mio, Anstieg um 85 %

Chemicals

  • Ethylen-Referenzmarge Europa von EUR 813/t, Anstieg um 38 %
  • Propylen-Referenzmarge Europa von EUR 704/t, Anstieg um 51 %
  • OMV Steamcracker-Auslastungsgrad von 77 %, Anstieg um 11 Prozentpunkte
  • Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 429 Mio, Anstieg um 115 %


Ausblick 2026

  • Organische Investitionsaufwendungen des OMV Konzerns geplant bei rund EUR 3,4 Mrd
  • Durchschnittlicher Brent-Preis zwischen USD 85/bbl und USD 95/bbl erwartet
  • Erwartete Kohlenwasserstoffproduktion von OMV zwischen 280 kboe/d und 290 kboe/d vorbehaltlich des Zeitpunkts und des Umfangs der Aufhebung der Beschränkungen für die Schifffahrt durch die Straße von Hormus
  • Durchschnittlich realisierter Gaspreis bei rund EUR 40/MWh erwartet, wobei die THE-Preisprognose bei rund EUR 50/MWh liegt
  • OMV Raffinerie-Referenzmarge Europa voraussichtlich bei rund USD 20/bbl
  • Auslastungsgrad der Raffinerien in Europa prognostiziert bei über 90 %

[1] Die genannten Werte beziehen sich auf das zweite Quartal 2026; als Vergleichsgrößen dienen, sofern nicht abweichend gekennzeichnet, die Werte des zweiten Quartals des Vorjahres.

Den OMV Konzernbericht Q2 2026 finden Sie hier.

Aktuelles Bild- und Medienmaterial finden Sie im OMV Brand Portal OMV Press Library.

Über OMV

Es ist unser Unternehmenszweck, die Grundlagen für ein nachhaltiges Leben neu zu erfinden. OMV wandelt sich zu einem integrierten Unternehmen für nachhaltige Energie, Kraftstoffe und Chemikalien. OMV strebt an, bis spätestens 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2025 einen Umsatz von EUR 24 Milliarden und beschäftigte rund 22.300 talentierte Mitarbeiter:innen weltweit. Zu den wichtigsten strategischen Beteiligungen von OMV gehören OMV Petrom mit 51,2 Prozent und Borouge International mit 50 Prozent. OMV Aktien werden an der Wiener Börse (OMV) sowie in den USA an der OTCQX (OMVKY, OMVJF) gehandelt. Weitere Informationen auf https://www.omv.com/de

Rückfragen & Kontakt

OMV Aktiengesellschaft
Dominic Köfner
Telefon: +43 (1) 40 440-0
E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OMV

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