- 30.07.2026, 11:36:32
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UNOS zu Rücktritt Ruck: Personalrochade reicht nicht – jetzt braucht es echte Reformen
Bernhard: „Rucks Rücktritt war überfällig. Doch ein neuer Name an der Spitze ersetzt keine strukturelle Erneuerung der Wirtschaftskammer Wien.“

Der Rückzug Walter Rucks aus der Wiener Wirtschaftskammer und dem Wiener Wirtschaftsbund ist ein überfälliger Schritt. Für UNOS – Unternehmerisches Österreich ist damit aber weder die Causa aufgearbeitet noch das dahinterliegende Problem gelöst. Der Fall hat grundlegende strukturelle Defizite offengelegt: von mangelnder Transparenz über fehlende Compliance bis hin zu einem Führungsverständnis, das Vertrauen verspielt hat. UNOS fordern daher eine umfassende Erneuerung der Wirtschaftskammer Wien.
„Der Rücktritt Rucks war überfällig. Aber niemand soll glauben, dass mit einer Personalentscheidung das Problem gelöst ist. Die Causa hat gezeigt, dass es nicht um einzelne Personen geht, sondern um ein System, das Intransparenz, Postenschacher und mangelnde Kontrolle ermöglicht hat. Ein neuer Name an der Spitze ersetzt deshalb keine echte Erneuerung“, kritisiert UNOS Bundessprecher Michael Bernhard.
Dass mit Margarete Kriz-Zwittkovits ausgerechnet jene Funktionärin übernimmt, die Walter Ruck während der Affäre öffentlich den Rücken gestärkt und die Vorwürfe als „flapsige Aussagen“ und „Kampagne“ relativiert hat, werten UNOS nicht als Signal für einen glaubwürdigen Neustart.
UNOS fordern daher, den tatsächlichen Wählerwillen wiederherzustellen. Als sofort umsetzbaren Schritt braucht es eine Neuzuteilung der Mandate entsprechend dem Ergebnis der Wirtschaftskammerwahl 2025, das durch nachträgliche Mandatsverschiebungen verzerrt wurde. Darüber hinaus braucht es Neuwahlen zur Wiener Wirtschaftskammer sowie verbindliche Strukturreformen: transparente Besetzungsverfahren, einen verbindlichen Code of Conduct, klare Compliance-Regeln und eine Führungskultur, die Integrität nicht nur nach außen vermittelt, sondern auch intern lebt.
„Die Wirtschaftskammer Wien gewinnt Vertrauen nicht mit einem neuen Namen an der Spitze zurück, sondern mit neuen Regeln. Erst wenn der tatsächliche Wählerwille wiederhergestellt wird, die Mitglieder neu entscheiden können und Transparenz, Compliance und Integrität konsequent gelebt werden, kann die Kammer wieder glaubwürdig die Interessen ihrer Mitglieder vertreten“, so Bernhard abschließend.
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