• 30.07.2026, 10:32:02
  • /
  • OTS0050

Salzburger Festspiele 2026: Asmik Grigorians Debüt als „Carmen“ – am 8. August, live-zeitversetzt in ORF 2 und auf ORF ON

Am 2. August: Doku „Carmen – Geburt eines Mythos“

Wien (OTS) - 

Mit der Übertragung von Georges Bizets Meisterwerk „Carmen“ steht demnächst das erste große Opernhighlight von den diesjährigen Salzburger Festspielen im Fernsehen auf dem Programm. Am Samstag, dem 8. August 2026, ist die bis dato zweite Aufführung der Neuinszenierung von Regisseurin und Choreografin Gabriela Carrizo – Teil des international gefeierten Kollektivs Peeping Tom – live-zeitversetzt um 20.15 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON zu erleben. In der Titelpartie der schonungslosen Tragödie über Liebe als Machtkampf und Sehnsucht nach Freiheit, die keinen Preis scheut, gibt Starsopranistin Asmik Grigorian ihr Rollendebüt. Auch die weiteren Partien sind mit u. a. Jonathan Tetelman als Don José, Davide Luciano als Stierkämpfer Escamillo und Kristina Mkhitaryan als Micaëla hochkarätig besetzt. Die musikalische Leitung am Pult des Utopia Orchestra hat Teodor Currentzis übernommen. Es singen außerdem der Utopia Choir, der Bachchor Salzburg und der Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor. Für die ORF-Bildregie der TV-Übertragung mit insgesamt neun Kameras zeichnet Michael Beyer verantwortlich, durch den Opernabend führen Teresa Vogl (ORF) und Rebecca Donauer (ARTE).

Begleitend zur Opernübertragung erzählt bereits am Sonntag, dem 2. August, um 9.05 Uhr in ORF 2 die Dokumentation „Carmen – Geburt eines Mythos“ die außergewöhnliche Entstehungsgeschichte einer der populärsten Opern der Welt und beleuchtet die Rezeption der Heldinnenfigur jenseits der Bühne. Der Film ist auch nach der Ausstrahlung weiterhin auf ORF ON verfügbar.

Mehr zur Opernproduktion

Georges Bizets „Carmen“ gilt als Inbegriff des Freiheitsdenkens – und als eine der gefährlichsten Frauenfiguren der Opernliteratur. In der Neuinszenierung der Salzburger Festspiele 2026 wird das 1875 in Paris uraufgeführte Meisterwerk zum Hochspannungsdrama über Begehren, Abhängigkeit und den Moment, in dem Liebe in Besitz umschlägt. Ein einziger Blumenwurf genügt – und Offizier Don José (Jonathan Tetelman), eben noch pflichtbewusst und verwurzelt in Ordnung und Herkunft, gerät in eine Spirale, der er nicht mehr entkommt. Ein letzter Ruf aus der Heimat erreicht ihn durch seine Jugendfreundin Micaëla (Kristina Mkhitaryan) – doch gegen die leidenschaftliche Rebellin Carmen (Asmik Grigorian), die sich nicht festlegen lässt, wirkt jede Sicherheit plötzlich fragil. Als diese ihm den Rücken kehrt und sich dem Stierkämpfer Escamillo (Davide Luciano) zuwendet, steuert alles auf die Katastrophe zu. Bizets Musik zeichnet diese Kräfte präzise nach: Josés Linien verdichten sich zum passionierten, zunehmend aggressiven Ausdruck, während Carmens Klangwelt mit idiomatischen Farben und populären Anklängen die Aura des Unfassbaren erzeugt – verführerisch und beunruhigend zugleich.

Gabriela Carrizos Regiekonzept setzt auf starke Körperlichkeit sowie poetische Bilder und gewährt einen Blick in die Psyche – und auf jene Rollenmuster und Umfelder, die die Dynamik mit antreiben. Dirigent Teodor Currentzis stellt Bizets Partitur nicht dekorativ aus, sondern spitzt sie zu: mit schneidender Präzision, scharfen Kontrasten und einem Puls, der die Musik unter Hochspannung setzt.

Weitere Details zum ORF-Programm zu den Salzburger Festspielen 2026 sind unter presse.ORF.at bzw. https://oe1.orf.at/festspielsender abrufbar.

Rückfragen & Kontakt

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRF

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel