- 29.07.2026, 09:00:47
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Der Fall Ruck zeigt: Österreich braucht einen echten Neustart der Wirtschaftskammer!
Freiheitliche Wirtschaft fordert einen echten Systemwechsel: Leistung statt Zwang, Unternehmer statt Funktionäre!
Die aktuellen Entwicklungen rund um den Präsidenten der Wirtschaftskammer Wien, Walter Ruck, haben eine längst überfällige Debatte ausgelöst. Für die Freiheitliche Wirtschaft steht fest: Der Fall Ruck ist nicht die Ursache des Problems, sondern das sichtbar gewordene Symptom eines Systems, das über Jahrzehnte gewachsen ist und sich zunehmend von den Interessen der Unternehmer entfernt hat.
Immer mehr Betriebe gewinnen den Eindruck, dass sich die Wirtschaftskammer von ihrem eigentlichen Auftrag verabschiedet hat. Anstatt die wirtschaftlichen Interessen ihrer Mitglieder mit Nachdruck – auch gegenüber der Bundesregierung – zu vertreten, prägen Funktionärspolitik, parteipolitische Netzwerke und der Erhalt bestehender Machtstrukturen zunehmend das öffentliche Bild. Das Vertrauen vieler Unternehmer in ihre gesetzliche Interessenvertretung wurde dadurch nachhaltig beschädigt.
Gerade in einer Zeit, in der Österreichs Unternehmen unter ausufernder Bürokratie, Rekordabgaben, hohen Energiepreisen, steigenden Lohnnebenkosten und einer anhaltenden Wirtschaftsschwäche leiden, braucht es eine Wirtschaftskammer, die kompromisslos für ihre Mitglieder eintritt und wieder eine starke Stimme der Betriebe ist.
Für die Freiheitliche Wirtschaft ist daher klar: Österreich braucht keinen bloßen Austausch einzelner Funktionäre, sondern einen echten Neustart der Wirtschaftskammer mit tiefgreifenden strukturellen Reformen.
Die Freiheitliche Wirtschaft fordert daher:
- Direktwahl der Präsidenten und der Wirtschaftsparlamente durch die Unternehmer.
- Volle Transparenz bei Funktionen, Bezügen und Entscheidungsprozessen.
- Strenge Compliance-Regeln und wirksame Maßnahmen zur Vermeidung von Interessenkonflikten.
- Schlankere Strukturen, weniger Funktionärspolitik und einen sparsamen Umgang mit den Kammerbeiträgen.
- Konsequente Ausrichtung auf die Anliegen der Betriebe: Bürokratieabbau, steuerliche Entlastung, Wettbewerbsfähigkeit und Fachkräftesicherung.
- Mehr Mitbestimmung und demokratische Kontrolle innerhalb der Wirtschaftskammer.
- Einen schrittweisen Ausstieg aus der Pflichtmitgliedschaft. Die Wirtschaftskammer muss ihre Mitglieder durch Leistung, Kompetenz und konkrete Erfolge überzeugen – nicht durch gesetzlichen Zwang.
FW-Generalsekretär Reinhard Langthaler hält dazu fest:
„Der Fall Ruck hat schonungslos offengelegt, dass das eigentliche Problem weit über eine einzelne Person hinausgeht. Das derzeitige System der Wirtschaftskammer hat sich in vielen Bereichen zu weit von den Unternehmern und ihren täglichen Herausforderungen entfernt. Die Wirtschaftskammer muss wieder das werden, wofür sie geschaffen wurde: eine starke, unabhängige und schlagkräftige Interessenvertretung der österreichischen Betriebe – und kein Ort, an dem der Erhalt von Machtstrukturen wichtiger erscheint als die Anliegen der Unternehmer.
Das Vertrauen der Unternehmer darf nicht auf einer gesetzlich abgesicherten Pflichtmitgliedschaft beruhen, sondern muss Tag für Tag durch konkrete Leistungen und messbare Erfolge verdient werden. Unser Leitbild lautet daher klar: Leistung statt Zwang. Wer Unternehmer vertreten will, muss sich das Vertrauen seiner Mitglieder erarbeiten und darf es niemals als selbstverständlich ansehen.
Der parteipolitische Filz, überkommene Strukturen und jahrzehntelang gewachsene Machtapparate haben ausgedient. Jetzt ist die Zeit für einen echten Systemwechsel und einen umfassenden Neustart der Wirtschaftskammer – im Interesse der Unternehmer und nicht der Funktionäre.“
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