- 28.07.2026, 12:06:02
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Wien ist auf die kommende Hitzewelle vorbereitet
Verlängerte Öffnungszeiten in Bädern, zahlreiche Abkühlungsmöglichkeiten, Coole Zonen und Hitzewarndienst unterstützen die Wiener*innen an heißen Tagen
Für die kommenden Tage werden Temperaturen von deutlich über 35 Grad erwartet. Langanhaltende Hitze kann insbesondere für ältere Menschen, Kinder sowie Menschen mit Vorerkrankungen zur gesundheitlichen Belastung werden. Die Stadt Wien setzt deshalb auf ein umfassendes Hitzeschutzangebot: von verlängerten Öffnungszeiten in Bädern über kostenlose Abkühlungsmöglichkeiten bis hin zu Trinkbrunnen, Coolen Zonen und dem Hitzewarndienst.
Die Hitze-Situation in Wien wird im Rahmen der AMAS (Austrian Multi-Hazard Advice Service) und im Rahmen der Koordinierungseinrichtungen der Stadt Wien laufend beurteilt und präzise beobachtet. Je nach Lage kann demnach anlassbezogen und flexibel über weitere Maßnahmen entschieden werden.
NEU: Verlängerte Öffnungszeiten in vier Wiener Freibädern
Klima- und Bäderstadtrat Jürgen Czernohorszky hat die Verlängerung der Öffnungszeiten von drei weiteren Bädern veranlasst: „Wiens Bäder sind wichtige Hitzeschutzpartner und für viele Menschen eine gute Möglichkeit, den hohen Temperaturen zu entkommen. Das haben die hohen Gästezahlen während der vergangenen Hitzewelle bewiesen.“
Zusätzlich zum Strandbad Alte Donau verlängern nun auch das Kongreßbad, das Sommerbad Laaerberg und das Brigittenauer Bad ihre Öffnungszeiten, damit ist eine gute Verteilung über das gesamte Stadtgebiet sichergestellt:
- 30. Juli bis 2. August um 21 Uhr, (Badeschluss 20:30 Uhr)
- 3. August bis 9. August bis 20:30 Uhr (Badeschluss 20:00 Uhr)
Alle Infos zu den Wiener Bädern finden Sie hier: https://www.wien.gv.at/freizeit/baeder
Kostenlose Badeplätze auf 63 Kilometer Uferlänge
Nicht nur in den städtischen Freibädern kann im Sommer Abkühlung gefunden werden, den Wiener*innen steht auch eine Vielzahl an gratis Badeplätzen zur Verfügung – etwa an Neuer und Alter Donau. Insgesamt bieten 63 Kilometer frei zugängliche Ufer mit kostenlosen Badeplätzen Erholung am Wasser. Dieser freie Zugang zu Natur, Badeplätzen, Freizeitangeboten, Sport und Kultur spielt für die ausgezeichnete Lebensqualität der Stadt eine entscheidende Rolle.
Das moderne Freizeitareal Pier 22 ist rund 13.000 Quadratmeter groß, liegt direkt bei der Reichsbrücke und verbindet großzügige konsumfreie Aufenthaltsflächen, Badeplattformen, Wasserzugänge, ein vielseitiges Sportangebot, Duschen und weitläufige Liegewiesen zu einem Freizeitparadies direkt am Wasser – mit U-Bahn-Anschluss.
Vis-a-vis vom Pier 22 bietet der hippe CopaBeach urbanes Strandfeeling mit Sandflächen, Liegebereichen und dem einzigartigen Ambiente direkt an der Neuen Donau. Abgerundet wird das Angebot durch einen modernen Gastromix. Der Arena Beach in der Kaisermühlenbucht begeistert mit großzügigem Sandstrand, Arena-Terrassen und einer familienfreundlichen Flachwasserzone. Die Piratbucht lockt mit einem rund 200 Meter langen Sandstrand, naturnahen Badeeinstiegen und schattigen Aufenthaltsbereichen unter großen Baumkronen. Auch der Familienbadestrand am Ufer der Neuen Donau bietet auf 250 Metern Länge einen besonders kinderfreundlichen Wasserzugang. Kleine vorgelagerte Inseln verhindern Wellenschlag und sorgen für sicheres Badevergnügen.
Neben der Donauinsel bleibt die Alte Donau eines der beliebtesten Naherholungsgebiete Wiens. Das traditionsreiche Badeparadies verbindet Naturidylle mit zahlreichen konsumfreien Badeplätzen. Etwa der Arbeiter*innenstrand, der eine 23.000 Quadratmeter große Liegelandschaft mit naturnahen Wasserzugängen ergänzt. Die Strombucht am Dampfschiffhaufen mit ihrer weitläufigen Wiese steht seit 2016 der Allgemeinheit offen. Auf rund 6.000 Quadratmetern kann hier nach Herzenslust entspannt, gebadet und abgekühlt werden. Mit dem neuen Bank Austria Park wurde ein weiterer Meilenstein in Sachen öffentlicher, konsumfreier Raum gesetzt: Auf 28.000 Quadratmetern lassen sich Werke internationaler Kunstschaffender – kuratiert von Österreichs Universalkünstler André Heller – entdecken und der Ausflug mit einem Sprung ins Wasser verbinden. Vier neue Badestege und fünf Schwimmplattformen an der Oberen Alten Donau direkt am Wasser ermöglichen einen komfortablen Einstieg ins kühle Nass.
Alle Infos zum Pier 22 und zum Copa Beach: www.copabeach.wien/pier22
37 Coole Zonen und Trinkbrunnen
Bewährt haben sich in den vergangenen Jahren die „Coolen Zonen“, also frei zugängliche Räume, in denen man sich ohne Konsumzwang abkühlen und auch länger verweilen kann. Die Coolen Zonen bieten angenehme Raumtemperaturen, so dass der Körper keiner Belastung (Hitzestress) ausgesetzt ist. In freundlicher Atmosphäre stehen Sitzmöglichkeiten, kostenloses Trinkwasser und Toiletten zur Verfügung. Coole Zonen sind für alle Menschen gratis. In Summe gibt es mittlerweile bereits 37 Coole Zonen in der Stadt Wien. Mehrere dieser Abkühlungsorte sind am Wochenende geöffnet, neu dazugekommen das Wien Museum am Karlsplatz, das Samstag und Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet ist. Das Haus Erlebnis Europa in der Rotenturmstraße 19 öffnet zusätzlich am Samstag von 10:00 bis 18:00 Uhr. Alle Details zu Öffnungszeiten (etwa auch am Wochenende) und standortspezifische Angebote finden sich auf der Website der Coolen Zonen: https://www.wien.gv.at/stadtplan
Für ausreichend Trinkwasser sorgen auch 1.800 öffentliche Trinkbrunnen im gesamten Stadtgebiet. Seit 2021 wurden mehr als 700 neue Standorte errichtet, allein im Jahr 2025 kamen 200 hinzu. Alles zu den Trinkbrunnen: https://www.wien.gv.at/umwelt/trinkbrunnen
Schnelle Abkühlung für Senior*innen in Wien
In 20 Pensionist*innenklubs des Kuratoriums Wiener Pensionist*innenwohnhäusern sind „Coole Zonen“ eingerichtet, die angenehme Temperaturen zwischen 20 und 24 Grad Celsius anbieten. Vier davon sind auch am Wochenende jeweils von 12:00 bis 18:00 Uhr geöffnet: https://kwp.at/pensionistenklubs/klubs/unsere-klubs/
Um an heißen Tagen schnelle Entlastung zu bieten, stehen in allen 29 Häusern zum Leben klimatisierte Aufenthalts- und Rückzugsräume zur Verfügung.
Eine gezielte Trinkförderung, eine wasserreiche Ernährung und eine engmaschige, individuelle Betreuung helfen dabei, gesundheitliche Risiken für die Seniorinnen und Senioren effektiv zu reduzieren. Unterstützung kommt dabei direkt aus der eigenen Forschungsküche: Sie entwickelt laufend innovative Angebote und spezielle Produkte, um die Flüssigkeitsversorgung der Bewohnerinnen und Bewohner optimal zu fördern.
Den entscheidenden Unterschied machen jedoch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren täglicher Einsatz die wirksame Umsetzung all dieser Maßnahmen im Pflegealltag überhaupt erst garantiert. Gleichzeitig investiert die Organisation in langfristige, nachhaltige Lösungen. Durch den gezielten Einsatz von Begrünung, Beschattung, Photovoltaikanlagen und moderner Kühlung werden die Gebäude dauerhaft klimafit gemacht.)
Grünraum und Wasserspielplätze gegen Hitzebildung
Neben den kurzfristigen Maßnahmen baut Wien den Hitzeschutz seit Jahren konsequent aus. Grünflächen, Bäume, Entsiegelung und Wasserflächen tragen dazu bei, Hitzeinseln im dicht verbauten Stadtgebiet zu reduzieren. Wien pflanzt jährlich im Schnitt bis zu 4.500 Bäume und schafft – zusätzlich zu den bereits bestehenden mehr als 1.000 Parks – weitere Grünräume, um Hitzeinseln abzukühlen. Zusätzlich gibt es in den Parks vermehrt Wasserspiele bzw. eigene Wasserspielplätze.
Die Wiener Stadtgärten pflegen mehr als 500.000 Stadtbäume. Bäume gehören zu den wichtigsten Schattenquellen, deshalb schützt die Stadt den Baumbestand seit der Novelle des Wiener Baumschutzgesetzes noch stärker. Darüber hinaus schafft die Stadt Wien mit dem intensiven Ausbau der Grünräume mit Parks, Wäldern und weiteren Miniwäldern („Wiener Wäldchen“ und „Wiener Straucherl“) wertvolle neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere.
Entsiegelungen gegen Hitzestau
An Plätzen, an denen keine Bäume gepflanzt werden können, sind kühlende Grünfassaden eine ideale Lösung. Die Stadt fördert die Errichtung von Vertikalbegrünungen als wesentliche Abkühlungsmaßnahme. In den nächsten Jahren sollen viele private Häuser, aber auch Schulen, Amtsgebäude und Gemeindebauten begrünt werden. Auf entsiegelten Flächen kann Regenwasser direkt vor Ort versickern. Dadurch werden der Boden und die Pflanzen mit Wasser versorgt. Die Grünflächen kühlen die Luft um 3 bis 6 Grad Celsius, Bäume verstärken diesen Effekt bei Hitzewellen.
Gekühlte Grätzl-Wohnzimmer in allen Bezirken
Unter dem Motto „Raus aus dem Asphalt“ hat die Stadt Wien vor rund fünf Jahren die bisher größte Begrünungs-, Entsiegelungs- und Kühlungsoffensive im öffentlichen Straßenraum gestartet. Bislang wurden über 344 Projekte in allen 23 Bezirken umgesetzt und es sind überall in der Stadt gekühlte „Grätzl-Wohnzimmer“ und Mikro-Freiräume mit schattenspendender Begrünung und Cooling-Elementen wie Nebelstelen, Trinkbrunnen und Wasserspielen entstanden, die auch bei Hitze zum Verweilen einladen. Insgesamt wurden bereits mehr als 3.300 Bäume allein im Straßenraum gepflanzt, mehr als 2.700 Sitzmöglichkeiten errichtet und knapp 2.000 Quadratmeter Wasserspiele geschaffen. Die Grätzl erhalten so eine massive Verbesserung des Mikroklimas und damit dringend benötigte Kühlung – das verspricht Entspannung und Abkühlung an heißen Tagen in der Nachbarschaft.
„Mit unserer Raus aus dem Asphalt-Offensive haben wir gerade bei den Bahnhofsvorplätzen – wie am Praterstern oder beim Franz Josefs Bahnhof bereits sicht- und fühlbare Schritte zur Entsiegelung, Begrünung, Kühlung und genereller Aufwertung gesetzt“, erläutert Planungsstadträtin Ulli Sima.
Mehr Infos dazu: https://wienwirdwow.at
80 Prozent der Wiener Öffis fahren bereits cool
Wer an heißen Tagen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, kann sich auf die Wiener Linien verlassen. Wien investiert in einen starken öffentlichen Verkehr, weil er Emissionen senkt und zugleich klimaresilient weiterentwickelt werden muss. Die Wiener Linien haben in den vergangenen 20 Jahren konsequent in Infrastruktur, Instandhaltung und Überwachung investiert. Damit ist der Öffi-Betrieb auch bei hohen Temperaturen grundsätzlich stabil. Wer jetzt in Wien die Öffis nützt, fährt mit hoher Wahrscheinlichkeit in wohltemperierten Fahrzeugen. Denn knapp 80 Prozent der Flotte sind bereits klimatisiert. Die Busse der Wiener Linien sowie die gesamte Linie U6 sind zu 100 Prozent klimatisiert. Aktuell liegt der Anteil der klimatisierten U-Bahnen und Straßenbahnen bei 64 Prozent. Mit jedem neuen Fahrzeug erhöht sich der Anteil der klimatisierten Fahrzeuge stetig, denn seit 2001 schaffen die Wiener Linien nur noch Fahrzeuge mit Klimaanlagen an.
Übrigens: Seit Anfang Juli wird auch in der WienMobil App sichtbar, welche Fahrzeuge klimatisiert sind. Die Information wird in der App bei den U-Bahn-Abfahrtszeiten angezeigt und unterstützt Fahrgäste vor allem an Hitzetagen bei der Planung. Die klimatisierten ULF-Niederflurstraßenbahnen sind daran erkennbar, dass alle Leuchten und Blinker des Fahrzeugs rund sind und sich über den Sitzen die Luftauslässe der Klimaanlage befinden. Auf den Linien U1 bis U4 sind alle V-Züge und die neuen X-Züge klimatisiert. Sie erkennen diese Züge daran, dass sie innen durchgängig begehbar sind.
Gesundheitstelefon 1450 Wien und Hitzeratgeber: Hitzetipps immer dabei
Sollten trotz aller Vorsichtmaßnahmen aufgrund der Hitze akute Beschwerden bzw. körperliches Unwohlsein auftreten, ermöglicht ein Anruf bei der Gesundheitsberatung 1450 Wien eine rasche, erste Einschätzung der Symptome durch Fachexpert*innen. Gerade während Hitzewellen häufen sich Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme oder Übelkeit. Aber auch Sonnenbrände, Ausschläge und Insektenstiche rücken über den Sommer stärker in den Vordergrund. Je nach Dringlichkeit und Symptomatik empfehlen die diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegekräfte bei 1450 den individuell optimalen Versorgungsort – das kann von einer Akutversorgung über die Abklärung im niedergelassenen Bereich bis zu Selbstbehandlungstipps reichen. Tipps zum Umgang mit der Hitze gibt es bei Bedarf nach dem Anruf auch per SMS-Service direkt auf das Mobiltelefon bzw. auf der Website 1450.wien
Der Wiener Hitzeratgeber gibt ebenfalls wertvolle Hitzetipps und ist eine wertvolle Informationsquelle über Auswirkungen von Hitze auf den menschlichen Körper, hitzebedingt Erkrankungen und Notfälle: https://www.wien.gv.at/spezial/hitzeratgeber
Hitzewarndienst zum Schutz der Bevölkerung
Neben dem Warndienst der Wiener Landessanitätsdirektion bietet die Stadt Wien-App Echtzeit-Mitteilungen zu Hitze- und anderen Wetterwarnungen. https://www.wien.gv.at/live/app
(Schluss) red
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