- 27.07.2026, 16:22:33
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Deutschmeisterbund begrüßt Einigung zur Wehrdienstreform: „Es war ohnehin bereits fünf nach zwölf“ –
Mit der Reform muss auch verpflichtende Kaderausbildung wieder eingeführt werden.
Der Deutschmeisterbund begrüßt die politische Einigung auf das heute von der Bundesregierung präsentierte Wehrdienstmodell „6+3“ mit sechs Monaten Grundwehrdienst und weiteren 3 Monaten verpflichtender Miliz- bzw. Truppenübungstage. Der Beschluss sei ein längst überfälliger Schritt zur Stärkung der militärischen Landesverteidigung Österreichs. „Diese Einigung ist zwar ein Kompromiss, aber gleichzeitig ein überfälliges Signal sicherheitspolitischer Vernunft. Mit heute ist klar: Eine Miliz, die im Ernstfall funktionieren soll, braucht eine fundierte Ausbildung, klare Verbindlichkeit und auch regelmäßige Übungen. Österreich trägt mit der heute präsentierten Lösung endlich auch den veränderten geopolitischen Rahmenbedingungen Rechnung!“, erklärt der Präsident des Deutschmeisterbundes, Major i.T. Robert Spevak.
Der Deutschmeisterbund hatte sich in den vergangenen Monaten wiederholt für eine rasche Umsetzung der Empfehlung der Wehrdienstkommission des Modells „8 plus 2“ ausgesprochen und vor weiterem politischen Zögern gewarnt. Die nun erzielte Einigung sei zwar ein Kompromiss, stelle gegenüber dem derzeitigen System jedoch zumindest einen großen Fortschritt dar. „Was die Verteidigungsfähigkeit Österreichs betrifft, ist es sicherheitspolitisch ohnehin bereits fünf nach zwölf. Wer Miliz sagt, muss auch Übung sagen. Mit der nun vereinbarten Verpflichtung zu Milizübungen wird dieser Grundsatz künftig wenigstens berücksichtigt!“, betont Spevak.
Dank an Verteidigungsministerin Klaudia Tanner
Der Deutschmeisterbund danke insbesondere Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, die die Empfehlungen der Wehrdienstkommission konsequent vertreten habe: „Ihr beharrlicher Einsatz hat wesentlich dazu beigetragen, dass trotz schwieriger Verhandlungen und geleisteter Blockaden nun eine Einigung erzielt werden konnte.“ Entscheidend sei nun, dass die Reform nicht nur beschlossen, sondern auch rasch, praktikabel und mit den erforderlichen personellen sowie finanziellen Ressourcen umgesetzt werde. „Sechs Monate Grundwehrdienst und 3 Monate Milizübungen lösen nicht alle bestehenden Probleme. Sie sind aber ein klarer Schritt zu einer höheren Einsatzfähigkeit der Miliz und damit des Österreichischen Bundesheeres insgesamt.“, so Spevak.
Verpflichtende Kaderausbildung sicherstellen
Mit der Reform müsse zeitgleich auch die verpflichtende Kaderausbildung wieder verbindlich umgesetzt werden. Nur so könne die Führungsfähigkeit der Milizverbände insbesondere auf Ebene der Milizchargen und Milizunteroffiziere langfristig gewährleistet werden. „Die Kaderausbildung ist dringend notwendig, damit wichtige Funktionen wie jene von Gruppenkommandanten und Fachunteroffizieren wieder in ausreichender Zahl mit qualifiziertem Milizpersonal besetzt werden können. Auch die Wehrdienstkommission hält fest, dass für die Verteidigungsfähigkeit des Bundesheeres genügend ausgebildetes und beordertes Milizkaderpersonal verfügbar und mobilmachbar sein muss. Eine ausschließlich freiwillige Kaderausbildung reicht dafür eindeutig nicht aus“, erklärt Spevak abschließend.
Über den Deutschmeisterbund
Der Deutschmeisterbund ist ein Dachverband von Miliz- und Traditionsvereinen. Er widmet sich der Pflege und Förderung der Tradition des k.u.k. Infanterieregiments „Hoch- und Deutschmeister“ Nr. 4, das 1696 gegründet wurde und heuer den 330. Jahrestag seiner Aufstellung feiert. Dem Deutschmeisterbund gehören zahlreiche Vereine an, die sich der Deutschmeister-Tradition verpflichtet fühlen. Zum Verband zählt auch der Partnerverein „Hoch- und Deutschmeister“ des strukturierten Miliz-Jägerbataillons Wien 1 „Hoch- und Deutschmeister“ des Österreichischen Bundesheeres.
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