• 24.07.2026, 22:33:32
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UNOS zu Causa Ruck: Selbst die ÖVP zieht Konsequenzen – jetzt muss auch der Wirtschaftsbund Wien endlich handeln

Bernhard: „Wenn selbst die eigene Partei Walter Ruck ausschließt, darf der Wirtschaftsbund nicht länger an ihm festhalten. Jede weitere Minute im Amt schadet der Wirtschaftskammer“

Wien (OTS) - 

Der Ausschluss Walter Rucks aus der ÖVP ist ein unmissverständliches Signal: Selbst seine eigene Partei zieht Konsequenzen. Für den Wiener Wirtschaftsbund gibt es damit keine glaubwürdige Begründung mehr, ihn weiterhin als Präsident der Wirtschaftskammer Wien zu stützen.

„Wenn selbst die ÖVP zu dem Schluss kommt, dass Walter Ruck nicht länger tragbar ist, ist es völlig unverständlich, wenn der Wirtschaftsbund weiterhin an ihm festhält. Jeder weitere Tag, den er Präsident der Wirtschaftskammer Wien bleibt, vergrößert den Schaden für die Kammer und ihre Mitglieder“, kritisiert UNOS Bundessprecher Michael Bernhard.

Für UNOS geht die Causa längst weit über eine einzelne Person hinaus. Die bekannt gewordenen Aussagen zu Postenschacher, Machtmissbrauch, frauenfeindlichen Äußerungen und dem respektlosen Umgang mit Teilen der Unternehmerschaft zeichnen das Bild eines Führungsverständnisses, das mit einer modernen Interessenvertretung unvereinbar ist. „Das Problem ist nicht nur, was Walter Ruck gesagt haben soll. Das eigentliche Problem ist, dass jemand mit einem derartigen Führungsverständnis an der Spitze der Wirtschaftskammer Wien steht. Damit verliert die Institution jeden Tag weiter an Glaubwürdigkeit“, so Bernhard.

Die Wirtschaftskammer Wien ist die gesetzliche Interessenvertretung hunderttausender Unternehmerinnen und Unternehmer. Gerade deshalb muss an ihre Führung ein besonders hoher Maßstab angelegt werden: „Die Wirtschaftskammer braucht jetzt keine Durchhalteparolen, sondern Konsequenz. Wer die Glaubwürdigkeit der eigenen Institution beschädigt, kann sie nicht gleichzeitig nach außen vertreten. Walter Ruck muss den Weg für einen Neuanfang freimachen.“

Ein Rücktritt allein reicht allerdings nicht. UNOS fordern strukturelle Reformen: transparente Besetzungsverfahren, einen verbindlichen Code of Conduct, klare Compliance-Regeln und eine Führungskultur, die Integrität nicht nur nach außen vermittelt, sondern auch intern lebt. Darüber hinaus braucht es eine Neuzuteilung der Mandate entsprechend dem Wählerwillen bei der Wirtschaftskammerwahl 2025. Die Stimmen müssen wieder jenen Wählergruppen zugerechnet werden, für die sie ursprünglich abgegeben wurden. Dadurch würden auch die derzeitigen Machtverhältnisse in der Wirtschaftskammer Wien wieder dem tatsächlichen Wählerwillen entsprechen und die Dominanz des Wirtschaftsbundes beendet werden.

„Es geht uns nicht darum, eine Personaldebatte zu führen. Es geht darum, dass sich die Wirtschaftskammer endlich wieder mit den Anliegen ihrer Mitglieder beschäftigt – und nicht mit sich selbst“, so Bernhard.

UNOS - Unternehmerisches Österreich vertreten seit 2014 die Interessen liberal denkender Unternehmerinnen und Unternehmer und sind in acht Wirtschaftsparlamenten präsent.

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