- 22.07.2026, 13:58:02
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Grüne Wien/Berner zu Auszeit-WGs: Kein Meilenstein, sondern Rückschritt
Als „Rückschritt“ bezeichnet die Familiensprecherin der Grünen Wien, Ursula Berner, die jetzt gestartete Wiener „Auszeit-WG“ für strafmündige Jugendliche unter 14 Jahren. „6 Wochen in der Auszeit-WG sind viel zu kurz, um hier eine nachhaltige Veränderung zu erreichen. Die Probleme werden so nicht gelöst werden können“, so Berner.
Die knapp 1 Million Euro, die die Auszeit-WGs für zwei Kinder nun kosten, wären viel besser in eine Reform der MA 11, der Kinder- und Jugendhilfe, investiert, denn, so Berner: „Kinder brauchen stabile Bezugspersonen und eine bedürfnisgerechte Betreuung“. Die Grünen Wien fordern mehr Personal für 1:1 Betreuung in allen Einrichtungen der MA11, bessere Arbeitsbedingungen, einen Ausbau von Kinderschutz und die Entwicklung von Zukunftsperspektiven für die Kids.
„Statt in Safer Spaces Perspektiven entwickeln zu können, werden in den Einrichtungen der MA11 derzeit höchstens die Grundbedürfnisse abgedeckt. Leidtragende sind die Kinder, weil ihnen stabile Bezugspersonen fehlen und eine bedürfnisgerechte Betreuung schwierig ist. Alleingelassene unter 14-jährige suchen dann erst recht wieder das Abenteuer auf der Straße oder flüchten in Abhängigkeit. Prävention startet, wo langfristig Zukunftsperspektiven mit den Jugendlichen erarbeitet werden können - in vertrauensvollen Beziehungen“, so Berner abschließend.
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