• 17.07.2026, 10:00:32
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Zillertalbahn: Mobilitätsminister Hanke sichert Finanzierung für Modernisierung

Bund beteiligt sich an Kosten für Umstieg von Dieselzügen auf Akku-Hybrid-Züge. Hanke: „Wichtiger Schritt für moderne und klimafreundliche Mobilität im Zillertal“

Wien (OTS) - 

Mit dem Doppelbudget 2027/2028 hat die Bundesregierung das Mittelfristige Investitionsprogramm für Privatbahnen (MIP) deutlich aufgestockt: Ab 2027 stehen bundesseitig zusätzlich zu den regulären Mitteln für die Infrastruktur der Privatbahnen jährlich 25 Millionen Euro zur Verfügung. Das Gesamtbudget wächst damit auf rund 114 Millionen Euro. Damit kann die für den Umstieg von Diesel- auf moderne Akku-Hybrid-Züge notwendige Modernisierung der Infrastruktur umgesetzt werden. Der Bund sichert dem Land Tirol zudem eine anteilige Mitfinanzierung bei der Beschaffung der neuen, elektrisch betriebenen Fahrzeuge zu und ermöglicht damit den baldigen Start der Ausschreibung.

„Es ist uns in den Budgetverhandlungen gelungen, das Mittelfristige Investitionsprogramm für Privatbahnen trotz spürbaren Konsolidierungsdrucks deutlich aufzustocken, um die dringlichsten Infrastrukturvorhaben sicherzustellen. Damit können jene Projekte umgesetzt werden, für die auch die Länder eine Finanzierungszusage geben. Mit dem vorliegenden Doppelbudget ist eine Beteiligung des Bundes für die anstehenden Fahrzeugbeschaffungen bei den Zillertaler Verkehrsbetrieben möglich. Öffentlicher Verkehr ist aus meiner Sicht Teil der Daseinsvorsorge – gerade in ländlichen Regionen wie dem Zillertal müssen Menschen auf eine zuverlässige, moderne und klimafreundliche Bahn zählen können. Zusätzlich stellen die Modernisierungen einen Motor für die Wirtschaft, die Beschäftigung und den Tourismus in der Region dar. Ich danke dem Land Tirol für die hervorragende Zusammenarbeit und freue mich, dass wir eine Verbesserung für die Fahrgäste auf den Weg bringen können“, betont Bundesminister Peter Hanke.

“Die Dekarbonisierung der Zillertalbahn ist für die Region und das Land ein zentrales Projekt. Es freut mich, dass es mit Rückendeckung aus Tirol gelungen ist, die notwendigen Bundesmittel für den zeitnahen Umstieg auf einen elektrifizierten Antrieb zu sichern. Durch die Unterstützung von Bundesminister Peter Hanke und den Einsatz des Zillertals steht einer raschen Umsetzung nichts mehr im Weg. Besonderer Dank gilt auch Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler und Nationalrat Franz Hörl, die dieses gemeinsame Vorhaben maßgeblich vorangetrieben haben. Es gilt nun, keine Zeit mehr zu verlieren und die zur Verfügung stehenden Mittel von Bund, Land und aus der Region bestmöglich zu nützen”, erklärt Tirols Landeshauptmann Anton Mattle.

Entscheidender Schritt zu klimafreundlichem Bahnverkehr im Zillertal

Landesrat René Zumtobel freut sich: “Der Einsatz bei den Budgetverhandlungen des Bundes hat sich für Tirol gelohnt. Mit der nunmehrigen Finanzierungszusage des Bundes für die neue Infrastruktur und die neuen Fahrzeuge können die nächsten Projektschritte angegangen werden. Damit rücken wir der Dekarbonisierung einen wichtigen Schritt näher und mit 2030 startet eine neue Ära der emissionsfreien Mobilität im Zillertal.”

„Ich freue mich, dass der Bund in Vorlage geht und danke den Herren Bundesminister Peter Hanke und Landeshauptmann Toni Mattle für deren Einsatz und Durchsetzungsvermögen angesichts der angespannten gesamtstaatlichen Finanzlage“, so Abg. z. NR Franz Hörl.

Das Zillertal ist durch Tourismus und Pendelverkehr stark verkehrsbelastet und die derzeit mit Diesel betriebenen Fahrzeuge der Zillertalbahn haben das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht. Eine zeitnahe Entscheidung für die weitere Vorgehensweise zum Betrieb der Bahn war daher entscheidend. Die Modernisierung der Fahrzeugflotte ist daher ein wesentlicher Beitrag zu einer leistungsfähigen und verlässlichen Bahnverbindung. Der Umstieg auf klimafreundliche Akku-Hybrid-Züge ist zugleich ein wichtiger Schritt zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors. Die neuen, modernen und barrierefreien Züge sollen den Anforderungen der Region gerecht werden und den öffentlichen Nahverkehr im Tal attraktiver und leistungsfähiger machen – zum Vorteil der Pendlerinnen und Pendler ebenso wie der Gäste der Region.

Modernisierung als Motor für Wirtschaft, Beschäftigung und Tourismus

Das Projekt stellt ein erhebliches öffentliches Investitionsvolumen dar, das über mehrere Jahre hinweg Aufträge für die Bahnindustrie, den Infrastrukturbau (Oberleitungen, Ladeinfrastruktur, Unterwerke) und die regionale Bauwirtschaft auslöst und damit Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region wie im gesamten Wirtschaftsstandort Österreich sichert.

Die Zillertalbahn hat auch für die touristisch bedeutendste Region Tirols erhebliche wirtschaftliche Relevanz, da sie unter anderem über die Anbindung an die Skigebiete integraler Bestandteil der touristischen Infrastruktur ist. Für die Zillertaler Gemeinden, die über die Zillertaler Verkehrsbetriebe AG mehrheitlich Miteigentümer der Bahn sind, ist das Projekt ein klares Bekenntnis zu einer langfristig gesicherten, öffentlichen regionalen Mobilität.

Rückfragen & Kontakt

Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI)
Carina Novy
Telefon: +43 1 711 62-65 8010
E-Mail: [email protected]
Website: https://bmimi.gv.at

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