- 16.07.2026, 13:18:32
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Bauernbund fordert rasche EU-Maßnahmen für Schweinehaltung
Strasser: „Es braucht einen Krisenmechanismus und EU-weit einheitliche Haltungsstandards“
Die aktuelle Preissituation in der österreichischen Schweinehaltung ist für viele Betriebe existenzbedrohend. „Wir beschäftigen uns schon seit Jahresanfang im Zuge unserer Kampagne „Schleuderpreise stoppen“ intensiv mit der Preissituation im Ackerbau sowie bei Schweinefleisch und Milch. In der Schweinehaltung folgt nach einem schwierigen Jahr 2025 aktuell nochmals ein massiver Preisverfall. Unsere Forderung ist klar: Es braucht einen rasch wirksamen Krisenmechanismus auf EU-Ebene, um auf die aktuellen Marktverwerfungen zu reagieren. Darüber hinaus muss die EU-Kommission endlich für einheitliche Standards in der Schweinehaltung am europäischen Binnenmarkt sorgen“, so Bauernbund-Präsident Abg.z.NR DI Georg Strasser.
Hohe Mengen an spanischem Schweinefleisch belasten europäischen Markt
Grund für die aktuell sinkenden Preise sind vor allem Exportsperren aufgrund der Afrikanischen Schweinepest. Dadurch gelangt etwa Schweinefleisch aus Spanien, das sonst nach China gegangen wäre, auf den EU-Markt und drückt damit den Preis.
Strasser dazu: „Es kann nicht sein, dass die Überproduktion der spanischen Schweinehaltung am EU-Binnenmarkt abgeladen wird und hier einen Preisverfall verursacht, der die Existenz unserer Bauernfamilien gefährdet. Die EU ist dringend gefordert, diesen Marktverwerfungen durch einen Krisenmechanismus Einhalt zu gebieten.“
EU-weit einheitliche Haltungsstandards als Ziel
Aus Sicht von Strasser führt kein Weg an einer EU-weiten Angleichung der Haltungsstandards vorbei: „Österreichische Schweinebäuerinnen und -bauern produzieren zu höchsten Qualitäts-, Umwelt- und Tierwohlstandards. Diesen Weg können wir nur weitergehen, wenn die Rahmenbedingungen fair sind. Dazu gehören EU-weit gleiche Standards in der Schweinehaltung, damit unsere Familienbetriebe keinen Wettbewerbsnachteil haben. Ich bin froh, dass die EU sich in der Anfang Juli präsentierten Nutztierstrategie zu diesem Weg bekennt. Zukünftig sollen die hohen österreichischen Standards die Richtschnur für die europäische Schweineproduktion sein. Diesen Worten müssen nun rasch auch Taten folgen.“
„National kommen wir unserer Verantwortung nach und setzen die nächsten Schritte auf dem Weg zu einer einheitlichen und flächendeckenden Herkunftskennzeichnung für Fleisch, Milch und Eier in der Gastronomie. Auch in der öffentlichen Beschaffung muss das österreichische AMA-Gütesiegel-Schwein Vorrang haben. Die Österreicherinnen und Österreicher schätzen die hohe Qualität von heimischem Schweinefleisch. Sie brauchen aber Transparenz, um sich bewusst dafür entscheiden zu können“, so Strasser abschließend.
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