- 15.07.2026, 13:10:02
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Venezuela: Jugend Eine Welt bittet weiter um Spenden zum Ausbau der Erdbebenhilfe
Jugend Eine Welt-Nothilfe-Koordinator Wolfgang Wedan vor Ort | Krankheitsausbrüche wie Durchfall oder Malaria nehmen zu | Spenden weiterhin dringend nötig

Drei Wochen nach den schweren Erdbeben in Venezuela ist die humanitäre Lage im Staat zwischen Anden und Karibik weiterhin äußerst angespannt. Nach offiziellen Angaben von UN-OCHA, dem Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten kamen (Stand 11. Juli) mehr als 4.400 Menschen ums Leben, fast 17.000 wurden verletzt. Rund 18.000 Menschen verloren ihr Zuhause. Zudem mehren sich aufgrund starker Regenfälle Krankheiten wie Durchfall, Hepatitis, aber auch Malaria oder Denguefieber. Die österreichische Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt startete unmittelbar nach der Erdbebenkatastrophe umfassende Nothilfe-Maßnahmen. Wolfgang Wedan, Globaler Nothilfe-Koordinator von Jugend Eine Welt und schon vor den Erdbeben in Venezuela stationiert, unterstützt gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen Betroffene in den Regionen La Guaira und Caracas mit dringend benötigten Hilfsgütern.
Massive Schäden
„Die Erdbeben trafen eine Bevölkerung, die bereits zuvor mit erheblichen wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen konfrontiert war. Zerstörte Wohnhäuser sowie massive Schäden an der Wasser-, Strom-, Gesundheits- und Verkehrsinfrastruktur erschweren die Versorgung der Menschen zusätzlich“, schildert Wedan die aktuelle Lage. Besonders betroffen sind die Regionen La Guaira an der Karibikküste im Norden sowie der Großraum der Hauptstadt Caracas. „Tausende Familien leben weiterhin in Notunterkünften oder provisorischen Zeltsiedlungen. Während viele Schulen derzeit als Unterschlupf dienen und deshalb für den Unterricht nicht zur Verfügung stehen.“
Prekäre Lage für Familien
Der Mangel an Lebensmitteln, sauberem Trinkwasser, Medikamenten, Hygieneartikeln und Gütern des täglichen Bedarfs verschärft die ohnehin schon prekäre Lage der notleidenden Menschen. Gemeinsam mit Partnern vor Ort verteilt Jugend Eine Welt Lebensmittelpakete, Trinkwasser in Flaschen sowie Hygiene-Kits, die speziell auf die Bedürfnisse von Frauen, Mädchen und Kindern abgestimmt sind und unter anderem Windeln enthalten. Darüber hinaus finanziert Jugend Eine Welt Freizeit- und Schul-Kits für betroffene Kinder. Diese helfen dabei, den Wiedereinstieg in den Schulalltag zu erleichtern. Damit die Hilfe rasch und zuverlässig bei den betroffenen Familien ankommt, übernimmt Jugend Eine Welt außerdem sämtliche notwendigen Logistikkosten, darunter Fahrzeugmieten, Treibstoff und Transporte. „Unser Ziel ist es, den Familien in dieser schwierigen Situation möglichst schnell Sicherheit und Stabilität zu geben“, erklärt Wedan. „Mit den Lebensmittel- und Hygienepaketen können wir Mütter mit Kindern einen Monat lang versorgen. Gleichzeitig möchten wir Kindern durch Schul- und Freizeit-Kits wieder ein Stück Normalität zurückgeben. Gerade nach einer Katastrophe brauchen Kinder sichere Orte zum Lernen und Spielen, um das Erlebte besser verarbeiten zu können.“
Angst vor Nachbeben
Dass die Folgen der Erdbeben weit über die sichtbaren Zerstörungen hinausgehen, zeigte sich auch am vergangenen Freitag. Ein Nachbeben der Stärke 3,9 löste erneut große Angst unter der Bevölkerung aus. „Viele Menschen haben mittlerweile eine Erdbebenwarn-App auf ihrem Smartphone installiert. Sobald der Alarm ertönt, laufen sie schreiend ins Freie. Selbst dann, wenn ein Beben dieser Stärke kaum spürbar ist. Diese Reaktionen zeigen aber, wie tief Angst und Traumatisierung nach den Erdbeben sitzen“, so Wedan.
Hilfe bleibt dringend notwendig
Neben der unmittelbaren Nothilfe (Fälle von Durchfallerkrankungen und Hepatitis, Dengue Fieber, Malaria, Gelbfieber, Zika, Chikungunya- und Oropouche-Fieber steigen aufgrund der starken Regenfälle im Bebengebiet) werden nun zunehmend auch mittelfristige Maßnahmen erforderlich. Viele Familien benötigen in weiterer Folge sichere Unterkünfte, da Notquartiere und öffentliche Gebäude langfristig keine Lösung darstellen. Gleichzeitig erschweren steigende Preise aufgrund der galoppierenden Inflation (der Bolívar hat gegenüber dem Euro innerhalb eines Monats um rund 20,7 % an Wert verloren), eingeschränkte Transportmöglichkeiten und Einkommensverluste den Wiederaufbau. Jugend Eine Welt begleitet die notleidenden Menschen in den betroffenen Erdbeben-Regionen, gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen, auch in den kommenden Wochen. „Ziel ist es, nicht nur die unmittelbare Not zu lindern, sondern den Familien eine Perspektive für einen sicheren und selbstbestimmten Neuanfang zu ermöglichen“, erklärt Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt. „Ohne Unterstützung durch Spenden ist dies allerdings nicht möglich. Daher bitte ich Sie: Helfen Sie weiterhin den tausenden Erdbebenopfern in Venezuela.“
Jugend Eine Welt-Spendenkonto: AT66 3600 0000 0002 4000 | Onlinespenden unter www.jugendeinewelt.at/spenden | Spenden sind steuerlich absetzbar!
Weiterführende Informationen zur Erdbeben-Nothilfe von Jugend Eine Welt in Venezuela: www.jugendeinewelt.at/venezuela-nothilfe.
Bitte spenden Sie!
Bitte unterstützen Sie die Jugend Eine Welt-Nothilfe für die Opfer der Erdbebenkatastrophe in Venezuela mit Ihrer Spende.
Rückfragen & Kontakt
Jugend Eine Welt | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Thomas Zach, MA
Telefon: +4366488632574
E-Mail: [email protected]
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