- 15.07.2026, 12:18:32
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Medikamente kosten nicht nur, sondern schaffen vor allem Nutzen
Betonung der Kostendimension spart den Nutzen von Medikamenten aus, den sie für Betroffene, deren Umfeld und die Volkswirtschaft insgesamt haben.
Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG, nimmt zur heutigen Pressekonferenz des Dachverbands der Sozialversicherungsträger Stellung und sagt: „Es stimmt, dass die Anzahl der erstattungsfähigen Medikamente gestiegen ist. Das ist insofern sehr erfreulich, als damit immer mehr Behandlungsoptionen auch für immer mehr Krankheiten zur Verfügung stehen. Es darf dabei aber folgendes nicht außer Acht gelassen werden: Wir haben in Österreich ein Problem mit den zu niedrigen Preisen im niedergelassenen Bereich. Für die Unternehmen wird es immer schwieriger, ihre Produkte in der breiten Versorgung zu halten, weil sich die Preisspirale kontinuierlich nach unten dreht. Das ist vor dem Hintergrund der hohen Inflation noch prekärer. Und gerade deshalb muss umso mehr auch der Nutzen von Arzneimitteln bei Erstattungsfragen in den Fokus genommen werden, den sie für Patientinnen und Patienten, für deren Angehörige, das Gesundheitssystem und unsere Volkswirtschaft haben.
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Wichtig ist ebenso festzuhalten, dass die Beitragseinnahmen der Krankenversicherungsträger in den vergangenen drei Jahren stärker gewachsen sind als die Ausgaben für Heilmittel. An dieser Stelle übt Herzog Kritik an der unvollständigen Darstellung der Zahlen: „Die Unternehmen leisten jedes Jahr im Zuge sogenannter Preismodelle Rückzahlungen an die Sozialversicherung. Diese beliefen sich laut einer Erhebung seitens der pharmazeutischen Industrie auf knapp 600 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Das ist ein gewichtiger Faktor, der Teil einer gewissenhaften Darstellung der Ausgaben für Arzneimittel sein sollte.“
Das heute angesprochene, grundsätzlich hohe Niveau in der Medikamentenversorgung gilt es jedenfalls für die Zukunft abzusichern, was angesichts internationaler Entwicklungen nicht garantiert ist. Dazu sagt Herzog: „Wir brauchen hier die Einstellung, dass uns höchste Versorgungsqualität auch etwas wert sein muss. Die Reduktion von Medikamenten allein auf ihre Kosten wird ihrem Beitrag zu unserer Gesundheit und Volkswirtschaft nicht gerecht. Eine Investition in die Gesundheit der Bevölkerung wiederum ist eine in unsere Wirtschaft und unseren Standort.“
Über die PHARMIG: Die PHARMIG ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband ca. 120 Mitglieder (Stand Juli 2026), die den Medikamenten-Markt zu gut 95 Prozent abdecken. Die PHARMIG und ihre Mitgliedsfirmen stehen für eine bestmögliche Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln im Gesundheitswesen und sichern durch Qualität und Innovation den gesellschaftlichen und medizinischen Fortschritt.
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PHARMIG - Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
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