- 14.07.2026, 16:00:07
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FPÖ – Mahdalik/Stumpf: UNESCO zerlegt Ludwig-Babler-Schellhorn-Lobbying für Heumarkt
Entscheidungsentwurf verlangt weitere Überarbeitung und UVP – Wien soll auf Roter Liste bleiben
Als „schallende internationale Ohrfeige für die „Ludwig-Babler-Schellhorn-Offensive“ bezeichnen der 2. Landtagspräsident sowie Planungssprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Toni Mahdalik und Bezirksparteiobmann der FPÖ-Landstraße LAbg. Michael Stumpf den nun veröffentlichten Entscheidungsentwurf des UNESCO-Welterbekomitees zum historischen Zentrum Wiens.
Der Entwurf hält unmissverständlich fest, dass die bisher vorgelegten Varianten des Projekts „Heumarkt Neu“ die seit 2012 erhobenen Forderungen weiterhin nicht erfüllen. Die Projektvarianten aus den Jahren 2021 und 2023 müssen zudem vor ihrer Umsetzung einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen werden. Die UNESCO verlangt eine weitere Überarbeitung des Projekts sowie die Vorlage detaillierter Pläne. Wien soll daher auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes verbleiben.
„Bürgermeister Ludwig, Kulturminister Babler und Staatssekretär Schellhorn haben internationale Vertreter empfangen, diplomatische Gespräche geführt und gemeinsam eine Streichung Wiens von der Roten Liste versucht voranzutreiben. Der UNESCO-Entwurf zeigt nun, was von dieser politischen Inszenierung übrig bleibt: nichts. Die Fachgremien lassen sich weder von Imagefilmen noch von Hinterzimmerdiplomatie beeindrucken“, erklärt Mahdalik.
Seit dem ursprünglich 73 Meter hohen Siegerprojekt aus dem Jahr 2014 wurde die Planung mehrfach verändert und reduziert. Dennoch setzte das Welterbekomitee das historische Zentrum Wiens 2017 auf die Rote Liste. Auch die späteren Varianten konnten die grundlegenden Bedenken nicht ausräumen. Der aktuelle Entwurf stellt erneut klar, dass eine weitere Überarbeitung notwendig ist.
„Babler und Schellhorn haben das Projekt zwar nicht erfunden. Sie haben sich aber bewusst vor den Karren jener politischen Strategie spannen lassen, die eine Streichung von der Roten Liste erreichen wollte, ohne das eigentliche Problem zu lösen. Wer sich daran beteiligt, muss auch die politische Verantwortung für diese Blamage übernehmen“, betont Stumpf.
Das Heumarkt-Areal braucht zweifellos eine hochwertige Erneuerung. Es kann jedoch nicht sein, dass seit Jahren versucht wird, die Anforderungen des Welterbeschutzes an ein privates Bauprojekt anzupassen, statt endlich ein welterbeverträgliches Projekt vorzulegen.
Stumpf und Mahdalik fordern eine vollständige Überarbeitung der Pläne, die Durchführung der vorgeschriebenen UVP und die Vorlage sämtlicher Unterlagen bei den UNESCO-Fachgremien, bevor weitere endgültige Entscheidungen getroffen werden.
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