- 14.07.2026, 12:08:32
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Wiederkehr/Pröll: KI-Kompetenzen müssen so selbstverständlich werden wie Lesen, Schreiben und Rechnen
Neuer Lehrplan „Informatik und Künstliche Intelligenz“ verankert KI systematisch in der Schule
Künstliche Intelligenz wird zu einer Schlüsselkompetenz für Alltag, Bildung, Arbeitswelt und Standort. Mit dem neuen Lehrplan „Informatik und Künstliche Intelligenz“ wird KI systematisch im schulischen Kontext verankert. Gleichzeitig schafft das österreichische KI-Basiscurriculum einen praxisnahen Orientierungsrahmen, der KI-Kompetenzen altersgerecht, lebensnah und anschlussfähig vermittelt. Der Aktionsplan KI-Kompetenzen für Österreich führt diese Grundlagen in einem gemeinsamen Umsetzungsrahmen zusammen.
„Künstliche Intelligenz verändert, wie wir lernen, arbeiten und Informationen einordnen. Daher ist es entscheidend, dass Schülerinnen und Schüler frühzeitig ein fundiertes Verständnis für KI entwickeln um sie effizient nutzen und verantwortungsbewusst damit umgehen können. Mit dem neuen Lehrplan „Informatik und Künstliche Intelligenz“ verankern wir diese Zukunftskompetenz systematisch in der Schule und stärken damit die digitale Mündigkeit junger Menschen“, so Bildungsminister Christoph Wiederkehr.
„Künstliche Intelligenz darf kein Spezialwissen für wenige bleiben. KI-Kompetenzen müssen so selbstverständlich werden wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Mit dem neuen Lehrplan, dem österreichischen KI-Basiscurriculum und dem Aktionsplan KI-Kompetenzen schaffen wir die Grundlage dafür, dass junge Menschen KI verstehen, kritisch einordnen und verantwortungsvoll nutzen können“, so Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll.
Neuer Lehrplan verbindet Informatik, KI und digitale Mündigkeit
Der Lehrplan „Informatik und Künstliche Intelligenz“ greift KI als integrativen Bestandteil digitaler Bildung auf. Damit wird Künstliche Intelligenz nicht isoliert behandelt, sondern mit Grundlagenwissen, Datenverständnis, Reflexionsfähigkeit, gesellschaftlicher Verantwortung und praktischer Anwendung verbunden. Das KI-Basiscurriculum dient dabei als unterstützenderOrientierungsrahmen. .
„Unser Ziel ist ein zeitgemäßer Informatikunterricht, der technisches Verständnis mit kritischem Denken verbindet. Schülerinnen und Schüler sollen KI-Anwendungen nicht nur nutzen können, sondern auch verstehen, wie sie funktionieren, wo ihre Grenzen liegen und welche Auswirkungen sie auf Gesellschaft, Demokratie und Arbeitswelt haben“, so Wiederkehr.
KI-Basiscurriculum als Orientierungsrahmen für KI-Kompetenzen
Das KI-Basiscurriculum wurde im Rahmen der Digitalen Kompetenzoffensive von der Universität für Weiterbildung Krems entwickelt und beschreibt, was grundlegende KI-Kompetenz in Österreich bedeutet. Es richtet sich an Menschen ohne technisches Vorwissen und bietet Bildungsanbietern, Bildungspolitik, Lehrenden und Lernenden eine gemeinsame Grundlage für den gezielten Aufbau von KI-Basiskompetenzen.
Das KI-Basiscurriculum umfasst sieben Lernfelder: KI erkennen und verstehen, verantwortungsvoll mit KI umgehen, KI-gestützte Informationen bewerten, mit KI kommunizieren und kooperieren, kreativ mit generativer KI gestalten, Prozesse und Entscheidungen mit KI reflektieren sowie Lernen und Leben im digitalen Wandel gestalten.
Aktionsplan KI-Kompetenzen bündelt Maßnahmen für ganz Österreich
Mit dem Aktionsplan KI-Kompetenzen für Österreich wird dieser Ansatz breiter ausgerollt. Der Aktionsplan bündelt Maßnahmen für Schule, Weiterbildung, Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Gesellschaft. Im Mittelpunkt steht ein dreistufiger KI-Kompetenz-Stack: von KI-Basiskompetenzen über Anwendungskompetenzen bis hin zu vertiefter KI-Expertise.
Drei Basisprogramme sichern die gemeinsame Umsetzung: das KI-Basiscurriculum als Referenzstandard, die Initiative „She goes AI“ zur Stärkung von Frauen im KI-Bereich und ein AI Skills Dashboard für Transparenz, Steuerung und Wirkungsmessung.
„Österreich braucht KI-Kompetenzen in der Breite und KI-Expertise in der Spitze. Der Aktionsplan KI-Kompetenzen verbindet beides: Er schafft Orientierung für Bürgerinnen und Bürger, unterstützt Bildungseinrichtungen und Unternehmen und stärkt zugleich Verwaltung, Wissenschaft und Standort“, so Pröll.
Gemeinsame Standards für Schule, Weiterbildung und Arbeitswelt
Der Handlungsbedarf ist klar: 70 Prozent der Menschen in Österreich schätzen ihr Wissen über KI als gering ein. Gleichzeitig nutzen bereits 39 Prozent generative KI. In der Arbeitswelt sehen mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen KI als nützlich für den eigenen Beruf. Damit der Kompetenzaufbau mit der technologischen Entwicklung Schritt hält, braucht es verständliche Angebote, gemeinsame Standards und klare Lernpfade.
„Schule muss junge Menschen auf eine Welt vorbereiten, in der KI eine immer größere Rolle spielt. Dazu gehören Anwendungskompetenz, kritische Urteilsfähigkeit und ein reflektierter Umgang mit digitalen Werkzeugen. Der neue Lehrplan ist dafür ein wichtiger Schritt“, so Wiederkehr.
„Unser Ziel ist ein KI-kompetentes Österreich. Das beginnt in der Schule, reicht in die Erwachsenenbildung, in Betriebe, Hochschulen und Verwaltung und endet nicht beim Umgang mit einzelnen Tools. Wir wollen, dass Menschen KI sicher, produktiv und vertrauenswürdig nutzen können – und dass Österreich diese Schlüsseltechnologie souverän mitgestaltet“, so Pröll abschließend.
Rückfragen & Kontakt
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Manfred Kling, Mediensprecher
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