• 14.07.2026, 10:01:04
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„Ö1 in der Arktis. Ein Thementag“ am 23. Juli

Wien (OTS) - 

Wie Forschung unter den extremen Bedingungen der Arktis abläuft, welche Herausforderungen der Alltag mit sich bringt und welche Erkenntnisse sich daraus gewinnen lassen, ist Gegenstand des Thementages „Ö1 in der Arktis“ am Donnerstag, den 23. Juli. ORF-Redakteur Paul Sihorsch begleitet dafür eine Forschungsgruppe ins vermeintlich ewige Eis und berichtet live von Österreichs Arktis-Station in Ostgrönland. Das Programm im Detail ist abrufbar unter https://oe1.orf.at/arktis.

Die Arktis übt auf viele Menschen eine besondere Faszination aus. Nicht erst seit heuer ist der Hohe Norden zudem geopolitisch von großem Interesse und zunehmend Schauplatz internationaler Machtdemonstrationen. Ö1 widmet den nördlichsten Gegenden der Erde daher am 23. Juli den Thementag „Ö1 in der Arktis“. Ein Fokus liegt dabei auf der österreichischen Forschung in Grönland. ORF-Redakteur Paul Sihorsch berichtet direkt von der Arktis-Station im Osten des Landes. Die Sermilik-Forschungsstation der Universität Graz dient Forschenden als Basis für ihre Feldarbeit am Rand des Inlandseisschilds der größten Insel der Welt. Forschungsschwerpunkt ist die Klimaerwärmung, die im Hohen Norden besonders deutlich sichtbar wird. Die Arktis erwärmt sich etwa viermal schneller als andere Regionen der Erde und gilt damit als Frühwarnsystem der globalen Klimaerwärmung.

Schon im Vorfeld des Ö1-Thementages gibt das vierteilige „Radiokolleg“ zum Thema „Arktis am Scheideweg“ Einblicke in Geopolitik, Klimaforschung, Wirtschaft und die gesellschaftlichen Veränderungen in den nördlichsten Regionen der Erde – von Montag, den 20. bis Donnerstag, den 23. Juli jeweils ab 9.05 Uhr. In der ersten Folge am 20. Juni geht es um die „Klimaanlage des Planeten“, die weiteren Folgen thematisieren „Vom Schlitten zum Satelliten“ (21.7.), „Wohlwollende Ausbeutung? Eine Konstante“ (22.7.) und „Rohstoffhunger 2.0“ (23.7.).

Die „Blaue Stunde“ bringt am Montag, den 20. Juli ab 21.00 Uhr die mit dem „Prix Palma Ars Acustica 2026“ ausgezeichnete Produktion „Longyearbyen: Leben am Rande von Industrie und Wildnis“ zum Wiederhören. Der britische Musiker, Soundkünstler und Filmtonmeister James Welburn hat in dieser Soundscape-Komposition seine akustischen Eindrücke von einem der nördlichsten Orte der Welt, Longyearbyen auf Spitzbergen, einer Inselgruppe in der Arktis, festgehalten.

Zwtl.: Von „Rohstoffhunger 2.0“ bis zur Arktis als musikalischer Projektionsfläche

Am Donnerstag, den 23. Juli sind quer durchs Programm Kurzberichte von Paul Sihorsch zu hören, der über einen Tag auf der Forschungsstation berichtet – beginnend in „Guten Morgen mit Ö1“ (6.10 Uhr). Die Beiträge sind gesammelt unter https://oe1.orf.at/arktis nachhörbar.

Ab 9.05 Uhr stehen alle drei „Radiokolleg“-Ausgaben im Zeichen der Arktis. Nach „Rohstoffhunger 2.0“ (9.05 Uhr) geht es ab 9.30 Uhr in „Die Arktis als Versuchsstation“ um das Werk des slowenischen Medien- und Konzeptkünstlers Marko Peljhan, der die rücksichtslosen und verheerenden Ausbeutungsstrategien des 19. und 20. Jahrhunderts dokumentiert und diese mit den sozialen, kulturellen und räumlichen Navigations- und Überlebenstechniken der arktischen Bewohner kontrastiert. „Arktische Audio Topographie“ ist ab 9.45 Uhr Thema: Die in Norwegen beheimatete Jana Winderen taucht mit hochsensiblen Hydrophonen in das Meereis am Nordpol, um in „Spring Bloom in the Marginal Ice Zone“ die verborgenen Klangwelten der Arktis zu dokumentieren. Die US-amerikanische Komponistin und Musikerin Mary Edwards verdeutlicht in ihrer auf Spitzbergen entstandenen Arbeit „Everywhere We Are is the Farthest Place“ durch Klang die drastischen Veränderungen der arktischen Landschaft.

Live aus der Arktis ist der Geograph und Gletscherforscher Wolfgang Schöner von der Universität Graz via Satellitentelefon Gast in „Punkt eins“ (13.00 Uhr). Schöner hat die Sermilik-Forschungsstation im Hinterhof des am längsten untersuchten Gletschers Ostgrönlands, des Mittivakkat-Gletschers, initiiert. Seit Jahren erforscht er die Veränderungen in der Arktis und beobachtet, wie im Süden Grönlands Gemüse angebaut wird, sich das Leben für Jäger und Fischer rasch ändert. Als Gast bei Marlene Nowotny spricht Schöner über das Entstehen der Forschungsstation, das „ewige Eis“ und den „Schnee von gestern“.

„Jenseits des Polarkreises“ lautet der Titel der „Spielräume“ (17.30 Uhr). Jedes Eis klingt anders, je nach Herkunft, Alter, Temperatur, Dichte und Reinheit, weiß der norwegische Jazzperkussionist Terje Isungset, der sich seit vielen Jahren darauf spezialisiert hat, Musik mit Instrumenten aus Eis zu schaffen: Eishörner, Eisflöten, Eisperkussion etc. Weite, Leere, Stille und Kälte dieser abgelegenen Weltgegend machen die Arktis zu einer idealen musikalischen Projektionsfläche, die in der Sendung auch von Schlagzeugerin Anne Paceo und Sängerin Leila Martial aus Frankreich, vom finnischen Trio Berghäll Triality und vom afroamerikanischen Jazzpianisten Sun Ra beleuchtet wird.

Zum Abschluss des Thementages „Ö1 in der Arktis“ ist in den „Tonspuren“ (23.03 Uhr) das Feature „Labyrinthe. Eine akustische Expedition ins ewige Eis“ zu hören, das die Wege, Umwege und Abwege von elf Arktis-Expeditionsleitern nachzeichnet – durch Labyrinthe aus Eis, auf der Suche nach sich selbst. Das Programm im Detail ist abrufbar unter https://oe1.orf.at/arktis.

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