- 11.07.2026, 10:00:32
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Czernohorszky/Sima/Arapović/Steinhart: Spatenstich für 51.000m² großen Park im Gasometervorfeld
120 neue Bäume, naturnahe Gestaltung und nachhaltige Bauweise im ersten Teilbereich der Parkanlage
Rund um den Gasometer entsteht mit der Bricolage City im 11. Bezirk ein moderner, vielfältiger, urbaner und belebter Stadtteil, in dem ein optimales Mit- und Nebeneinander von Arbeiten und Wohnen möglich ist. In Erweiterung der bisherigen städtebaulichen Entwicklungen rund um die Gasometer sollen künftig rund 2.000 Menschen attraktiven Wohnraum und Arbeitsmöglichkeiten vorfinden. Herzstück des Projekts bildet eine 51.000 m² große neue Parkanlage, die von den Wiener Stadtgärten im südlichen Vorfeld der Gasometer errichtet wird.
Nun erfolgte der Spatenstich für die neue Parkanlage. Dem Baustart ist ein aufwändiger Planungsprozess vorausgegangen, der neben einem Wettbewerb auch die Erarbeitung eines städtebaulichen Leitbilds umfasste. Die Parkanlage wird in mehreren Bauabschnitten umgesetzt. Bereits im ersten Bauabschnitt entstehen auf rund 9.000 m² insgesamt 120 neue Bäume sowie rund 5.000 m² Blühwiesen und Kräuterrasen. Besonderes Gestaltungselement ist der Panoramaweg entlang der ehemaligen Schlachthausbahntrasse, der künftig die angrenzenden Quartiere mit den neuen Parkbereichen verbindet. Mit dem Spatenstich beginnen die Wiener Stadtgärten nun die Arbeiten für den ersten Teilbereich. Dieser verbindet attraktive Aufenthaltsbereiche mit einer naturnahen Gestaltung und nachhaltigen Planungsprinzipien. Insgesamt werden 120 neue Bäume gepflanzt, ergänzt durch eine vielfältige Bepflanzung zur Förderung der Biodiversität. Zudem wird auf die Wiederverwendbarkeit von Materialien gesetzt. Die Fertigstellung des ersten Teilbereichs ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen.
„Mit dieser neuen, klimafitten Grünoase in Simmering erfüllen wir nicht nur einen lang gehegten Wunsch vieler Wienerinnen und Wiener, sondern schaffen einen Park der Zukunft. Die zukünftige Parkanlage steht ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit: Ein zentrales Ziel ist es, vorhandene Materialien zu erhalten und in die Gestaltung zu integrieren. Damit schaffen wir einen attraktiven Freiraum für die Menschen und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky.
Planungsstadträtin Ulli Sima ergänzt: „Das Gasometervorfeld zeigt, wie sehr sich vorausschauende Stadtplanung auszahlt: Was vor Jahren mit einem Wettbewerb und einem klaren Leitbild begonnen wurde, wird nun Schritt für Schritt Realität. Der lange Atem hat sich gelohnt — nicht zuletzt für die Wiener*innen, die künftig in einem attraktiven neuen Stadtteil mit einem attratkiven und großzügigen Park wohnen, arbeiten und ihre Freizeit verbringen werden.“
„Die Fläche rund um die Gasometer befindet sich gerade in einem spannenden Transformationsprozess. Mit der Neugestaltung der 51.000m² großen Parkanlage schaffen wir mehr Grün, mehr Schatten und einen Ort, an dem man durchatmen kann und Kinder sicher unterwegs sind. Dass wir für diesen klimafitten Treffpunkt alte Pflastersteine und die historische Bahntrasse nutzen, zeigt, wie hervorragend Kreislaufwirtschaft in der Praxis funktioniert“, erklärt NEOS Wien Klubobfrau Selma Arapović.
„Die neue Parkanlage Gasometervorfeld ist ein weiterer wichtiger Schritt für die Entwicklung Simmerings. Wo heute noch eine große Freifläche ist, entsteht in den kommenden Jahren ein moderner Park mit viel Grün, zahlreichen Erholungsmöglichkeiten und hoher Aufenthaltsqualität für die Menschen in unserem Bezirk“, freut sich Bezirksvorsteher Thomas Steinhart.
Naturnahe Gestaltung mit viel neuem Grün
Die 120 neuen Bäume bilden das grüne Rückgrat des ersten Teilbereichs. Sie spenden Schatten, verbessern das Mikroklima und leisten einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität. Ergänzt werden sie durch rund 5.000 m² Blühwiesen und Kräuterrasen, die wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten schaffen.
Darüber hinaus bleibt das bestehende Gelände weitgehend erhalten und wird nur behutsam modelliert. So wird beispielsweise die ehemalige Trasse der Schlachthausbahn in das Gestaltungskonzept integriert. Teilbereiche des vorhandenen Gleisschotters bleiben dabei erhalten und bieten durch ihre spezielle Bepflanzung künftig zusätzlich wertvolle Lebensräume für Insekten, Bienen und Vögel.
„Die Wiener Stadtgärten verwalten mehr als 1.000 Parkanlagen. Unser Ziel ist es, auch künftig neue Parkanlagen zu schaffen, die langfristig einen Mehrwert für Mensch und Natur bieten. Deshalb legen die Wiener Stadtgärten bei jeder Neugestaltung besonderen Wert auf Biodiversität, Klimafitness und eine hohe Aufenthaltsqualität – so auch bei der Gestaltung der neuen Parkanlage im Gasometervorfeld“, erklärt Stadtgartendirektor Karl Hawliczek.
Panoramaweg und Gasometerterrassen als besondere Gestaltungshighlights
Als zentrales Gestaltungselement des ersten Teilbereichs ist der Panoramaweg vorgesehen. Er orientiert sich am Verlauf der ehemaligen Bahntrasse und verbindet die angrenzenden Wohnbauprojekte mit den künftigen Parkbereichen. So entsteht eine attraktive Wegeverbindung durch das neue Stadtquartier. Zusätzlich wird der Panoramaweg durch eine barrierefreie Wegverbindung an den Medwedweg angebunden. Eine großzügige Stufenanlage verbindet den Panoramaweg mit den zukünftigen Parkbereichen, überwindet die unterschiedlichen Höhenniveaus und dient zugleich als Sitzgelegenheit. Ein ergänzender Steg ermöglicht eine barrierefreie Erschließung des Areals.
Der Panoramaweg führt die zukünftigen Parkbesucher*innen direkt zum neuen Gasometerplatz, der als zentraler Aufenthaltsort gestaltet wird. Sitzgelegenheiten unter einer Pergola laden zum Verweilen ein. Ein Trinkbrunnen sorgt an heißen Sommertagen für zusätzliche Erfrischung. Ein weiteres Highlight bilden die neuen Gasometerterrassen. Sie schaffen attraktive Aufenthaltsbereiche und eröffnen mit dem weiteren Ausbau der Parkanlage eindrucksvolle Ausblicke auf die markanten Gasometer.
Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft im Fokus
Ein zentrales Gestaltungsprinzip der Parkanlage ist die Wiederverwendung vorhandener und recycelter Materialien. Damit werden Ressourcen geschont und die Nachhaltigkeit der Parkgestaltung gestärkt. So kommen unter anderem recycelte Klinkersteine beim Gasometerplatz als Bodenbelag zum Einsatz, die gestalterisch an die Gasometer anknüpfen. Auch bestehendes Steinmaterial der Magistratsabteilung für Straßenverwaltung und Straßenbau (MA 28) wird wiederverwendet: Die Gabionenwände, die sich als prägendes Gestaltungselement durch die Parkanlage ziehen, werden mit wiederverwendeten Pflastersteinen befüllt.
Ausblick auf die weiteren Bauabschnitte der neuen Parkanlage
In den kommenden Jahren wird die Parkanlage Gasometervorfeld schrittweise in mehreren Bauabschnitten auf eine Gesamtfläche von rund 51.000 m² erweitert. Auch in den weiteren Teilbereichen stehen Nachhaltigkeit, Aufenthaltsqualität und eine naturnahe Gestaltung im Mittelpunkt. Zusätzliche Grünflächen sowie zahlreiche Spiel- und Erholungsmöglichkeiten bereichern die Parkanlage. Sportbegeisterte dürfen sich auf Bewegungsangebote wie Tischtennis und Basketball freuen. Schattenspendende Bäume sorgen künftig für angenehme Abkühlung in den Sommermonaten. Unterschiedliche Sitzmöglichkeiten schaffen Raum für soziale Begegnungen und laden zu Ruhepausen im Alltag ein.
Im Anschluss: Aufwertung der Straßenräume für Fuß- und Radverkehr
Über die Errichtung der Parkanlage hinaus wird auch das unmittelbare Umfeld umfassend aufgewertet. Nach Abschluss der Arbeiten der Wiener Stadtgärten sowie der Fertigstellung der Hochbauten erfolgen die Um- und Neugestaltungen von Straßenabschnitten im Projektgebiet. Betroffen sind Bereiche der Döblerhofstraße, der Nussbaumallee, der Hallergasse, der Otto-Herschmann-Gasse, des Medwedwegs sowie der Eyzinggasse. Der öffentliche Straßenraum wird für den Fuß- und Radverkehr aufgewertet und gleichzeitig die Verkehrssicherheit verbessert.
Besonderes Augenmerk liegt in der Planung auf einer barrierefreien Nutzbarkeit. Breite, barrierefrei gestaltete Gehsteige sowie sichere und komfortable Querungsmöglichkeiten sollen die Aufenthalts- und Bewegungsqualität für alle Verkehrsteilnehmer*innen verbessern. Zusätzliche Bäume und neue Grünflächen tragen zur Begrünung des Straßenraums bei und leisten einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel.
Zur Förderung einer klimafreundlichen Mobilität wird darüber hinaus eine sichere Radverkehrsinfrastruktur geschaffen. Entlang des Panoramawegs ist ein durchgängig sicherer Radweg vorgesehen. Zudem soll eine attraktive und sichere Radverbindung über die Döblerhofstraße, die Hallergasse und weiter bis in die Otto-Herschmann-Gasse hergestellt werden.
Gasometervorfeld im Fokus der Wiener Stadtentwicklung
Dieser Ansatz entspricht auch den Zielsetzungen des räumlichen Leitbildes, das 2019 für das Zielgebiet der Wiener Stadtentwicklung erarbeitet wurde. Denn das Gasometervorfeld hat sich als Teil des Zielgebiets Erdberger Mais - St. Marx in den letzten Jahren stark verändert: In dem einst industriell geprägten Stadtteil haben sich nicht nur Unternehmen und Bürogebäude angesiedelt, sondern auch Wohntürme und Wohnquartiere wurden errichtet. Insgesamt haben sich dort bereits über 15.000 Menschen im Zuge von städtebaulichen Projekten angesiedelt und es wurden mehr als 20.000 Arbeitsplätze geschaffen. Mit dem über 50 000m² großen Park wird die Grün- und Freiraumversorgung im Gebiet entscheidend verbessert und die Grundlage für weiteren Wohn- und Lebensraum im Rahmen der neuen Stadterweiterung Bricolage City geschaffen.
Pressebilder zu dieser Aussendung sind in Kürze unter https://presse.wien.gv.at/bilder abrufbar. (Schluss)
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Pedram Seidi
Mediensprecher StR Jürgen Czernohorszky
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