• 10.07.2026, 10:00:03
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UNOS zum Budgetbeschluss: Lohnnebenkosten-Senkung zeigt Wirkung konsequenter Interessenvertretung

UNOS-Bernhard: „Mit der größten Senkung der Lohnnebenkosten in der Zweiten Republik wird eine langjährige UNOS-Forderung Realität. Jetzt darf der Reformkurs nicht stehen bleiben.“

Michael Bernhard, UNOS Bundessprecher
Wien (OTS) - 

Mit dem heute beschlossenen Doppelbudget 2027/28 wird eine langjährige Forderung von UNOS – Unternehmerisches Österreich umgesetzt: Der Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) sinkt ab 2028 um einen Prozentpunkt (von 3,7 auf 2,7 Prozent). Es ist die größte Senkung der Lohnnebenkosten in der Geschichte der Zweiten Republik und ein wichtiger Schritt für mehr Wettbewerbsfähigkeit am Standort Österreich. Für UNOS ist damit ein wichtiger Meilenstein erreicht, der Reformbedarf bleibt jedoch weiterhin groß.

„Die Senkung der Lohnnebenkosten steht seit Langem ganz oben auf der Agenda von UNOS. Mit unserer Petition ‚Runter mit dem Jobkiller Lohnnebenkosten‘ haben wir das Thema konsequent in die politische Diskussion eingebracht und den Druck für eine Reform erhöht. Dass nun erstmals eine Entlastung in dieser Größenordnung beschlossen wurde, zeigt: Konsequente Interessenvertretung zahlt sich aus“, sagt UNOS Bundessprecher Michael Bernhard.

Die Entlastung kommt dort an, wo Unternehmen sie am dringendsten brauchen: beim Faktor Arbeit. Ein kleiner Betrieb mit zehn Mitarbeiter:innen wird dadurch um gut 5.000 Euro im Jahr entlastet, ein großer mit 500 Mitarbeiter:innen um mehr als eine Viertelmillion.* „Das schafft Spielraum für Investitionen, höhere Löhne und zusätzliche Beschäftigung. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist das ein wichtiges Signal für die Unternehmen“, so Bernhard.

So groß dieser Schritt ist – ausreichend ist er noch nicht: Nach den aktuellen OECD-Zahlen (Taxing Wages 2026) weist Österreich den vierthöchsten Abgabenkeil auf Arbeit aller Industriestaaten auf, nur Belgien, Deutschland und Frankreich belasten Arbeit noch stärker. Bernhard fordert daher: „Die beschlossene Senkung ist ein wichtiger erster Schritt, aber noch kein Schlusspunkt. Wer den Wirtschaftsstandort nachhaltig stärken will, muss den Faktor Arbeit konsequent weiter entlasten. Unser Ziel bleibt die vollständige Abschaffung des Dienstgeberbeitrags zum FLAF bei gleichzeitiger Finanzierung der Familienleistungen aus dem Bundesbudget. Das würde Betriebe je nach Lohnhöhe um 1.554 bis 2.590 Euro pro Arbeitsplatz und Jahr entlasten.“

Positiv sehen UNOS auch die Nachbesserung beim geplanten Sachbezug für Elektro-Dienstfahrzeuge: Die nun vorgesehene Ausgestaltung fällt deutlich moderater aus als ursprünglich geplant und wahrt einen wesentlichen steuerlichen Vorteil von E-Fahrzeugen gegenüber Verbrennern. Aus Sicht von UNOS bleibt die Einführung eines Sachbezugs für E-Autos dennoch grundsätzlich kritisch. „Wir hätten uns gewünscht, dass die bisherige Regelung bestehen bleibt. Dass der Entwurf noch einmal verbessert wurde, zeigt aber, dass sich konstruktives Einbringen lohnt“, so Bernhard.

Abschließend halten UNOS fest: „Mit dem Budgetbeschluss wurden wichtige Weichen gestellt. Jetzt braucht es weitere Entlastungen beim Faktor Arbeit sowie bei Bürokratie- und Energiekosten. Vor allem aber brauchen Unternehmerinnen und Unternehmer Verlässlichkeit. Planbare Rahmenbedingungen sind selbst ein Standortfaktor, der nichts kostet.“

UNOS - Unternehmerisches Österreich vertreten seit 2014 die Interessen liberal denkender Unternehmerinnen und Unternehmer und sind in acht Wirtschaftsparlamenten präsent.

*(bei median Bruttojahreseinkommen von 55.678 Euro (ganzjährig Vollzeit, Statistik Austria 2024))

Rückfragen & Kontakt

UNOS - Unternehmerisches Österreich
Mag. Lena Nagl
Telefon: +4367683414446
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.unos.eu

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