• 09.07.2026, 16:21:02
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Bauernbund: Agrarbudget setzt auf die Stärken der heimischen Landwirtschaft

Strasser: „Gesicherte Bauerngelder und fünf starke Säulen geben den bäuerlichen Familienbetrieben die notwendige Stabilität“

Wien (OTS) - 

In seiner Plenarrede zum Agrarbudget hat Bauernbund-Präsident Abg.z.NR DI Georg Strasser die Absicherung der zentralen Mittel für die Landwirtschaft hervorgehoben und zugleich den Blick auf die Stärken der heimischen bäuerlichen Betriebe gerichtet. Schwierige Marktverhältnisse, hohe Betriebsmittelkosten und zunehmende Wetterkapriolen setzen viele Höfe unter Druck. Gerade deshalb brauchen die Betriebe Stabilität. Trotz des notwendigen Konsolidierungskurses bleiben die Gelder für die Leistungen der Bäuerinnen und Bauern gesichert. Im Doppelbudget 2027/28 stehen drei Milliarden Euro an GAP-Mitteln für die Landwirtschaft zur Verfügung. Direktzahlungen, ÖPUL, Ausgleichszulage, Bio-Mittel sowie Investitions- und Jungübernehmerförderung bleiben erhalten. Zusätzlich sind 100 Millionen Euro für die Agrardieselrückvergütung vorgesehen. Die erste Auszahlung erfolgt bereits im Dezember 2026.

„Die Zeiten sind herausfordernd und unsere Betriebe stehen unter Druck. Gleichzeitig verfügen wir in Österreich über starke Grundlagen, auf die wir bauen können. Unsere Bäuerinnen und Bauern sind bestens ausgebildet, produzieren Lebensmittel von höchster Qualität und sichern Tag für Tag die Versorgung der Bevölkerung. Mit diesem Budget sichern wir zentrale Leistungen ab und geben unseren bäuerlichen Familienbetrieben die notwendige Stabilität, um ihre Höfe weiterzuentwickeln und die heimische Lebensmittelproduktion auch in Zukunft zu sichern“, betont Strasser.

Fünf Stärken der österreichischen Landwirtschaft

1. Österreich bringt mehr öffentliche Mittel auf die Höfe
Österreich zählt bei der Abgeltung bäuerlicher Leistungen zu den Spitzenreitern. Ein durchschnittlicher österreichischer Betrieb erhält rund 80 Prozent mehr für seine Leistungen als ein vergleichbarer Betrieb in Deutschland. Einen wesentlichen Beitrag leisten das Agrarumweltprogramm ÖPUL und die Ausgleichszulage für Betriebe in benachteiligten Regionen. Damit werden Leistungen für Umwelt, Kulturlandschaft und Versorgungssicherheit gezielt honoriert.

2. Die bäuerliche Sozialversicherung schafft Stabilität
Die bäuerliche Sozialversicherung ist auf die besonderen Anforderungen familiengeführter Betriebe ausgerichtet. Sie schützt bäuerliche Familien im Krankheitsfall, ermöglicht Pensionen und trägt dazu bei, Höfe über Generationen abzusichern. Dieses funktionierende System gibt den Betrieben und ihren Familien Sicherheit in allen Lebensphasen.

3. Das AMA-Gütesiegel schafft Vertrauen
Das AMA-Gütesiegel ist das bekannteste staatlich anerkannte Gütezeichen für Lebensmittel in Österreich. Es steht für nachvollziehbare Herkunft, geprüfte Qualität und klare Produktionsstandards. Es gibt den Konsumenten Orientierung und macht die hohe Qualität heimischer Lebensmittel sichtbar. Gleichzeitig stärkt es österreichische Produkte im Inland und auf internationalen Märkten.

4. Starke Vermarktungsstrukturen bringen Qualität auf den Markt
Verbände, Genossenschaften und Erzeugergemeinschaften bündeln bäuerliche Qualität und sorgen für eine erfolgreiche Vermarktung. Sie stärken die Position der Betriebe in der Wertschöpfungskette, erschließen Absatzmöglichkeiten und tragen dazu bei, dass hohe Standards auch wirtschaftlichen Mehrwert für die Höfe bringen.

5. Österreich hat die jüngste Landwirtschaft Europas
Österreichs Landwirtschaft wird von einer jungen und gut ausgebildeten Generation getragen. Junge Hofübernehmer verbinden Erfahrung und Tradition mit moderner Technik, neuen Ideen und unternehmerischem Denken. Sie investieren, übernehmen Verantwortung und entwickeln ihre Betriebe weiter.

„Wir haben starke Familienbetriebe, bewährte Systeme, hochwertige Produkte und eine junge Generation, die anpackt. Jetzt geht es darum, diese Stärken konsequent zu nutzen und gemeinsam nach vorne zu gehen. Die Herausforderungen werden nicht kleiner, aber wir haben alles, was es braucht, um sie zu bewältigen. Packen wir es an und gestalten wir die Zukunft unserer Landwirtschaft mit Mut, Zuversicht und Entschlossenheit“, so Strasser abschließend.

Rückfragen & Kontakt

Bauernbund Österreich
Martin Grob, MA
Telefon: +43 664 8850 9559
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.bauernbund.at

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