- 09.07.2026, 12:35:02
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Neue Plattform stärkt Österreich im Wettbewerb um klinische Forschung
Mit Clinical Trials Austria entsteht eine österreichweite Plattform für klinische Forschung. Sie soll Österreich im internationalen Wettbewerb um Forschungsprojekte stärken und den Zugang zu klinischen Studien verbessern.
Die PHARMIG gratuliert der Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) dazu, dass das von ihr initiierte Infrastrukturprojekt „Clinical Trials Austria“ (CTA) eine Förderzusage vom Fonds Zukunft Österreich erhalten hat. Dies hat die LBG kürzlich vermeldet. Das über einen Zeitraum von vier Jahren mit 6,5 Millionen Euro geförderte Projekt soll die Zusammenarbeit der an klinischen Prüfungen beteiligten Akteure verbessern, Abläufe effizienter gestalten und Österreich als Standort für internationale klinische Forschung attraktiver und sichtbarer machen. Ergänzend ist mit dem Ausbildungsprogramm "Clinical Trials Developer" der Aufbau zusätzlicher Kompetenzen im Management klinischer Prüfungen vorgesehen.
„Internationale Studien werden dort durchgeführt, wo Verfahren effizient sind und wo starke Forschungsnetzwerke bestehen. Clinical Trials Austria schafft genau diese Voraussetzungen“
, betont Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG. Auch Patient:innen profitieren von einem starken Studienstandort: Klinische Prüfungen ermöglichen in der Regel einen frühen Zugang zu innovativen Therapien und eröffnen neue Behandlungsmöglichkeiten. Ein moderner, gut funktionierender Studienstandort schafft Vorteile für Forschung, Wirtschaft und Patient:innen gleichermaßen. Dass sich Investitionen in klinische Forschung lohnen, zeigt auch ihre wirtschaftliche Bedeutung: Industrie-gesponserte klinische Prüfungen generieren laut einer jüngst publizierten Studie des Instituts für pharmaökonomische Forschung IPF jährlich eine Bruttowertschöpfung von 174 Millionen Euro und gleichzeitig ersparen sie dem Gesundheitssystem Ausgaben in Höhe von jährlich 122,28 Mio. Euro. Klinische Forschung sollte daher als wichtiger Bestandteil einer modernen Gesundheitsversorgung verstanden werden.
Für die PHARMIG ist das CTA-Projekt ein wichtiger Baustein im Hinblick auf die erwartete Life-Sciences-Strategie. „Mit Clinical Trials Austria entsteht eine zentrale Anlaufstelle, die eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, öffentlicher Hand und Industrie ermöglicht. Damit das Projekt sein volles Potenzial entfalten kann, ist entscheidend, dass sich alle relevanten Akteure aktiv beteiligen. Nur durch eine breite Mitwirkung lassen sich Prozesse österreichweit harmonisieren, föderale Hürden abbauen und einheitliche Standards etablieren. Darüber hinaus gilt es, diesen Impuls mit einer ambitionierten Life-Sciences-Strategie weiterzuführen“
, so Herzog.
Dazu gehören die weitere Optimierung regulatorischer Verfahren, zusätzliche Investitionsanreize für Forschung und Entwicklung, verbesserte Rahmenbedingungen für die pharmazeutische Produktion sowie ein moderner, innovationsfördernder Marktzugang für neue Therapien. „Österreich braucht Rahmenbedingungen, in denen Forschung, Produktion und Versorgung gemeinsam wachsen können. Nur so bleibt der Standort langfristig attraktiv und die Versorgung der Patientinnen und Patienten gesichert“, so Herzog abschließend.
Über die PHARMIG: Die PHARMIG ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband ca. 120 Mitglieder (Stand Juli 2026), die den Medikamenten-Markt zu gut 95 Prozent abdecken. Die PHARMIG und ihre Mitgliedsfirmen stehen für eine bestmögliche Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln im Gesundheitswesen und sichern durch Qualität und Innovation den gesellschaftlichen und medizinischen Fortschritt.
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