- 09.07.2026, 10:34:02
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„Universum“-Sommerreihe „Wunderwelt der Alpen“ zeigt eindrucksvolle Naturdokus made in Austria
Vom 14. Juli bis 25. August jeweils Dienstag um 20.15 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON
Ob Totes Gebirge, Zillertaler Alpen, Tagliamento, Alpenvorland, Alpenseen, Südtirol oder die heimischen Nationalparks – in sieben Folgen präsentiert „Universum“ diesen Sommer ab 14. Juli 2026 jeweils dienstags um 20.15 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON die „Wunderwelt der Alpen“. Den Auftakt zu den eindrucksvollen Naturdokus made in Austria macht Franz Hafners Film „Das Tote Gebirge – Wunderwelt des Lebens“.
Die einzelnen Sendungen im Überblick:
Das Tote Gebirge – Wunderwelt des Lebens (14. Juli)
An der Grenze zwischen Steiermark und Oberösterreich erstreckt sich eine einzigartige Bergregion – das Tote Gebirge. Geformt von Wasser und Eis, aufgebaut aus Meereslebewesen längst vergangener Epochen, erhebt sich dieser Gebirgsstock auf über 2.500 Meter Seehöhe. Mit mehr als 1.000 Quadratkilometern Fläche ist das Tote Gebirge das größte Karstplateau Mitteleuropas. Im Inneren durchzogen von unterirdischen Wasserläufen und Höhlen, ist es an der Oberfläche karg und trocken – ein mystischer, scheinbar lebensfeindlicher Ort. Doch der Schein trügt. Dieses „Wüstenei“ ist zwar ein extremer Lebensraum, abseits der kargen und vegetationslosen Felsen verbirgt das Tote Gebirge jedoch ein Paradies für Wildtiere und einen der vielseitigsten und artenreichsten Lebensräume der Alpen. In der wilden Weite begegnet das TV-Publikum außerdem Luchsen, Rothirschen, Füchsen und Steinadlern oder beobachtet einen Weberknecht, der mit krebsartigen Scheren – mächtiger als sein Körper – auf die Jagd geht. Die einzigartige Fischwanderung der Seelauben, die Narzissenblüte oder seltene Spechtarten sind weitere Naturhöhepunkte, die diese Region bietet. Ein Film von Franz Hafner.
Hermann Maier: Zillertaler Alpen (21. Juli)
Hermann Maier ist in dieser „Universum“-Produktion wieder unterwegs in Österreich und dabei voll in seinem Element. Diesmal geht er im Zillertal auf Entdeckungsreise. Er begleitet u. a. die Auswilderung von Steinböcken, forscht in Jahrtausenden alten Eishöhlen, zeigt sein Geschick als Schmetterlingsfänger auf biodiversen Almwiesen, den sogenannten Bergmähdern, und besteigt gemeinsam mit dem weltberühmten Hochalpinisten Peter Habeler den 3.476 Meter hohen Olperer. Der Skiweltmeister und Olympiasieger lernt dabei nicht nur, wie Permafrostböden auf Grund des Klimawandels dem Gestein im Hochgebirge immer weniger Halt bieten, er ist auch überrascht, wie anpassungsfähig die Tierwelt hier oben ist. Die Murmeltiere haben nämlich gelernt, zwischen dem Schatten eines Steinadlers, der Gefahr signalisiert, und dem einer harmlosen Seilbahn, die Bergtouristen transportiert, zu unterscheiden. Ein Film von Andrea Albrecht.
Tagliamento – Wild und frei zwischen Adria und Alpen (28. Juli)
Im Nordosten Italiens fließt ein mächtiger Fluss frei durch alpine Täler und Auenwälder, um schließlich ins Adriatische Meer zu münden. Der Tagliamento ist ein Fluss wie kein anderer, und die Tierwelt entlang seiner Ufer ist ebenso außergewöhnlich wie spektakulär. Die Rufe seltener, ikonischer Tiere wie die des Wolfs, des Luchses und des Schakals hallen in den Wäldern und sind weit zu hören – bis tief hinein ins sogenannte Kanaltal. Als letzter unregulierter Fluss der Zentralalpen bahnt sich der Tagliamento je nach Niederschlag in Form von kleinen Bächen oder als reißender Strom den Weg Richtung Adria. Dort erschafft er das Fundament für Badefreuden Zehntausender Touristinnen und Touristen. Denn der goldene Sand, auf dem sie liegen, den spülen nicht die Wellen der Adria heran. Nein, den bringt der Tagliamento. Ein Film von Guiseppe Buccarelli
Das Alpenvorland – Sanfte Berge, wilde Moore (4. August)
Es ist ein zauberhafter Ort, an dem Symphonien aus warmem Licht und glitzerndem Wasser zur Aufführung kommen. Das Alpenvorland ist wildromantisch und vereint zwei Lebenswelten. Nebelumhüllte Seen und Moore auf der einen Seite und die malerische Kulisse der Berge auf der anderen. Das Alpenvorland ist ein blühender Bewässerungsgarten und zugleich eine der artenreichsten Regionen Europas. Hier finden Tiere aller Elemente ein Zuhause. Majestätische Hirsche, regentanzende Käuze, ordnungsfanatische Spechtmeisen und sich gegenseitig austricksende Eichelhäher und Eichhörnchen. Sie führen das Publikum tief hinein in märchenhafte Landschaften, die zur Bühne werden für einzigartige Naturschauspiele – zwischen wilden Mooren und sanften Bergen. Ein Film von Patrick Centurioni.
Die Geheimnisse der Alpenseen – Expedition in die Tiefe (11. August)
Die Seen der Alpenregion, vom Altausseer See über den Traunsee bis zum geheimnisvollen Alatsee, bewahren seit Jahrtausenden das Leben. Durch Stein und Eis geformt, von besonderen Arten bewohnt, erzählen sie eine Geschichte, die untrennbar mit der des Menschen verwoben ist. Der Film eröffnet faszinierende Unterwasserwelten zwischen Österreich und Deutschland. Er führt an steilen Felswänden hinab und wagt sich in nie gezeigte Tiefen, wo Hechte lauern und Quappen zwischen uralten Felsformationen in ewiger Finsternis leben. Österreichs „Ozean“, der Bodensee, ist das Ziel der Reise. Versunkene Schiffe, unerwartete Bewohner und ein Raubfisch, der vor seinesgleichen nicht Halt macht, gehören zu seinen Geheimnissen. Wer sich unter die Wasseroberfläche wagt, entdeckt eine Welt voller Überraschungen – denn Seen sind mehr als idyllische Kulissen, sie sind Abenteuerlandschaften für Expeditionen ins Unbekannte. Ein Film von Jan Haft.
Südtirol – Das Land in der Mitte (18. August)
Beeindruckende Felswände und fruchtbare Täler – wo der afrikanische und der europäische Kontinent aufeinanderprallen, konnte ein vielfältiges Ökosystem entstehen. Südtirol beheimatet – geprägt von extrem tiefen Temperaturen und einem warmen mediterranen Klima gleichermaßen – eine bemerkenswerte Artenvielfalt. Im gesamten Land ragen die bis zu 25 Meter hohen Stämme der Zirbelkiefer aus den Böden. Im Osten des Landes findet man noch unberührte Torfmoore mit fleischfressenden Pflanzen und einer Vielzahl an Insekten. In den Bergen leben Gämsen und der Steinadler, während in den Tälern noch Schmetterlinge wie der blaue Saphir sowie seltene Schlangen und Insekten zu finden sind. Seit der letzten Eiszeit leben Menschen in Südtirol. Sie haben sowohl Hänge als auch Täler und Felder landwirtschaftlich genutzt. Bis heute leben Mensch und Natur hier in tiefer Symbiose. Doch Pflanzen und Tiere müssen sich mit den zunehmenden Veränderungen der Umwelt arrangieren und auf den Klimawandel reagieren. Ein Film von Rolando Menardi.
Naturerbe Österreich – Die Nationalparks: Die Herausforderungen (25. August)
Von den höchsten Gipfeln der Hohen Tauern bis in die Flusswelten der Donauauen, von den schroffen Felslandschaften des Gesäuses bis zu den geheimnisvollen Urwäldern der Kalkalpen, vom Neusiedler See bis zur märchenhaften Thaya: Die Dokumentation führt tief hinein in jene Schutzgebiete, in denen Österreichs Natur noch wild und ursprünglich ist. Doch die Nationalparks stehen unter Druck. Klimawandel, Trockenheit, Hochwasser, invasive Arten und die zunehmende Zahl an Besucherinnen und Besuchern verändern sensible Ökosysteme nachhaltig. Wie kann modernes Nationalpark- und Naturmanagement diesen Herausforderungen begegnen? Der Film begleitet Ranger, Forscherinnen und Naturschützer bei ihrer täglichen Arbeit und zeigt, wie versucht wird, bedrohte Lebensräume zu erhalten und neue zu schaffen. Durch die Wiederanbindung von Flussarmen in den Donauauen, die Rückkehr von Wildkatze und Kranich, die Wiederansiedelung von Steinbock und Bartgeier oder die geplante Freilassung von Luchsen werden die Nationalparks zu dynamischen Lebensräumen im ständigen Wandel. Ein Film von Heinz Leger.
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