• 09.07.2026, 06:01:00
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ACREDIA: KI hält Weltwirtschaft auf Wachstumskurs – trotz Energiekrise und Handelskonflikten

Halbzeitausblick 2026/27: Künstliche Intelligenz kompensiert geopolitische Belastungen – Unternehmen bleiben dennoch unter Druck

Michael Kolb, Vorstand ACREDIA Group
Wien (OTS) - 

Trotz geopolitischer Spannungen, höherer Energiepreise und anhaltender Handelskonflikte bleibt die Weltwirtschaft auf Wachstumskurs. Laut dem aktuellen Global Economic Outlook der ACREDIA Group in Zusammenarbeit mit Allianz Trade wird das globale Wirtschaftswachstum 2026 bei +2,5 Prozent liegen und sich 2027 auf +2,9 Prozent beschleunigen. Entscheidend dafür ist vor allem der weltweite Investitionsboom rund um Künstliche Intelligenz (KI), der die negativen Auswirkungen des Energieschocks und der Handelskonflikte derzeit weitgehend kompensiert.

Während sich die Weltwirtschaft insgesamt widerstandsfähig zeigt, bleibt das Umfeld für Unternehmen anspruchsvoll. Höhere Finanzierungskosten, steigende Inputpreise sowie zunehmende geopolitische Unsicherheiten belasten Margen, Investitionen und strategische Planungen.

„Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend zum wichtigsten Wachstumsmotor der Weltwirtschaft. Sie federt derzeit einen großen Teil der Belastungen aus Energiekrise und Handelskonflikten ab. Gleichzeitig entstehen neue Abhängigkeiten von wenigen Technologien, Lieferketten und Regionen. Unternehmen sollten KI daher nicht nur als Chance, sondern auch als strategischen Risikofaktor verstehen“, sagt Michael Kolb, Vorstand der ACREDIA Group.

Europa bleibt hinter den USA und Asien zurück

Für die USA erwartet Allianz Trade 2026 ein Wirtschaftswachstum von +2,1 Prozent, getragen von hohen KI-Investitionen, robustem Konsum und einer expansiven Fiskalpolitik. Die Eurozone wird hingegen lediglich um +0,9 Prozent wachsen und erst 2027 leicht auf +1,2 Prozent zulegen (wenn man das stark schwankende Wirtschaftswachstum von Irland von der Berechnung ausklammert, sonst 0,3 und 1,2 Prozent ). Belastend wirken die hohe Energieabhängigkeit, eine schwächere industrielle Dynamik sowie vergleichsweise geringe Produktivitätsgewinne durch KI.

China bleibt mit einem erwarteten Wachstum von +4,7 Prozent einer der wichtigsten Wachstumstreiber der Weltwirtschaft. Vor allem Hightech-Industrien und exportorientierte Unternehmen sorgen dort weiterhin für Stabilität.

Für Österreich als exportorientierte Volkswirtschaft bleiben die Risiken besonders hoch. Steigende Handelsbarrieren, höhere Energiepreise und das schwächere Wachstum in Europa belasten insbesondere Industrieunternehmen sowie international tätige Betriebe. Gleichzeitig profitieren auch österreichische Unternehmen von der weltweit steigenden Nachfrage nach KI-gestützten Technologien und Investitionen. Entscheidend wird sein, Lieferketten widerstandsfähiger zu gestalten und Risiken frühzeitig zu erkennen.

Welthandel bleibt robust – geopolitische Risiken nehmen zu

Trotz neuer Handelsbarrieren und geopolitischer Spannungen bleibt der Welthandel im Wachstum. Allianz Research erwartet für 2026 einen Anstieg des globalen Warenhandelsvolumens von +2,9 Prozent. Neue US-Zölle sowie anhaltende Handelskonflikte sorgen zwar weiterhin für Unsicherheit, gleichzeitig stabilisieren Investitionen in Halbleiter, Rechenzentren und digitale Infrastruktur den internationalen Handel und gleichen einen Teil der geopolitischen Belastungen aus.

„Die wirtschaftliche Unsicherheit bleibt hoch. Unternehmen müssen heute deutlich flexibler planen, Risiken laufend neu bewerten und ihre Finanzierungs-, Lieferketten- sowie Absatzstrategien entsprechend anpassen. Resilienz wird zunehmend zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor“, so Kolb.

Inflation entspannt sich – Unternehmen bleiben unter Druck

Mit der schrittweisen Normalisierung der Energiepreise dürfte sich auch der Inflationsdruck bis 2027 wieder in Richtung der Zielwerte der Zentralbanken bewegen. Für Unternehmen bleibt die Lage dennoch herausfordernd. Nach widerstandsfähigen Ergebnissen im ersten Quartal zeichnen sich zunehmend Belastungen bei Umsatz und Profitabilität ab. Besonders betroffen sind energieintensive Industrien sowie die Automobilbranche.

Vor diesem Hintergrund rechnet die ACREDIA Group weltweit weiterhin mit steigenden Unternehmensinsolvenzen. Für 2026 wird ein Anstieg um vier Prozent erwartet, bevor sich die Entwicklung 2027 stabilisieren dürfte.

Dauerhafte Unsicherheit wird zur neuen Realität

Neben geopolitischen Spannungen bleiben Handelskonflikte, politische Unsicherheiten, Klimarisiken und die tiefgreifende Transformation der Arbeitsmärkte durch Künstliche Intelligenz die wichtigsten Einflussfaktoren für die kommenden Jahre. Unternehmen werden sich zunehmend auf ein Umfeld einstellen müssen, in dem Volatilität nicht mehr die Ausnahme, sondern der Normalzustand ist. Wer Risiken frühzeitig erkennt und strategisch handelt, wird daraus einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil erzielen.

Mehr zum Global Economic Outlook finden Sie hier: HIER!

Rückfragen & Kontakt

ACREDIA Group
Stefan Lindlbauer, MBA
Telefon: +43 (0)5 01 02-2150
E-Mail: [email protected]
Website: http://www.acrediagroup.com

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