- 08.07.2026, 11:20:33
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„dokFilm“-Premiere „Weites Land – Österreich“: Finale der zehnteiligen Spurensuche nach der österreichischen Seele
Danach: „Alltagsgeschichte: Rast an der Autobahn“ – am 12. Juli, ab 22.15 Uhr, in ORF 2 und auf ORF ON
Grande Finale für eine filmische Landvermessung der besonderen Art: Mit ihrer letzten Ausgabe zieht die im Sommer 2022 gestartete zehnteilige Kulturdokureihe „Weites Land“ im „dokFilm“ am Sonntag, dem 12. Juli 2026, um 22.15 Uhr in ORF 2 auf ORF ON Österreich-Bilanz. Insgesamt fünf Jahre lang ist Regisseurin Jennifer Rezny auf ihrer mentalitätsgeschichtlichen Erkundungstour, die in Vorarlberg startete und in Wien endete, von Bundesland zu Bundesland gereist, um Klischees auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen, Widersprüchen nachzugehen, den Menschen nachzuspüren und den Landschaften, die sie prägen. Nun zieht die Produktion mit einem Österreich-Panorama Bilanz und stellt die zentrale Frage: Gibt es tatsächlich eine österreichische Seele? Die Abschlussfolge verdichtet die Erkenntnisse aus zahlreichen Begegnungen und Gesprächen zu einem vielschichtigen Porträt des Landes und seiner Menschen.
Anschließend macht die von Elizabeth T. Spira gestaltete Kultreihe „Alltagsgeschichte“ in einem 1994 entstandenen Film „Rast an der Autobahn“ (23.30 Uhr) und kommt mit Menschen auf Parkplätzen, Raststätten und Tankstellen ins Gespräch.
TV-Premiere „Weites Land – Österreich“
Im Zentrum des Abschlussfilms der ORF-Reihe „Weites Land“ steht die Frage, ob es so etwas wie eine österreichische Seele gibt – und welche Eigenschaften, Widersprüche und Gemeinsamkeiten sie prägen. Aus den unterschiedlichen regionalen Perspektiven kristallisieren sich Themen heraus, die bundesländerübergreifend immer wieder auftauchen: die Bedeutung von Heimat und Zugehörigkeit, der Umgang mit Tradition und Geschichte, die Rolle von Sprache, Glaube und Religion sowie Fragen von Gender, Diversität und gesellschaftlichem Wandel. Auch Aspekte wie Fremdenfeindlichkeit und das Spannungsfeld zwischen Offenheit und Abgrenzung werden nicht ausgespart.
Gleichzeitig zeigt die Dokumentation, dass Österreich trotz seiner regionalen Unterschiede von gemeinsamen kulturellen Mustern geprägt ist: einer tiefen Verbundenheit mit Musik und Brauchtum, einem ausgeprägten Heimatbewusstsein, einer gewissen Skepsis gegenüber Autoritäten – und jener „kleinen Rebellion“, die vielerorts als leiser, aber beständiger Wesenszug erkennbar wird.
„Weites Land: Österreich“ ist eine Koproduktion von ORF und Feuer & Flamme Film, gefördert von Fernsehfonds Austria, Filmfonds Wien, Kultur Niederösterreich, Kultur Oberösterreich, Cinestyria Filmcommission and Fonds, Kärnten Film Commission und Land Vorarlberg.
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