- 03.07.2026, 08:24:32
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Prävention ist gemeinsame Verantwortung: Gemeinschaft Junger Muslim:innen der IGGÖ steht bereits mit einem tragfähigen Netzwerk im Einsatz
Die Gemeinschaft Junger Muslim:innen der IGGÖ (GJM) und ihre Mitglieder, die Jugendorganisationen der Kultusgemeinden, haben sich den Schutz junger Menschen vor Extremismus und vor der Instrumentalisierung ihrer Religion zur zentralen Aufgabe gemacht. An dieser Aufgabe arbeiten die Einrichtungen der islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich seit Jahren, verlässlich und im gemeinsamen Rahmen. Ein isolierter Auftritt kann diese Arbeit nicht alleine abbilden und nicht für die muslimische Jugendarbeit in Österreich als Ganzes stehen.
Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich verfügt über ein gewachsenes Netzwerk, das täglich und unmittelbar mit muslimischen Jugendlichen in Kontakt steht. Dazu zählen Imame in den Moscheen und Gemeinden, Seelsorger:innen, islamische Religionslehrer:innen u an den Schulen, die GJM als offizielle Jugendorganisation sowie zahlreiche Fachvereine und zivilgesellschaftliche Strukturen. Diese Akteur:innen leisten präventive, pädagogische und seelsorgerische Arbeit, nahe an den Jugendlichen und mit fachlicher Kompetenz. Wer über den Schutz junger Menschen spricht, muss diese bestehenden Strukturen zwingend einbeziehen.
Zum Begriff „politischer Islam“
„Wir lehnen den Begriff ‚politischer Islam‘ als Projekt- und Programmbezeichnung entschieden ab.
Der Begriff ist unscharf, wissenschaftlich nicht tragfähig und offen für Missbrauch. Er wird regelmäßig gegen die muslimische Gemeinschaft insgesamt verwendet und leistet der Islamfeindlichkeit Vorschub. Zu bekämpfen ist der Missbrauch der Religion durch extremistische Akteur:innen! Klar benannt und ohne Umweg über einen Sammelbegriff, der Religion und Extremismus vermengt. Eine solche Vermengung schadet der muslimischen Jugend, statt sie zu schützen“, unterstreicht Talha Titiz, Obmann der GJM.
Die GJM als gemeinsames Dach
Innerhalb der Islamischen Glaubensgemeinschaft ist die GJM das offizielle und strukturell verankerte Dach der muslimischen Jugend. In ihr kommen die Jugendorganisationen der Kultusgemeinden zusammen. Prävention gelingt dort, wo diese Kräfte gemeinsam wirken, nicht im Alleingang.
„Unsere Strukturen, das fundierte Wissen und die notwendige Reichweite sind vollumfänglich vorhanden. Daher laden wir alle muslimischen Jugendorganisationen herzlich zur Zusammenarbeit im gemeinsamen, etablierten Rahmen ein. Es liegt nun an allen Beteiligten, dieses enorme Potenzial gebündelt zu nutzen“, betont Hacer-Nur Akpinar, Obfrau der GJM.
Gemeinsame Verantwortung für junge Menschen und das aktive Gedenken an die Geschichte gehen für die GJM Hand in Hand. In diesem Sinne verbindet die Organisation ihre präventive Arbeit auch mit dem Aufruf zur Teilnahme an der bevorstehenden Gedenkwoche Srebrenica. Diese Initiative bildet ein zentrales Fundament, um Jugendlichen die verheerenden Folgen von Hass, Intoleranz und Radikalisierung vor Augen zu führen und sie nachhaltig für Werte wie Frieden, Menschenwürde und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu sensibilisieren.
Veranstaltungshinweis zur Gedenkwoche Srebrenica:
https://www.derislam.at/gedenken-an-srebrenica
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