• 02.07.2026, 11:23:02
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Grüne Wien/Pühringer, Malle, Stadler zu Schulschluss: Emmerling muss ihre Hausaufgaben endlich erledigen

Verschiebung der Ferien löst Problem nicht

Wien (OTS) - 

Dieses Schuljahr hat gerade in den letzten Wochen und Monaten für viele negative Schlagzeilen gesorgt: Die Sommerhitze verwandelte die Klassenzimmer in Backöfen, in denen Unterricht kaum möglich war - die vorgeschlagene Verschiebung der Ferien löst das Problem nicht. Dazu warten sehr viele Lehrer:innen seit Monaten auf ihr richtiges Gehalt, dringend notwendige Schulneubauten oder Sanierungen wurden abgesagt, der Personalmangel ist groß wie nie und es gibt viel zu wenig inklusive Ferienbetreuung für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf. „Das Schuljahr geht zu Ende, Bildungsstadträtin Bettina Emmerling hat über die Ferien viele Hausaufgaben zu erledigen. Denn Lehrer:innen, Eltern und Kinder wollen im nächsten Schuljahr nicht wieder mit den gleichen Problemen beginnen, mit denen sie das Schuljahr beendet haben“, so Judith Pühringer, Parteivorsitzende der Grünen Wien.

Schulneubauten gestrichen – stattdessen Schwitzen in alten Schulen

Schulbauten werden gestrichen oder verschoben – und das bei einer ohnehin enorm angespannten Lage, was die Anzahl an Schulplätzen in Wien betrifft. Fünf schon geplante Schulum- bzw. Ausbauprojekte sowie Sanierungen wurden aus Spargründen gestrichen – es könnten aber 31 Projekte für die kommenden Jahre auf dem Prüfstand stehen. „Statt neuer Schulgebäude heißt es für Kinder und Lehrer:innen: Schwitzen in alten Schulgebäuden, die die den zunehmenden Hitzewellen überhaupt nicht angepasst sind. Kinder brauchen Lernräume, in denen sie sich konzentrieren können – auch an heißen Sommertagen. Die Ferien zu verschieben, löst das Problem nicht: Es braucht Beschattung, Begrünung und nächtliches Lüften“, so die Bildungssprecher:innen der Grünen Wien, Julia Malle und Felix Stadler.

Durchmischung an Wiener Schulen weiterhin ausständig

Ein großes Problem an den Wiener Schulen wurde auch im heurigen Schuljahr nicht gelöst: Die große Kluft zwischen Schulen mit sehr vielen und sehr wenigen außerordentlichen Schüler:innen. So gibt es etwa in Favoriten eine Schule mit 50,4 % außerordentlichen Schüler:innen und eine andere mit nur 6%. Dieses Problem ist lösbar: Bei der Schulwahl sollen zusätzlich zu den bisherigen Kriterien Wohnort und Geschwister auch die Kriterien Erstsprache und Bildungsgrad der Eltern bei der Zuteilung berücksichtigt werden. „Durchmischung trägt dazu bei, dass alle Kinder dieselben Bildungschancen erhalten“, so Malle und Stadler.

Ferien starten mit zu wenig Plätzen für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf

Es gibt viel zu wenige Ferienbetreuungs-Plätze für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf. Bestehende Angebote sind innerhalb kürzester Zeit ausgebucht. An manchen Campus-Standorten zeigt sich die Schieflage besonders deutlich: „Während Kinder ohne Förderbedarf selbstverständlich am eigenen Standort betreut werden, werden Kinder mit Behinderungen ausgeschlossen oder an andere Orte verwiesen. Wenn Kinder mit Behinderungen keinen Ferienbetreuungsplatz bekommen, dann ist das keine Inklusion, sondern Ausgrenzung mit Ansage“, halten Malle und Stadler fest.

Die Grünen appellieren an Stadträtin Emmerling, folgende Hausaufgaben über die Sommerferien zu erledigen:

+ Schulen klimafit machen mit Begrünungen, Sonnenschutz, Außenjalousien, Durchlüftungen, etc.
+ Schulneubauten und -sanierungen nicht mehr auf die lange Bank schieben
+ Durchmischung in Schulen statt hoher Segregation
+ Ausreichend Ferienbetreuung für Kinder mit Behinderungen bereitstellen

"Bildung muss endlich ganzheitlich gedacht werden: Klimaschutz, gute Arbeitsbedingungen und echte Chancengleichheit gehören zusammen. Wer Kindern die besten Zukunftschancen ermöglichen will, muss heute in moderne Bildungsgebäude, ausreichend Personal und inklusive Strukturen investieren. Unsere Kinder verdienen Schulen, die gesund, inklusiv und zukunftsfit sind“, so Pühringer, Malle und Stadler abschließend.

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